Wenn Sie plötzlich mehr als nur Trainer sind
Rezension: Stefan Merath
Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer
In den Urlaub nehme ich auch immer Fachbücher mit, die ich morgens mit Genuss durcharbeite- so schön in Ruhe, wozu ich in der normalen Arbeitszeit keine Zeit habe oder mir bislang nicht nehme.
Das wird nach diesem Buch vielleicht anders.
Erst einmal wollte ich es gar nicht mitnehmen. Es war die Empfehlung einer Freundin und lag auf dem Urlaubs-Stapel. Beim Kofferpacken blättere ich es dann noch mal durch und dachte: „O nee, das ist ja ne Bleiwüste. Kein einziges Bild.“ Und wollte es schon weglegen.
Habe dann aber angefangen und ein paar Seiten gelesen und sehr schnell gemerkt: Das ist ausgesprochen unterhaltsam und konkret geschrieben, am Beispiel eines Unternehmers, der gleich am Anfang einige Probleme hat, die mir teilweise gut bekannt sind. Also rein in den Koffer!
Wenn es für mich die richtigen Bücher sind, führt das immer dazu, dass ich anschließend seitenweise Ideen, Pläne, Listen und Mind Maps in einem Heft habe. So auch jetzt.
Gleichzeitig habe ich eine große Verwirrung- und weiß noch nicht, wo mich das Buch und seine Gedanken hinführen wird. Ob das alles so zu mir passt. Ob ich das alles so machen muss oder ob es doch vielleicht auch Kompromisse gibt.
Zur Klärung:
Stefan Merath unterscheidet zwischen den Aufgaben eines Unternehmers, eines Managers und einer Fachkraft.
Als Trainerin bin ich Fachkraft. Da ich Single-Unternehmerin bin bin ich auch Managerin, Sekretärin (auch ne Fachkraft) und Unternehmerin, zumal ich ja gerade die Erste Suggestopädische Online-Akademie aufbaue.
Aber auch da nehme ich bislang alle Rollen ein: Ich arbeite dort auch als Trainerin, schule neue Mitarbeiter (Trainer), verwalte und organisiere, selbst die technische Seite habe ich weitestgehend in der Hand (wenn auch mit Support meines Webmasters).
Nach seiner Ansicht kann ich aber nur langfristig erfolgreich werden (und was das heißt, wird sicher auch viele von den Socken hauen), wenn ich mich zunehmend auf meine Unternehmer-Aufgaben konzentriere.
Keine Seminare mehr geben? Oh- das kann ich mir kaum vorstellen. Und da ist genau meine Frage, kann ich das nicht doch aufteilen? Die halbe Zeit als Unternehmerin an meinem Unternehmen arbeiten und die halbe Zeit als Fachkraft im Unternehmen arbeiten (als Trainerin)?
Ich weiß natürlich, dass er das vehement verneinen wird.
Was kann ich trotzdem aus dem Buch lernen?
Irrre viel.
Natürlich habe ich mich schon oft mit Visionen und Zielen befasst und eine NLP- Ausbildung habe ich auch. Daher sind mir viele der Gedanken und Methoden nicht neu. Aber in dieser Art eben doch.
Toll finde ich diese Mischung aus großen Visionen, Fantasiereisen, inneren Bildern- und gleichzeitig akribischen Tabellen für Kennzahlen und Teilziele etc.
Das verhindert die Gefahr, sich entweder in Details zu verlieren oder in verwaschenen Träumen hängen zu bleiben. Die Träume und Visionen geben die notwendige Energie, die ich brauche, um Durststrecken durchzuhalten.
Die konkreten Tabellen, Zielschritte und Kennzahlen zeigen mir täglich, ob ich mich noch in die richtige Richtung bewege.
Meine Zeit mit den richtigen Aufgaben verbringe oder doch wieder in wilde Fachkraft-Aktionen abschweife, weil es eben vertraut und gewohnt ist.
Sehr sehr gut finde ich auch die grundsätzliche Haltung, was den Wert und Nutzen eines Unternehmens angeht. Es ist nicht der Gewinn, es sind nicht die Zahlen. Die sind Folge davon, wenn ich ein Unternehmen führe, das für seine Kunden einen Wert und Nutzen hat.
Dazu muss ich zum einen den zentralen Wert meines Unternehmens herausarbeiten und die Kunden ausmachen, die diesen Wert teilen.
Auch die EKS wird mir hier zum ersten Mal etwas sympathischer. Bislang gefiel mir die Idee nicht sonderlich, auch wenn der Grundansatz logisch ist.
Besser Marktführer in einem kleinen Markt sein als ein kleiner Fisch auf einem großen Markt mit vielen Konkurrenten.
Auch der Ansatz, wie ich denn herausfinde, was meine Zielgruppe ausmacht, ist anders. Ich gehe eben nicht davon aus, was ich meine, was die Zielgruppe braucht (und den Fehler habe ich oft gemacht) und versuche sie, davon zu überzeugen. Oder wie Merath es so nett formuliert, eine „Zwangsbeglückung“ zu veranstalten.
Sondern ich frage meine Kunden! Nachdem ich zuvor mit einer tollen Excel-Tabelle (man sollte es nicht für möglich halten!) analysiert habe, welcher meiner bisherigen Kunden sich denn als meine zukünftige und gewünschte Zielgruppe herauskristallisieren.
Da sind mir einige Schüppchen von den Augen gefallen.
Gleichzeitig habe ich bei vielen Übungen gesehen: da lag ich ja gar nicht falsch (wäre nach 30 Jahren Berufspraxis ja auch erschütternd). Instinktiv- oder eben auch auf Grund von Erfahrungen hatte ich offensichtlich schon einiges geschnallt.
Aber ich kann es nun viel zielgerichteter und fokussierter weiter verfolgen. Auch wenn ich leider nicht mehr so viel Zeit habe wie der Beispiel-Unternehmer im Buch. Dennoch will ich noch einiges verändern, weiter wachsen (und weiß nun aber auch, wohin und vor allem warum) und noch mehr Nutzen für meine Kunden und auch meine Mitarbeiter schaffen.
Am allerliebsten würde ich für nächsten Monat ein Coaching mit Stefan Merath buchen und mit ihm noch mal all diese Prozesse durchlaufen, die im Buch beschrieben sind. Das wäre sicher ein lohnendes Unterfangen.
Auf jeden Fall werde ich es aber anhand meiner Aufzeichnungen beginnen, Schritt für Schritt die Ideen umzusetzen, die ich mir notiert habe. Dazu habe ich schon jeweils einen kompletten Tag in meinem Kalender blockiert- sicher ein guter Anfang.
Und ich weiß aus meiner Erfahrung und habe es auch immer in meinen Motivationsseminaren verkündet: Wenn man sofort anfängt eine Sache umzusetzen, bekommt es eine Eigendynamik und man bleibt dran. Durch die ersten Erfolge wächst sogar die Motivation und hält dann auch, wenn es hin und wieder natürliche Rückschläge oder Umwege gibt. Die gehören dazu.
Seien Sie mutig-Hinein ins Psychogetümmel!
Roland Kopp-Wichmann: Ich kann auch anders-
Psychofallen im Beruf erkennen
Persönliche Erlebnisse bei der Durcharbeitung des Buches
In diesem kleinen Taschenbuch steckt eine überraschende Menge drin. So viel, dass ich manchmal ins Schwimmen komme.
Vorweg: Sicher bekommt hier jeder Leser Hinweise und Erkenntnisse über sich selbst und andere und kann Impulse und konkrete Anregungen mitnehmen. Das alleine reicht ja schon, um den Kauf eines Buches lohnenswert zu machen.
Gleichzeitig ist es auch ein wenig erschlagend für mich, obwohl ich grundsätzlich lieber mehr als weniger habe. Das mag aber daran liegen, dass ich mich dem Thema „Probleme“ nicht gerne auf diese analytische Weise nähere. Mein Thema sind ja „kreative Problemlösungstechniken“, weshalb ich lieber lösungsorientiert da herangehe.
Dennoch habe ich früher selbst lange Therapie und Therapieausbildungen gemacht und mich bereit erklärt, eine Rezension zu schreiben.
Also hinein ins Psychogetümmel, immerhin bin ich ja mutig und immer an Weiterentwicklung interessiert, durchaus auch ehrlich und selbstkritisch den eigenen Macken gegenüber- also ganz gute Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Buch.
Nun der Reihe nach:
Der Anfang ruft gleich Widerstand in mir wach. Kopp-Wichmann betont nämlich immer wieder: Veränderung ist nicht leicht, es ist harte Arbeit! „Eine Entdeckungsreise in ein unbekanntes Land ist immer etwas mühsam.“ Und was ist mit Neugier und Abenteuerlust? Gerade eine Reise in die eigene Psyche kann hoch spannend sein.
Weiter steht da: „Aber ich warne Sie: Dies ist kein Buch zum Lesen und Weglegen...“
Die Sprache ist mir in der Einleitung eindeutig zu negativ. Ich persönlich liebe eher Ermutigung, durchaus kleine Provokation, die mich herausfordert.
Veränderung ist auch nicht immer schwierig. Sicher kenne ich viele Beispiele, wo auch ich länger daran arbeiten musste, aber es gibt ebenso Beispiele, wo ein stark emotionales Erlebnis schlagartig einen Schalter im Innern umlegen kann.
Warum also die Leser gleich zu Anfang ins Bockshorn jagen und abschrecken? Zumal die Lektüre des Buches erfreulicherweise keinesfalls trocken und anstrengend ist.
Der Autor schreibt sehr konkret, immer wieder mit Fallbeispielen, die den eigenen Bezug erleichtern sollen. Allerdings werde ich mit der Zeit ungeduldig. Als praktischer Mensch will ich loslegen. Was heißt das jetzt für mich? Was kann ich mit den Erkenntnissen tun?
Zuerst zeigt der Autor auf, dass viele der aktuellen Probleme ihre Wurzeln in der Kindheit haben, in Familie und Schule. Es geht darum, diese alten Muster zu erkennen und aufzulösen, da sie für uns als Erwachsene nicht mehr unbedingt stimmen oder hilfreich sind.
Es folgen viele Beispiele von Abwehrmechanismen und Verteidigungsreaktionen, die uns helfen sollen, diese zukünftig zu erkennen. Doch hier bin ich von der Fülle überfordert. Das kann ich mir ganz sicher nicht merken. Nicht alle Beispiele verstehe ich, andere kommen mir bekannt vor.
Den altbekannten Antreiber- Test führe ich aus Spaß noch einmal durch- und siehe da, es gibt leichte Verschiebungen. Leider in der Hinsicht, dass das Ergebnis nun noch weniger eindeutig ist. Wie bei fast allen Tests: ich habe von jedem etwas- und das fast gleich ausgeprägt. Selbst der Antreiber, der früher am schwächsten war, hat nun aufgeholt. Doch einer sticht dennoch hervor: Beeil dich!
Auf S. 53 geht es dann los: „Wie Sie sich aus einer Psychofalle befreien können.“
Dieser Teil gefällt mir sehr gut. Eine kurze Einführung in das jeweilige konkrete Thema, Fragen zum Thema, die zeigen, ob es das eigene ist oder eher nicht. Einzelne Aspekte werden genauer beleuchtet, auch immer mit konkreten Fallbeispielen. Und schließlich endet jedes dieser Kapitel mit konkreten Übungen und Hilfen, wie man an diesem Thema arbeiten und sich aus der Falle befreien kann.
Ein für mich absolut verblüffendes Ergebnis war, dass mir ein „Tipp“ offensichtlich ungeplant im Gedächtnis blieb und mich zu entsprechenden Experimenten verführte, obwohl ich es bewusst gar nicht geplant hatte. Aber offensichtlich hatte dieser eine Satz: „Riskieren Sie pro Tag einen Konflikt“ einiges bei mir angestoßen.
Ich bin nämlich ziemlich konfliktscheu. Doch dann bemerkte ich, wie ich an einem Tag mit drei Leuten ziemlich Klartext redete bzw. per E-Mail schrieb. Und Gottlob auch die Erfahrung machte, dass klare Worte nicht immer zu Streit und Trennung führen, sondern Dinge geregelt und geklärt wurden, ohne die Beziehung zu gefährden.
Ähnlich konkrete Auswirkungen hatte der nächst Tipp: „Respektieren Sie pro Tag eine Grenze.“ Ein aktuelles Thema sprang mich an, wo ich mich schon wieder mal selbst unter zeitlichen Druck gesetzt hatte. Durch diese kleine Anregung fiel es mir aber schlagartig auf: Das mache ich ganz alleine. Ich gebe anderen die „Macht“, darüber zu bestimmen, was ich in diesem Fall aber überhaupt nicht musste. Ich ganz alleine konnte das entscheiden. Und habe sofort die Bremse gezogen und umgeplant.
Neben den konkreten Experimenten gibt es noch „hilfreiche Sätze“, die man sich leise oder laut vorspricht- und die eigene innere Reaktion testet und wahrnimmt. Klingelt da etwas? Wird Widerstand erzeugt? Wird mir heiß und kalt oder lässt es mich neutral?
All das sind wichtige Hinweise, die einem helfen können, die eigenen Mechanismen zu ergründen und zu verändern, auf dass sie nicht mehr automatisch wie seit 30 Jahren weiterlaufen.
Eine Frage bleibt für mich allerdings: wer soll wie mit diesem Buch arbeiten?
Normalerweise setzt sich ja niemand hin und liest erst mal alle Gruselmöglichkeiten menschlicher Abgründe, um die eigenen Macken zu suchen. Sondern man hat ein konkretes Problem und will es loswerden.
Doch so einfach kann ich das ja nicht herausfiltern und quasi per Index die passenden Seiten auswählen- und fertig.
Aber vielleicht steht mir da ja mein Antreiber „Sei perfekt“ im Weg, der meint, dass man Bücher von vorne bis hinten durcharbeiten muss?
Insgesamt ist es sehr gut lesbar und jeder wird auf Vertrautes und Bekanntes stoßen. Es ist nicht abgehoben, nicht abstrakt und theoretisch, sondern aus dem vollen Leben. Und wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind, werden Sie eine Menge entdecken- und verändern können.
Gitte Härter- Als Trainer mit Persönlichkeit punkten
Als ich das Buch bestellte, ging ich davon aus, dass es um das Thema „Marketing für Trainer“ geht, da ich Gitte Härter als Spezialistin für Marketing kenne. Ihr Blog unternehmenskick gehört zu den wenigen, die ich ziemlich regelmäßig lese, weil ich dort immer gute Tipps oder anregende Gedanken finde.
Als ich im Inhaltsverzeichnis blättere, bin ich erst einmal dementsprechend verblüfft, dass das Buch ein viel weiteres Spektrum umfasst.
Das Buch ist nicht nur sehr umfassend an Seiten und Inhalten, sondern gleichzeitig auch sehr gründlich. Die Themen werden nicht allgemein abgehandelt, sondern der interessierte Trainer-Leser kann die Punkte in der Tiefe bearbeiten, die für ihn neu und relevant sind.
Kapitel 1
Solche, die Trainer werden wollen, können gleich zu Beginn auf Herz und Nieren prüfen, weshalb sie eigentlich Trainer werden wollen, was ihre Motive und ihre Ziele sind. Das ist heutzutage sicher nicht verkehrt, wo es eine immer größere Anzahl von Trainern auf dem Markt gibt.
Wenn ich allerdings meine Entwicklung als Trainerin anschaue, so war das für mich damals alles kein Thema. Weder habe ich mich an einem Tag bewusst dazu entschieden, noch wusste ich, wo meine besonderen Stärken, Fähigkeiten und Interessen liegen. Das alles hat sich im Laufe der Praxis herausgestellt.
Es ist sicher eine sinnvolle Abkürzung, diese Dinge vorher zu klären und zu berücksichtigen.
Freunde von Listen und Tests können so gleich ihre Stärken und Schwächen herausarbeiten. Unter dem Kapitel fachliches Profil können Sie Ihre Angebote überprüfen (Leistungspalette), ihre fachlichen Plus- und Schwerpunkte sowie Ihre Unsicherheiten und das Kapitel endet mit sieben wichtigen Trainerqualitäten, die Sie ebenfalls anhand eines kleinen Tests überprüfen können.
Ein Beispiel
Sie kennen sicher auch schon verschiedene Schwächen- Stärken Analysen wie das SWOT- Modell. Gitte Härter bietet zu dem Thema aber noch zusätzliche und differenziertere Ansatzpunkte, für sich diese Punkte zu ergründen und stellt immer einen Zusammenhang zur Trainertätigkeit her.
Es sind manchmal ganz kleine Übungen zwischendurch, die ich besonders hilfreich finde. So werden nicht nur die Schwächen aufgeschlüsselt, sondern im nächsten Schritt aufgefordert zu beschreiben, wie man denn wäre und sich anders verhalten würde, wenn man diese Schwäche behoben hat bzw. das Gegenteil praktiziert.
Sofort merke ich da wieder den belebenden und aktivierenden Aspekt, wenn ich schriftlich beschreibe, wie ich mich dann verhalte. Das gibt Motivation und Elan etwas daran zu tun, was dann auch im nächsten Punkt abgefragt wird. Und – es zeigt auch, dass ja durchaus schon Keime dieses positiven Verhaltens vorhanden sind. Das macht Mut und fördert die Konzentration (und damit die Entwicklung) dieser positiven Aspekte.
An diesem Beispiel sehen Sie, dass das Buch ein wirkliches Arbeitsbuch ist. Sie werden nicht so großen Nutzen davon haben, wenn Sie es nur durchlesen oder gar durchblättern. Viele Erkenntnisse entstehen erst, wenn Sie die Übungen wirklich schriftlich machen.
Natürlich muss nicht jeder Leser alle Übungen machen, sondern nur zu den Themen, die für Sie gerade relevant sind.
Im 2. Kapitel geht es darum Trainings zu konzipieren, die der eigenen Persönlichkeit entsprechen. Das betrifft die Zielgruppe, die Themen und die Trainingsformen.
Teil 3 behandelt nun das Thema „Akquise“, das ich ja vor allem erwartet hatte.
Und schließlich kommt im Teil 4 und Teil 5 das Training selbst als Thema. Für mich als Spezialistin natürlich nicht so neu, aber für Trainer, die erst anfangen oder noch nicht sehr lange im Trainingsgeschäft sind, gibt es auch hier eine Fülle von Anregungen und Tipps.
Und selbst alte Trainingshasen wie ich können durch die einzelnen Punkte noch einmal ihr bisheriges Konzept überprüfen und sicher auch noch mit der ein oder anderen Anregung ergänzen.
Es schadet nie, den Blick noch einmal von außerhalb auf sein Tun zu lenken.
Die Kapitel im Detail
Kapitel 2 ist in drei Unterpunkte gegliedert.
In „Eckdaten des Trainings“ geht es erst einmal darum, welche Themen Sie anbieten wollen und für welche Zielgruppe, ob über Veranstalter oder eigene Ausschreibung.
Es wundert mich etwas, das Thema „Bestuhlung“ hier zu finden, für mich gehört es zur Seminardurchführung.
Hierzu habe ich auch einige Ergänzungen und Anmerkungen. Frau Härter schreibt richtig, dass ein Tisch oder gar Stehpult eine unnötige Barriere zwischen Trainer und Teilnehmer schafft und plädiert für einen kleinen Gemeinschaftstisch oder Stuhlkreis. Wobei sie letzteren nicht als „Optimum“ bezeichnet.
Es ist richtig, dass das Mitschreiben für die Teilnehmer ein wenig umständlicher ist, daher bringe ich für meine Teilnehmer immer Klemmbretter mit. Aber bei Teilnehmeraktivierenden und kreativen Seminarmethoden ist ein Stuhlkreis unerlässlich. Denn ich nutze oft den Fußboden für Lernlandschaften, Mind Maps auf dem Boden und den zahlreichen kleinen Spielen und Bewegungsübungen zwischendurch. Da jedes Mal den Tisch wegräumen oder andere Rück-Aktionen durchzuführen, würde zu viel Zeit kosten und den Spaß bei den Teilnehmern merklich mindern.
Vor allem aber kommt hinzu, dass ein Kreis eine andere (unbewusste) Symbolik und Wirkung auf eine Gruppe hat als ein Viereck. Auch wenn man nicht Anhänger von Feng Shui oder ähnlichem ist, leuchtet das wohl ein. Es ist eine archetypische Form, bei der alle Teilnehmer alle anderen sehen können und offen miteinander kommunizieren können. Ich habe in früheren Lehrerseminaren Experimente mit verschiedenen Sitz- und Tischformen gemacht und jedes Mal haben wir feststellen können, wie stark diese Wirkung ist, welche andere Gruppendynamik dadurch ausgelöst wird.
Korrekterweise muss ich sagen, dass ich inzwischen einen Stuhlhalbkreis bevorzuge, vorne sind der Trainerstuhl, das Flipchart und Pinwände, auf denen ich visualisiere oder vorbereitete Flipcharts aufhänge.
Auch ihre Empfehlung (S.68f.), dass Trainer viel herumlaufen sollen und bei Störungen sich unauffällig auf den entsprechenden Teilnehmern nähern, finde ich bedenkenswert.
Mich persönlich machen herumlaufende Trainer völlig nervös, weil man sich ständig woanders hinwenden muss, um sie zu sehen.
Visuelle Lerner müssen den Mund des Trainers sehen, wenn er spricht, daher brauchen Sie einen bestimmten Abstand, um zu sehen, was der Trainer sagt. Sie halten den Atem an, wenn der Trainer herumläuft.
Für kinästhetische Teilnehmer ist es laut Michael Grinder gar bedrohlich, wenn ihnen jemand zu nah auf die Pelle rückt. Sie mögen es nicht, wenn man direkt vor ihnen steht und ihnen in die Augen schaut. Er empfiehlt, von der Seite zu kommen und auf das Material zu schauen, an dem sie arbeiten.
Auch zur Gruppengröße (S.72f.) habe ich eine kleine Ergänzung. Ob eine kleine Gruppe leichter zu managen ist als eine große, hängt sehr von der Gruppe und dem Thema ab. Bei Themen, in denen Sie als Trainer für alle einen kurzen Input geben und die Teilnehmer dann parallel an bestimmten Aufgaben arbeiten (beispielsweise beim Thema Kreativitätstechniken), spielt es keine Rolle. Und oft habe ich sogar die Erfahrung gemacht, dass in etwas größeren Gruppen die Gruppendynamik erfreulicher verlief, weil sich einfach eher Gleichgesinnte finden und die Gesamtstimmung nicht so sehr von einer Person dominiert werden kann. Wenn man in einer kleinen Gruppe zwei schwierige Kandidaten hat, kann das schon alles zerschmeißen, während das in einer größeren Gruppe leichter aufgefangen werden kann.
Auch viele der Spiele und Aktivierungen, die ich zur Auflockerung einsetze, machen in einer etwas größeren Gruppe mehr Spaß und der mögliche Peinlichkeitsfaktor ist geringer.
Bei Trainings, in denen Rhetorik, Präsentation, Verkauf oder anderes konkret geübt wird, können kleinere Gruppen natürlich von Vorteil sein.
Sehr gut gefallen mir Gitte Härters klare Worte zur Seminardauer und ihre Empfehlung, als Trainer da verantwortlich zu sein und nicht Unmögliches zu versprechen, weil ein Auftraggeber an einem Seminartag Wunder erwartet.
* Seminarbausteine und Werkzeuge
Hier geht es in meiner Sprache um Medien, Methoden und Sozialformen. Völlige Übereinstimmung mit der Autorin in Punkto Beamer und OHP, die „sind tödlich für Ihren Trainingserfolg und unfassbar ermüdend für Ihre Teilnehmer“.( S.75) Sie führt einige Argumente gegen diese Art von Frontalunterricht auf, die ich noch durch mein „Trainer- Mantra“ ergänzen möchte, was deutlich macht, dass niemand (!) auf diese Weise optimal lernt, kein Lerntyp wird durch PPP umfassend einbezogen.
Trainer-Mantra
Das, was ein Trainer in einem Vortrag von sich gibt,
ist in keiner Weise identisch mit dem,
was bei Teilnehmern
aufgenommen
verstanden
verarbeitet
behalten
abgerufen
und
angewendet
werden kann.
Das ist die Illusion, der viele Trainer (und Lehrer) immer noch aufsitzen und die solche Vorträge mit Zeitknappheit und Stoffmenge begründen.
Als Trainer kann ich zwar so zeitsparend die meiste Information absondern, doch der Lerneffekt ist sehr gering und nicht überprüfbar.
Ebenfalls Zustimmung zu der schönen Formulierung: „Das Flipchart ist Ihr Freund“, die durch viele brauchbare Tipps zur Flipchartgestaltung bereichert wird.
Die dann weiter aufgeführten Methoden sind hauptsächlich die klassischen wie Brainstorming, Diskussion und Moderationsmethoden (Kartenfrage, Einpunktfrage etc.) mit zwei Ausnahmen. Das „Speed- Dating“ ist mir in der Form neu und werde ich sofort in mein Repertoire mit aufnehmen.
Da Seminarmethoden mein Metier sind, vermisse ich natürlich all die kreativen und suggestopädischen Seminarmethoden, mit denen die traditionellen Methoden ersetzt oder zumindest ergänzt werden können.
Unter der Rubrik „Unkonventionelles zum Auflockern“ werden kreative Sprachspiele, Bewegung und Spiele zumindest als Möglichkeit aufgeführt, wenn auch kaum mit konkreten Beispielen. Aber das hätte den Rahmen des Buches sicher gesprengt und dazu gibt es ja auch schon zahlreiche Veröffentlichungen. (Zamyat M. Klein, „Das tanzende Kamel“, Erich Ziegler, „Das australische Schwebholz“, Susanne Beermann "Spiele für Workshops und Seminare" .)
Schließlich geht es um den Seminaraufbau und den roten Faden.
Auch hier eine kleine Ergänzung als Ermutigung. Gitte Härter schreibt, dass Trainer mehr gefordert werden, wenn sie lebendige Seminare abhalten und keine so gute Kontrolle über ihre Zeitplanung haben. Das sehe ich ein wenig anders.
Auch für Trainer ist es anstrengend und ermüdend, mit endlosen Folienvorträgen die Teilnehmer wach und bei Laune zu halten. Sie machen es oft, weil sie es nicht besser kennen oder meinen, das müsste so sein.
Sicher ist es erst einmal mehr Vorbereitung, den Stoff und die Inhalte mit kreativen Seminarmethoden aufzubereiten, aber im Seminar selber finde ich es erheblich entspannender und die Arbeit macht mir als Trainerin selbst viel mehr Spaß. Wenn ich gut vorbereitet bin und die Methoden beherrsche, dann kann ich das sehr entspannt durchführen. Vor allem bedeutet Teilnehmeraktivierung ja, dass die Teilnehmer vieles selber machen. Ich leite nur kurz an, gebe das Material und lasse sie machen. Von daher sehe ich es eher als Entlastung für den Trainer, wenn er mit kreativen und spielerischen Methoden arbeitet statt 8 Stunden vorne präsent zu sein und etwas bieten zu müssen.
Zu den Methoden, um einen roten Faden zu behalten, finden Sie ebenfalls einige Tipps, die ich nur noch durch meine Leib- und Magenmethode des Mind Maps ergänzen möchte. Auf einem Mind Map sehe ich meinen Seminarplan auf einen Blick, auch für die Teilnehmer hänge ich ein Flipchart mit einem Tages- Mind Map auf. Dort stehen die groben Themenblöcke, keine Details, wie Frau Härter auch empfiehlt. Denn dann sind Sie frei, je nach Bedarf zu improvisieren und Änderungen vorzunehmen, wenn das erforderlich oder sinnvoll ist.
Ein sehr schönes Beispiel für die sehr gründliche Bearbeitung aller Themen auch im Detail ist das Kapitel über die Teilnehmerunterlagen, wo die Autorin wunderbare Tipps gibt. Tatsächlich vernachlässigen viele Trainer diese wunderbare Möglichkeit, ihre Leistungen in einem guten Licht zu präsentieren. Hier finden Sie viele Anregungen.
Kapitel 3
Akquise- durch Ihre Persönlichkeit bei Auftraggebern punkten
Viele Trainer tun sich gerade mit dem Punkt Akquise schwer und begehen gerade hier kleine und große Todsünden, da kann ich der Autorin aus vollem Herzen zustimmen.
Doch die besten Seminarkonzepte und Trainerfähigkeiten nützen nichts, wenn Sie diese nicht verkaufen können.
Sie finden hier Tipps als auch Hinweise darüber, was unverzeihliche Nachlässigkeiten sind, wo Sie Chancen vertun, die sich Ihnen von selbst bieten.
Ihr Auftritt nach außen ist der 1. Eindruck, den Sie von sich und Ihrer Leistung vermitteln. Und im Sinne des Buch- Themas geht es auch hier darum, dass Ihre Persönlichkeit als Unterscheidungsmerkmal zu hunderten von anderen Kommunikationstrainern deutlich wird.
Ein gut durchdachtes Corporate Design, in dem Logo, Firmenname, Farben, Schrifttyp und Papier aufeinander abgestimmt sind und etwas von Ihnen zeigen, lohnt sich ganz sicher, wenn Sie sich gut auf dem Markt platzieren wollen.
Seit meiner Logodesign- Entwicklung sind schon viele Jahre vergangen und ich finde in diesem Kapitel etliche Anregungen, wie ich meinen Auftritt ergänzen und aktualisieren kann, so dass er zu meiner Weiterentwicklung passt.
Das Kapitel beginnt mit einer meiner Lieblingsthemen, nämlich die „idealen Teilnehmer“ oder auch „idealen Auftraggeber“ zu bestimmen. Erst sehr spät in meinem Trainerdasein habe ich diese Sichtweise kennen gelernt und finde sie ausgesprochen hilfreich. So vermeiden Sie viele Frusterlebnisse und können dazu beitragen, mit den Menschen zu arbeiten, die zu Ihnen und Ihrer Arbeit passen.
Im ganzen Kapitel ermuntert die Autorin Sie immer wieder, gerade auch in der Akquise Ihre Persönlichkeit deutlich zu machen und sich nicht hinter allgemeinen business-mäßig, aber unpersönlich wirkenden Formulierungen zu verstecken. Wie sollen Sie auch sonst die richtigen Kunden finden? Konkrete Beispiele verdeutlichen wieder, was gemeint ist und wie es geht.
Was Sie in diesem Kapitel sonst noch finden:
* Das Thema Kurzbiografie, die Sie für Ihre Flyer oder Ihre Webseite brauchen, bei Anschreiben an Auftraggeber oder zu Seminarausschreibungen ergänzen.
* Eine Kurzvariante als Zweizeiler, den Sie unter einen Artikel, eine Vortragsankündigung und andere Texte schreiben.
* Ein Satz über mich, der vor allem in Kontakten und Gesprächen zum Einsatz kommt.
* Ein Kurzprofil, in dem Sie Ihre Leistungen und Ihre Kontaktdaten vorstellen
* Die Visitenkarte, die Sie immer und überall dabei haben sollten- und die schon eine Menge über Sie zeigt und aussagt. Wie oft treffe ich auf Netzwerktreffen und Messen Kollegen, die gerade keine Visitenkarte dabei haben oder handschriftlich fast alle Daten korrigieren müssen. Das ist ein Unding, wenn Sie Ihre Aufträge selbst akquirieren müssen.
Da dieses Aushängeschild so wichtig ist, gibt es hier auch sehr detaillierte Tipps und Beispiele.
* Der Akquisebrief. Dieser Abschnitt war für mich persönlich der fruchtbarste, da ich die anderen Punkte schon mehr oder weniger gut bearbeitet habe. Aber Kaltakquise hatte ich vor Jahren beerdigt, da es mir absolut nicht liegt und keinen Spaß macht.
Gitte Härter hat es mit Ihren tollen Hinweisen geschafft, dass ich am Strand sitzend mit Freude einen konkreten Akquisebrief für meine Lieblingsbranche entwickle mit dem Gefühl: diesen Brief schicke ich gerne ab!
Für alle diese und weitere Themen gibt es wieder sehr gute konkrete Beispiele und Empfehlungen, die Gold wert sind. Wie Sie auf Anfragen individuell antworten und sogar Absagen so freundlich und kompetent formulieren können, dass Sie damit positiv auf sich aufmerksam machen und eventuell sogar dadurch einen Auftrag bekommen.
Das Thema Webseite kann natürlich ganze Bücher füllen (und die Autorin hat dazu auch schon welche geschrieben), daher gibt es hier nur einige Tipps, die wesentlich sind. Da ich selbst erfreulicherweise öfter gute Firmenanfragen über meine Webseite bekomme, kann ich nur bestärken, dass es sich lohnt, diese vernünftig zu gestalten. Es geht nicht nur darum, überhaupt eine zu haben, weil das heute ein Muss ist. Sondern hier haben Sie die beste Möglichkeit, sich wirklich zu zeigen, Ihre Besonderheiten und Ihre Unterschiede zu anderen.
Sie haben keinerlei Platzbeschränkung.
Ich persönlich möchte noch ergänzen, dass das zeigen natürlich auch wunderbar über Bilder geht. Ich habe viele Fotos aus Seminaren und von Seminarpostern und Flipcharts, von mir als Beduine und mit Requisiten. Da sehen die Menschen mit einem Blick, was Sie erwartet- und finden das entweder toll und spannend oder wenden sich mit Grausen ab.
Ebenfalls ist es eine tolle Möglichkeit, über Inhalte regelmäßige Leser auf Ihre Webseite zu holen und Ihre Kompetenz und Arbeitsweise zu zeigen. Auf der Webseite von Frau Härter finden Sie zahllose Artikel und Beiträge, die spannend und hilfreich sind, auf meiner Seite viele Methoden, Spiele und Kreativitätstechniken. Damit können sich Interessenten einen ganz konkreten Eindruck von Ihrer Arbeit verschaffen- und sehen, dass Sie großzügig Ihr Wissen weiter geben.
Ich verstehe Trainer nie, die Angst haben, dass jemand etwas klaut. Das ist doch das beste Kompliment. Und in der Durchführung lebt es von Ihrer Person- Sie werden die gleiche Methode anders einsetzen als ich.
Zuletzt noch die Seminarausschreibung.
Hier kann ich auch durchaus noch mal nachbessern, denn das gehört nicht zu meinen Stärken. Ich kann gute Bücher schreiben, aber kurze knappe Texte fallen mir manchmal schwer. Und wie soll es anders sein: auch hier ermutigt Frau Härter, Ihre persönliche Sprache zu finden und auch sprachlich das auszudrücken, was Sie inhaltlich vermitteln wollen. Eine trockene Seminarausschreibung zu einem Humorseminar ist wohl nicht sehr glaubwürdig.
Informationen über den Trainer, das Foto (!), Teilnehmerstimmen und Referenzen, Rahmeninfos, Preise und Anmeldeverfahren vervollständigen dieses Kapitel. Zur Seminarausschreibung gehört auch der Titel, ganz entscheidend dafür, ob jemand überhaupt hängen bleibt und ihre Ausschreibung liest.
Im nächsten Teil geht es dann um den persönlichen Kontakt, wenn Sie Ihr Angebot im Gespräch präsentieren. Es ist schon toll, überhaupt so weit zu kommen- dann sollte man sich hierauf auch gut vorbereiten und auch für knifflige Fragen gewappnet sein.
Kapitel 4: Im Training Persönlichkeit zeigen
Der Rahmen eines Seminars hat großen Einfluss auf den Ablauf und die Gesamtatmosphäre. Die Gestaltung des Raums und Ihr Auftritt als Trainer sind die ersten Eindrücke, die Teilnehmer bekommen. Frau Härter gibt hier nicht eine Empfehlung (so ist es gut), sondern es geht darum, dass Sie sich bewusst machen, welche Wirkung Sie erzeugen wollen (distanziert, seriös, locker, humorvoll, leger etc.) und diese dann bewusst durch Raumgestaltung, Kleidung, Seminarbeginn erzeugen.
Hierzu habe ich inhaltlich und methodisch selbst schon eine Menge geschrieben, da es für mich als suggestopädische Trainerin ein Muss ist, den Raum einladend und freundlich zu gestalten und mit spielerischen Methoden die Gruppe zusammen zu bringen und öde Vorstellungsrunden, die jedem Stress machen, durch sinnvolle Alternativen ersetze.
Frau Härter schreibt zwar leider auch an einer Stelle, dass Spiele mehr Zeit nehmen, was nicht stimmt (Vorstellungsrunden kosten sehr viel mehr Zeit), führt aber selbst viele schöne Alternativen auf, wie sich Teilnehmer kennen lernen und gleichzeitig auch eine Beziehung zum Seminarthema herzustellen ist.
Den Alternativen zu öden Vorstellungsrunden, die stressig für jeden sind und viel Zeit nehmen und Tipps zur Gruppenzusammenführung folgen Hinweise, wie Sie klare Führung übernehmen, was ja Ihr Job als Trainer ist.
Immer wieder ermutigt die Autorin, sich auch als Mensch zu zeigen, bei denen Spielen und Übungen mitzumachen (das ist für mich selbstverständlich, aber längst nicht für alle Trainer), Anekdoten aus dem eigenen Leben zu erzählen und viel zu lachen, auch über sich selbst. Ich kann nur bestätigen, dass das immer eine positive Wirkung hat. Es nimmt den Druck von den Teilnehmern, alles sofort perfekt können und machen zu müssen, wenn Sie Ihre eigenen Missgeschicke zum Besten geben.
Weiterhin werden in diesem Kapitel das heikle Thema „Feedback geben und Kritik üben“ sowie „Störungen und Konflikte“ angesprochen, wo sicher jeder Trainer für Tipps und Ermutigung dankbar ist.
Schließlich gibt es noch ein eigenes Kapitel zum Trainingsende und der Zeit danach.
Schon aus der Lernpsychologie weiß man, dass das, was am Ende passiert, am besten im Gedächtnis bleibt. Der Transfer das Wichtigste in einem Seminar, denn wenn die Teilnehmer nichts von dem Gelernten umsetzen, war das Seminar für die Katz. Dann gibt es sicher auch keine Folgeaufträge.
Welchen Stellenwert und welche Form die Auswertung am Ende eines Seminars einnimmt, ist eine weitere Entscheidung. Endlose Auswertungsrunden sind mir genauso ein Gräuel wie endlose Vorstellungsrunden. Daher nutze ich hier Methoden und Übungen, die eine Struktur vorgeben und mir als Trainer auch die Informationen liefern, die ich brauche oder haben möchte.
Als Beispiel gibt es hier auch wieder schöne Muster für Fragebögen, in denen Sie auch noch interessante Aspekte für anschließende Referenzen oder Nachfassangebote finden. Aber an erster Stelle sollte natürlich Ihr Interesse stehen, dazu zu lernen und Ihre Trainings weiter zu optimieren.
Fazit
Der Punkt „Persönlichkeit als Trainer“ zu zeigen zieht sich konsequent durch das ganze Buch und durch alle Themen. So können auch schon länger praktizierende Trainer sicher einige Anregungen bekommen und bestehende Trainings oder Marketingmaßnahmen neu überdenken und überarbeiten.
Für neue Trainer ist es eine wahre Fundgrube und hilft ihnen sicher, viele Umwege und Fehler zu vermeiden.
Ein gewichtiges und gehaltvolles Buch für Trainer und solche, die es werden wollen mit vielen, vielen Anregungen, Tipps, Hinweisen und konkreten Methoden.
Bei meinen Seminaren für Trainer und der Trainer- Ausbildung werde ich dieses Buch auf jeden Fall auf den Büchertisch legen.
Sie können das Buch gleich hier bei amazon bestellen.
Ich lade Sie herzlich zu einer Diskussion über das Buch und meine Ergänzungen und Anmerkungen auf meinem Blog ein.
Spannende Coaching- Geschichten
Sabine Asgodom u.a.: "Die Frau, die ihr Gehalt mal eben verdoppelt hat"- 25 verblüffende Coaching- Geschichten
Auch wenn ich das Buch noch nicht ganz komplett durchgelesen habe, möchte ich es Ihnen empfehlen. Es ist nicht nur unterhaltsam geschrieben, so dass ich es gerne hier am türkischen Strand lese. Es bietet auch eine Menge an Anregungen, die für Sie vielleicht auch nützlich sind.
1 Da Methoden ja der Hauptschwerpunkt meiner Arbeit sind, fallen mir diese natürlich als erstes ins Auge. Ich finde zum einen für mich neue interessante Methoden, die ich sowohl für mich alleine als auch in Seminaren oder Coachings anwenden kann.
So beispielsweise das "Alternativrad" für berufliche Entscheidungen, der "Prozentkuchen", eine Knopfkiste und das "Tetralemma".
Zum anderen begegne ich auch alten Elementen aus meiner Gestalttherapie- und Psychodrama- Ausbildung, dem NLP und Kreativ- Techniken, wie der Walt Disney Strategie und Varianten von Mind Map. Dabei finde ich es interessant zu sehen, wie diese Methoden zum Teil in völlig anderen Zusammenhängen und zu ganz anderen Themen eingesetzt werden.
Somit habe ich selbst bei bekannten Methoden einen Lernzugewinn.
2 Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Rolle des Coach. Da hier unterschiedliche Frauen ihre Arbeit sehr genau darstellen, werden auch hier viele Elemente deutlich. Ein Coach berät nicht, nimmt den Klienten nicht die Entscheidungen ab, sondern hilft ihm, solche zu treffen. Er öffnet den Blick für weitere Optionen.
Und muss auch manchmal hilflos oder wütend zusehen, wie eine Klientin nicht aus ihrer Opferrolle heraus will oder kann.
Das fand ich auch sehr spannend, dass hier nicht nur Erfolgsstorys erzählt werden.
3 Die Leser bekommen einen sehr akribischen Einblick in den Prozess und Verlauf von Coachingstunden oder -Reihen.
Immer wieder fällt mir dabei auf, wie die Coaches ihre Wahrnehmung auch sehr stark auf non-verbale Signale richten, auf Körperhaltung, Ausdruck, Ausstrahlung und Stimmung. Und auch ihrer Intuition folgen, die manchmal sehr deutlich sagt:"Hier stimmt was nicht" und dieser Spur dann folgen.
Es ist ein spannender Prozess und daher konnte diese Lektüre durchaus neben meinem Urlaubskrimis bestehen.
Inspirierende Irritation mit Tiefgang: Ralf Besser- Gehirn und Neuro- Didaktik

Der Inhalt
Im 1. Set „Das Gehirn“ hat der Autor eine Menge aktueller Literatur über unser Gehirn, seine Denk- und Verarbeitungsmuster, die Funktion der Intuition, Besonderheiten der Wahrnehmung und des Erinnerns zusammen getragen und mit eigenen Gedanken ergänzt. (Die entsprechende Literaturliste liefert er auch mit).
Das ist natürlich eines der spannendsten Themen überhaupt und lässt sicher die meisten Suggestopäden Neuland betreten. Unser beliebtes und ausgelutschtes Hemisphären-Modell wird nicht einmal erwähnt. Es hat wie alle Modelle sicher brauchbare Dienste geleistet in der Annäherung an ein Verstehen, sowie es in der Geschichte immer wieder revolutionäre Gedankenmodelle gab, die die Menschen einen Schritt weiter brachten. Und die trotzdem eines Tages überholt sind oder dringender Ergänzungen bedürfen.
Hier sind nun viele neue differenzierte (und ebenso wenig end-gültige) Erkenntnisse und Denkmodelle zu finden. Da könnte man noch sagen: „Fleißarbeit“, die uns viel Arbeit abnimmt.
Doch Ralf Besser geht darüber hinaus. Er fragt sich nämlich: „Was haben diese Erkenntnisse denn für Auswirkungen auf unser Lehren und Lernen? Wie kann ich es in Trainings und Seminaren erfahrbar und nutzbar machen?
Dazu hat er das 2. Set „Neuro-Didaktik“, in dem er zu jedem Thema aus Set 1
eine oder mehrere Interventionen und Methoden entwickelt hat.
Konkrete Beispiele
Damit Sie als Leser eine Vorstellung von den Karten bekommen, hier drei konkrete Beispiele:
* In Set 1 gibt es eine Karte Nr.2, Konsistenzregulation (Überprüfung auf Stimmigkeit), auf der erläutert wird, dass Informationen oder Eindrücke immer und eher unbewusst auf persönliche Übereinstimmung hin überprüft werden. Hierzu gibt es in Set 2 vier Karten mit konkreten Interventionsangeboten: „Einwandbehandlung“, „Konsistenz-Check“, „Pendel-Check“ und „Die 100 % Frage“.
* Die Karte Nr. 6 Betrifft die Emotionen, auf der erläutert wird, dass Wissen immer mit erlebten Gefühlen zusammen abgespeichert werden.Hierzu gibt es in Set 2 wieder vier Karten mit konkreten Interventionsangeboten: „Brettspiel“, „Lernspiele“, „Wirbelgeschenk“ und „Umfeldgestaltung“.
Alles Punkte, die uns Suggestopäden wohl vertraut sind- und die hier noch einmal eine theoretische Begründung erfahren.Persönlich würde ich hier noch als Beispiel das mentale Training ergänzen (Positives Denken, NLP usw). das ja auch damit arbeitet, dass Gedanken und innere Bilder immer auch mit Gefühlen verbunden sind- die von unserem Gehirn so erlebt werden, als seien sie jetzt real.
* Die Karte Nr. 7, Vigilanz, behandelt die Wachheit über die Zeit und die selektive Aufmerksamkeit. Dazu gibt es in Set 2 eine Intervention: „Überraschungen“, die mir spontan besonders gefiel. Hierbei wird die Aufmerksamkeit der Teilnehmer durch ungewohnte Sprachmuster des Trainers während einer Präsentation aktiviert. Beispiele solcher Trainer- Fragen: „Wenn die Antwort zu dem Thema JA ist, wie muss dann eine Frage lauten?“ - „Wenn Ihr Lebenspartner die ganze Zeit zugehört hätte, welche Frage würde er jetzt stellen?“ Oder: „Ich überlege mir gerade...Pause....: Nein, ich sage es lieber nicht.“
Damit haben Sie ganz sicher die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmer!
Einen besonderen Schwerpunkt legt der Autor auch auf Interventionen zum Thema „Lernen mit dem Unbewussten“ und „Haltungen gegenüber dem Lernstoff“.
Meine persönliche Annäherung an die Kartensets: Von der Erst- Irritation zur Begeisterung
Als ich die zwei Karten- Sets neu in der Hand hielt, war ich erst einmal irritiert. Und wie ich Ralf Besser kenne, findet er das per se gut. Denn er möchte Menschen aufrütteln, zum Nachdenken bewegen, an Gewohnheiten kratzen – um wirkliche Veränderung zu ermöglichen. Er ist also gerne unbequem.
Die 1. Verwirrung rührte bei mir daher, dass ich mit „Kartenset“ automatisch „Kartenspiele“ assoziierte, zumal ich ja in meinen Seminaren gerne spielerisch arbeite. Doch weit gefehlt. (Wobei mich natürlich sofort der Ehrgeiz packt, ob ich es nicht doch schaffe, auch hieraus ein Spiel zu entwickeln :-)).
In dem Zusammenhang springt mich auch mein allseits präsentes Lerntypenmodell an. Hier prallen die Unterschiede krass und deutlich aufeinander. Obwohl ich auch in vielen Punkten visuell bin, taucht hier erst einmal mein Kinästheten- Teil lautstark auf. Und der stößt an vielen Ecken an. Hier sein Kommentar:
„Kein Spiel- okay! Warum denn dann in Kartenform?“ Für Kinästheten im Stress die Herausforderung schlechthin. Denn dann werfen sie leicht etwas runter, die Karten sind auch sehr flutschig – und das würde erst einmal Chaos verursachen. Zwar sind die Karten innerhalb eines Kapitels durchnumeriert.
Aber die Kapitelübersicht befindet sich eben auch auf einer Karte, die irgendwo verschwinden kann und sie haben keine eigene Nummerierung. Erst später entdecke ich unten auf der Rückseite der Karten die jeweilige Kapitelüberschrift. Tipp: Hier auch durchnumerieren!
Würde ich so schnell die richtige Logik erkennen, um die Karten wieder richtig zu ordnen?
Warum also Karten?
Gerade beim 1. Set, wo es nur um geballte Informationen geht, wäre eine Buchform genau so sinnvoll – und mir persönlich auch lieber und praktischer. Das kann ich leichter im Zug einstecken, lesen, rumblättern, markieren...
Da merke ich nämlich bei dem Karten- Set eine große Scheu. Ich habe Hemmungen, hier meine Textmarker zum Einsatz zu bringen. Sie sehen so edel aus.
Hier möchte ich erwähnen, dass Ralf Besser die Karten komplett selbst hergestellt hat. Auch sämtliche Zeichnungen auf der Vorderseite einer jeden Karte, die ein wenig an japanische oder chinesische Tuschezeichnungen erinnern und mit wenigen Strichen das Wesentliche darstellen- eine Kunst für sich!
Methodische Fundgrube
Ich als absoluter Methoden- Freak stürze mich natürlich freudig auf die Fundgrube von Methoden im zweiten Set. Nur – für mich als Kinästhetin sind manche zu allgemein. Kinästheten brauchen immer konkrete Beispiele, um abstrakte und theoretische Erläuterungen zu begreifen. So erzähle ich es immer in meiner „Lerntypen- Einheit“ im Seminar – und erlebe es hier wieder am eigenen Leibe.
Kommentar des Autors: „Dafür war auf den Karten kein Platz!“ Ich: „Warum dann nicht in Buchform?“ – R.B.: „Weil ich fast nur noch mit Karten arbeite und sie für mich sinnlicher sind.“ – Aha!)
Dennoch finde ich hier reichlich Ausbeute. Denn als leidenschaftliche Methoden- Erfinderin entdecke ich meist auch Ansätze in Methoden, die ich vielleicht nicht ganz verstehe. Dann ändere ich sie eben um. Da bin ich nach 29 Jahren Trainerpraxis ja ganz unerschrocken. Es sind ja alles Angebote. Und wie bei Kreativitätstechniken üblich, entstehen aus den Impulsen A und B neue Ideen C und D.
Bei intensiverer Auseinandersetzung mit dem Thema aus Set 1 und den Methoden aus Set 2 kapiere ich auch durchaus viele Interventionen. Es bleibt der gleiche Effekt: Sofort fallen mir noch andere Zusammenhänge ein, wo ich sie so oder verändert einsetzen könnte. Das allein macht ein Buch für mich immer schon lohnenswert: wenn es mich zu eigenen Ideen anregt.
Eigene Arbeit an und mit den Karten
Das führt zu einem weiteren Punkt, den der Autor im Gespräch auch erwähnte: Diese Kartensets sind sicher nicht so geeignet für Einsteiger, die noch wenig methodische Erfahrung haben. Zumindest haben sie noch mehr daran zu kauen. Aber schadet das?
Wir lernen ja oft in der Auseinandersetzung und Klärung am meisten. Das bleibt dann auch wirklich hängen, was ich mir so „mühselig“ erarbeitet und erschlossen habe. Tüftler und Forscher, visuelle Neugierige werden sicher großen Gewinn aus diesen Karten ziehen.
Und schon fällt mir auch eine Variante für auditive Trainer ein (Auditive Lerner müssen vor allem selber sprechen, um Dinge verstehen und lernen zu können!)
Sie können sich 1 Thema vornehmen und sich darüber austauschen. Was haben sie verstanden? Was ist die Kernaussage? Wo sind noch Fragen? Was bedeutet das für ihre Arbeit, ihr konkretes nächstes Seminar usw.
Anschließend können sie es dann den Kinästheten erklären oder mit ihnen konkrete Interventionen durchführen, die sich in der Zwischenzeit die Bilder angeschaut haben und die Karten abgetastet haben. (*Scherz*)
Noch ein kleiner Tipp für den Autor:
Bedauerlich finde ich, dass mir im 1. Set sofort Fachbegriffe ins Auge springen, die nicht erklärt sind. Anregung: Da auf den Karten kein Platz ist, diese mit kleinen Nummern versehen, die hinten in einem Glossar zu Gehirn- Fachvokabular erklärt werden.
So keimen unentwegt weitere Einsatz-Ideen für diese Sets in mir auf.Als visuelle Trainerin kann ich durch eine solche Intervention den Kinästheten die Inhalte von hinten herum nahe bringen. Denn Kinästheten wollen erst selbst tun, dann erst die Erklärung.
So wird das viereckige Karten- Set doch zu einer runden Sache, wenn ich mich von der Erst-Irritation nicht abschrecken lasse, sondern es als Herausforderung sehe. Kinästheten sind ja risikofreudig und lieben ja auch Neues und Aufregendes– und mein visueller Teil hatte den Ehrgeiz, das auch in der Tiefe zu erschließen.
Selten so viel gelernt...
Zusammenfassung
- Insgesamt sehr schöne und edel gestaltete Karten.
- Eine immense Fülle von tief-greifenden und tief-schürfenden Anregungen.
- Für jeden etwas: für Theorie- Interessierte reichlich Futter, für Praktiker viele methodische Anregungen, die man sofort durch eigene Ideen ergänzen, anreichern oder verwandeln kann.
- Man kann es als eigenes kontinuierliches Fortbildungsprogramm nutzen!
Zu bestellen bei www.besser-wie-gut.de
Hanspeter Reiter: Effektiv telefonieren-Eine multisensorische Schatzkiste voller Tipps
1. Dieses Buch ist nicht nur interessant für Menschen, die (viel) telefonieren wollen oder müssen. Sondern für alle, die mit Menschen kommunizieren und ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern wollen.
2. Es ist sehr konkret und verständlich geschrieben mit einer Fülle von Beispielen. Der Autor hält wirklich durchgehend das, was er anfangs verspricht. Er formuliert in einer bildhaften Sprache, die alle Sinne anspricht.
3. Das Buch ist regelrecht spannend!
Der 3. Punkt ist für mich besonders verblüffend, da mich das Thema „Kommunikation“ und speziell „Telefonieren“ eigentlich nicht übermäßig interessierte.
Die Telefon- Kalt- Akquise habe ich ja sogar vor einige Jahren in einem Ritual beerdigt. Da ich sie persönlich als grässlich und wenig erfolgreich erlebte und vor allem herausfand, dass es für mich unendlich viele andere Möglichkeiten für Marketing und Akquise gibt, die mir mehr Freude machen und somit auch mehr Erfolg zeigen.
Bin gleich hängen geblieben
Daher hatte ich dem Thema gegenüber eher eine latente Abwehr und dem Buch habe ich mich mit Skepsis genähert.
Ich wollte es erst nur einmal kurz durchblättern – und blieb gleich hängen! (Frühmorgens in einem Hotelbett bei einem Training). Und erlebte dabei gleich, wie einer der Tipps, die Reiter seinen Lesern gibt, bei mir fruchtete: „Vom Bekannten zum Neuen.“
- VAK und NLP sind mir ein Begriff, da „Lerntypen“ ein wichtiger Bestandteil meiner Trainer- Seminare sind. Ich bin verblüfft und hoch begeistert, sie auch hier anzutreffen.
- „Bildhaft und konkret“. Das freut mein Kinästheten- Herz. Denn Kinästheten verstehen Abstraktes sehr schlecht, sie brauchen immer konkrete Beispiele.
- „Analogie, Allegorie und Metapher“. Endlich finde ich einmal eine Erklärung, was was ist und wie sie sich unterscheiden. Da bin ich immer etwas rum geschwommen.
Und lerne so, dass es also eine Metapher ist, wenn ich meine Kreativitäts- Seminare mit einer Forschungskarawane durch die Wüste vergleiche.
Und so fallen mir beim Lesen des Buches gleich noch weitere Details ein, die ich bei der Geschichte ergänzen kann, wenn ich den Seminarplan (der auch als Karawane dargestellt ist) erläutere.
Inspirationen für die eigene Anwendung
Das macht für mich Bücher besonders lesenswert: Wenn ich nicht nur interessante Informationen lebendig dargeboten bekomme, sondern wenn sie mich sofort zu neuen Ideen und Gedanken für die eigenen Arbeit inspirieren. Ich sofort zum Stift greife und Mind Maps schreibe. Im Buch herum schreibe und markiere. Das geschieht hier von der 1. Seite an.
All das, was ich früher Lehrern und nun Trainern vermittelte, wie man anschaulich und bildhaft Informationen vermittelt, ist beim Telefonieren noch viel wichtiger, da man nur auf den auditiven Kanal beschränkt ist.
H. Reiter führt daher viele Tipps an, wie sich abstrakte Dinge, beispielsweise Zahlen, anschaulich darstellen lassen. Wie Sie ergänzend zum gesprochenen Wort auch das kinästhetische Be- Greifen Ihren Kunden möglich machen können, denen Sie ein bestimmtes Produkt nahe bringen möchten. Oder durch bildhafte Worte bei visuellen Kunden innere Bilder mit positiven Emotionen entstehen lassen.
Hier so kurz erläutert wirkt es vielleicht nicht neu- das wird in vielen Büchern erwähnt. Aber H. Reiter führt seitenweise sehr konkrete Beispiele aus den unterschiedlichsten Branchen an, die selbst mich als gewiefte VAK- Nutzerin erfreuen und verblüffen.
Viele unterschiedliche Kommunikations- Situationen
In dem Buch werden neben reinen Telefonaten noch etliche andere Kommunikations- Situationen abgehandelt. Messe- Kontakte und deren Vorbereitung ebenso wie Telefonkonferenzen und auch Telefoncoaching. Das ich im Übrigen auch immer lieber betreibe und in den letzten Jahren feststellen konnte, wie es auch hervorragend funktioniert mit der Ergänzung von Fax und E-Mail.
Selbst eine Handy- Knigge findet sich im Buch und Tipps zur Kommunikation vor und nach einem Seminar. Kurz: H. Reiter hat wirklich einen aktuellen und zeitgemäßen Ratgeber geschrieben, der alle möglichen Formen von Kontakten berücksichtigt.
Telefon- Akquise
Nur ein Kapitel des Buchs beschäftigt sich dann mit dem, was ich eigentlich „nur“ erwartet hatte. Mit Akquise per Telefon, ergänzt durch ein Kapitel zum Umgang mit Reklamationen.
Persönlich komme ich mit vorgefertigten Gesprächsleitfäden und Formularen nicht klar: ich kann nicht gleichzeitig lesen, denken und sprechen. Ich finde Multitasking auch nicht erstrebenswert, wo wir ohnehin einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt sind. Dazu hat sich mir mein Zen- Training vor über 20 Jahren zu sehr festsetzt, wo es als höchste Kunst gilt, eine Sache mit voller Hingabe und Konzentration zu machen.
Doch ich kann mir vorstellen, bewusst einzelne Aspekte vorher aufzuschreiben und sie in kleinen Häppchen „zu üben“, bis sie Bestandteil des eigenen Repertoires geworden sind.
Sich erst einmal auf einen Aspekt zu konzentrieren, der einem bisher besonders schwer gefallen ist oder wo man die größten Schwierigkeiten im Gespräch erwartet.
Allerdings sollte man auch aufpassen: bestimmte Formulierungen sind inzwischen schon in so vielen Trainings trainiert worden, dass es jeder sofort erkennt! So reagiere ich schon mit aufgestellten Nackenhaaren, wenn ich wieder einmal einen unliebsamen und störenden Anruf bekomme, der mit den Worten beginnt: „Schön, dass ich Sie erreiche....“ oder „Spreche ich mit Frau Z..y...m...i....a...t- und mühsam und falsch meinen Namen buchstabiert. Da weiß ich nämlich gleich: Schon wieder ein Anruf, wo mir jemand etwas andrehen will!
Von daher ist meine persönliche Empfehlung, möglichst schnell auf den Punkt zu kommen, damit der andere erst einmal weiß, wer man ist und warum man anruft. Auch dazu hat der Autor viele Anregungen und Beispiele.
Und ganz zum Schluss
Abgerundet wird es dann mit einem letzten Kapitel, in dem noch viele kleine konkrete Tipps und Techniken verraten werden, die der Autor als die „Kür“ bezeichnet.
Ein umfassendes Buch, das zu studieren sich lohnt, das man sicher immer wieder einmal vornehmen und sich mit einem Aspekt genauer beschäftigen sollte. Denn mit einem mal lesen ist es nicht getan- Kommunikation lernt man nur durch konkretes Tun, nicht durch lesen.
Cordula Nussbaum: Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?
Zeitmanagement für kreative Chaoten
Kreativität und Chaos – gehören die zusammen?
Vorweg gleich ein Widerspruch von meiner Seite: ich bin ein sehr kreativer Mensch und auch die im Vorwort angeführten Werte wie Freiheit und Neues ausprobieren sind mir wichtig. Es gibt auch durchaus chaotische Seiten in mir. Aber ich würde mich nicht als Chaoten bezeichnen.
Ich finde diese häufig beschriebene Verknüpfung (auch in anderen Büchern) von Kreativität und Chaos fatal, so als ob das eine zwangsläufig mit dem anderen verbunden wäre.
Als Autorin eines Buches über Kreativität und Trainerin des gleichen Themas habe ich mich viel mit kreativem Denken beschäftigt. Daher weiß ich, das Klischee vom kreativen Chaoten trifft oft nicht zu. Es gibt und gab in der Geschichte viele hochkreative Menschen, die äußerst diszipliniert und strukturiert waren, auch hinsichtlich ihres Zeitmanagements.
Die sich jeden Tag um die gleiche Zeit hinsetzen um zu schreiben oder ins Atelier gehen, um zu malen. Berufsmusiker und Schauspieler müssen sich auch an strikte Zeitpläne halten.
So möchte ich mich auch gegen den Umkehrschluss verwahren, dass Menschen, die mit herkömmlichen Zeitmanagement- Methoden arbeiten und klarkommen, langweilige linkshirnige Routinearbeiter sind.
Sicher gibt es solche Tendenzen.
Doch ähnlich wie bei den Lerntypen sind wir auch hier vielleicht alle Mischformen? Und müssen dementsprechend unsere passende Form des Zeitmanagements finden. Ob aus der klassischen Trickkiste oder der alternativen.
Positive Verstärkung
Gut gefällt mir, dass die Autorin gleich zu Beginn diejenigen positiv bestärkt, die bislang mit herkömmlichen Zeitplantechniken nicht klar kommen. Dass sie ihnen deutlich macht: „Ihr habt andere Stärken und Fähigkeiten, die ihr für euer Zeitmanagement einsetzen könnt.“
Auf neun Seiten beschreibt sie neun Gründe, warum kreative Chaoten stolz sein dürfen und welche besonderen Fähigkeiten sie haben.
Das macht Lust, das Buch weiter zu lesen.
Fakt ist auch: viele Menschen kennen die einschlägigen Methoden, wenden sie aber dennoch nicht an. Warum?
Weil sie nicht die Disziplin haben? Die Methoden nicht zu ihnen passen?
Das müsste man genauer erforschen, um entsprechende Lösungen anzubieten.
Polaritäten
Immer wieder stoße ich auf Stellen, wo mich die sehr zugespitzte Darstellung der Chaoten- und Ordner Typen etwas stört.
Es ist zwar witzig, locker und humorvoll geschrieben und ich kenne die Zuspitzung auch als Mittel, bestimmte Dinge dadurch deutlicher auszudrücken. Nur hilft es mir (an dieser Stelle) nicht weiter, da ich von beiden Typen einige Merkmale besitze.
Ein weiteres Beispiel von S. 66, wo „Lustbringer- Tätigkeiten“ angesprochen werden. Bei mir geht es weniger darum, was ich mache. Die meisten Arbeiten mache ich gerne – unter bestimmten Bedingungen – und sie sind für mich Stress unter anderen Bedingungen. Beispielweise unter Zeitdruck.
Selbst Verwaltungs- und Büroarbeiten können mir Spaß machen, wenn mir nicht wichtige andere Dinge im Nacken sitzen.
Im Prinzip ist vieles richtig, aber es ist so leicht und salopp daher gesagt und wirkt in der Form auf mich dadurch manchmal etwas oberflächlich. Sinngemäß: Wenn du mit deiner Arbeit nicht zufrieden bist, dann wechsle sie. Oder – wenn man seine Talente ausleben kann, dann gibt die Arbeit Energie und das Thema Zeitmanagement „wird fast schon überflüssig“. (S. 67)
Da muss ich – allerdings leider – widersprechen. Gerade wenn einen die Arbeit begeistert und erfüllt, ist die Gefahr groß, zu viel zu arbeiten. Was oft aber auch kein reines Zeitmanagement- oder Work-Life-Balance Thema ist. Es können ja ganz andere Gründe dahinter liegen: man verbringt viel Zeit mit seiner Arbeit, weil die Ehe nicht glücklich ist oder weil man alleine lebt, und eine Leere ausfüllen will. Oder weil man auf diesem Wege Anerkennung bekommt oder oder...
Was ist neu?
Da ich schon die einschlägigen Bücher zum Thema von Stephen Covey und Lothar J. Seiwert gelesen hatte (und auch er hat schon 2000 ein Büchlein mit anderen Autoren zusammen geschrieben: „Zeitmanagement für Chaoten“), erhoffte ich mir hier eine Ergänzung zu den herkömmlichen Methoden. Als solches war es ja auch angekündigt.
Ich habe nicht die Erwartung oder den Anspruch, dass in einem solchen Buch alles neu ist. Wir alle bauen auf dem Wissen anderer auf, haben viel gelesen und Seminare besucht.
Ein Exkurs
Womit ich aber Schwierigkeiten habe ist, wenn Autoren nicht sauber angeben, wessen Idee sie aufgreifen und weiter entwickeln oder durch einen neuen Fantasienamen so tun, als sei es ihr eigenes Kind.
So wie hier bei der PIDEWaWa- Methode (den Begriff finde ich auch nur albern – wobei ich Pide, das türkische Fladenbrot gerne esse :-). Sie unterscheidet sich kaum von den altbekannten Methoden wie dem NLP „Zielrahmen“ oder auch der SMART- Methode.
Ich verstehe das auch nicht, warum Autoren das immer wieder machen und meinen, das nötig zu haben. Das begegnet mir auch immer wieder auf meinem Gebiet. Da werden Lerntypen „neu“ erfunden, einer dazu gestrickt, die Suggestopädie drei mal umgerührt und in eine (für mich unlogische) neue Reihenfolge gebracht und die einzelnen Phasen anders benannt. Und schon hat man ein neues Modell wie M.A.S.T.E.R. oder AL.
Früher ist mir das auch schon in anderen Bereichen begegnet. Seit 30 Jahren mache ich Yoga, 1990 habe ich meine Prüfung als Yogalehrerin gemacht. Wie alles hängt die konkrete Praxis sehr vom Lehrer ab. Der eine macht es sanfter, meditativer, ein anderer energetischer und mit mehr Power. Doch alles ist Hatha- Yoga, das tausende von Jahren alt ist. Und plötzlich tauchen die merkwürdigsten Blüten auf: Luna- Yoga, Power-Yoga bis zu Quick- Yoga.
Vielleicht steckt dahinter der Drang, etwas vermeintlich Neues schaffen zu müssen. Fehlende Demut um zu sagen: dieses System ist so großartig, da muss ich nichts dran verschlimmbessern. Und durch meine Person bekommt es ohnehin seinen individuellen Stempel.
Zurück zum Buch und was mir gut gefällt
In meinen Augen hätte es nichts an Qualität gewonnen, wenn die Autorin ihre Quellen genannt hätte.
Auch wenn ich viele Methoden von Seiwert kenne (der nicht einmal in der Literaturliste auftaucht), so hat sie eine ganz eigene, frische und lebendige Art, diese zu vermitteln und in ihr Gedankenkonzept einzubauen. Damit wäre ich auch durchaus schon zufrieden.
Es gibt noch einmal neue Impulse, Dinge von einer anderen Seite aus zu sehen. So wie ja auch Bücher, die man nach zwei Jahren noch einmal liest, oft neue Erkenntnisse bringen.
Gut gefällt mir auch der Teil (der letzte Buchstabe der PIDEKaWa- Methode) „Begründen Sie, warum Sie Ihr Ziel erreichen wollen.“ In einer Fortbildung mit Monika Birkner habe ich eine ähnliche Übung kennen gelernt, mit dem Namen „Nordpol- Übung.“ Dort mussten wir für unser Projekt 50 Gründe notieren, davon 3 auswählen und sich täglich damit verbinden.
Das gibt eine enorme Kraft und Energie, sich dann auch regelmäßig für dieses Ziel einzusetzen. Und wie Frau Nussbaum schreibt: spätestens hier wir einem bewusst, ob es wirklich ein eigenes Ziel ist und eins, das uns wirklich am Herzen liegt.
Im „Werkzeugkoffer“ finden Sie viele bekannte Techniken und Ideen zum Zeitmanagement, allerdings mit Ergänzungen und Varianten.
Dazu gibt es aber weitere Inhalte, die man sonst nicht unbedingt in Büchern zum Thema findet, beispielsweise zum Thema „Perfektionismus“ und „sich belohnen.“
Wunderbar finde ich auch die Kapitel zum Thema aufräumen und ausmisten (Strategie 3) und Strategie 5: Nein sagen.
Denn das erlebe ich in meinen Zeitmanagement- Seminaren immer wieder, dass hier eine Ursache für scheinbare Zeitmanagement- Probleme liegt. Und die Autorin bietet wirklich sehr elegante Lösungen an (die ich gleich in einem Seminar weiter gegeben habe). Diese beiden Kapitel (und ein weiteres zum Thema „Delegieren“) sind sehr ausführlich, haben Tiefe und sind konkret.
Insgesamt gesehen
Es ist ein fröhliches, locker geschriebenes und inspirierendes Buch zu einem Thema, das oft eher trocken oder schwer daher kommt. Zeitmanagement- Seminare werde oft auch eher aus einer Notwendigkeit heraus gebucht denn aus freudigem Interesse.
Dieses Buch dagegen ist leicht lesbar – was ich grundsätzlich befürworte. Doch selbst mir kam es manchmal etwas zu easy daher, etwas „amerikanisch“. So im Sinne von: Du schaffst es! Krempel dein Leben um!
Wobei mir das dennoch lieber ist als mit zusammen gebissenen Zähnen die Botschaft zu erhalten: Das kostet nun mal Disziplin! Reiß’ dich zusammen!
Mir gefällt auch die Aufmachung gut, es hat ein aufgelockertes Layout und fröhliche gelbe Farbkleckse.
Es ist ein Arbeitsbuch – und so sieht meins jetzt auch aus: viele Markierungen und Klebezettel, Bemerkungen dazu geschrieben – und gleich die ersten Anregungen umgesetzt.
Wenn das ein Buch schafft, ist es für mich ein lohnendes Buch, auch wenn ich an diversen Stellen gemeckert habe.
Und irgendwie hat mir der rote Faden gefehlt. Aber da es ein Buch für Chaoten ist, kann ich den vielleicht nicht erwarten.
Fazit: für mich persönlich konnte ich einiges entnehmen und brauchen, für meine Zeitmanagement- Seminare eher weniger. Mit Ausnahme der Kapitel Nein sagen und delegieren.
Für Menschen, die noch keine anderen Bücher zum Thema gelesen haben und nicht selbst Seminare zum Thema geben wie ich, sieht es wahrscheinlich ganz anders aus.
Als Erst-Lektüre finden sie eine Fülle an traditionellen und alternativen Methoden zum Thema Zeitmanagement und verwandten Randthemen, die sehr inspirieren. Vorausgesetzt die Leser sind eher "Chaoten" und stören sich nicht an dem zumindest für mich undurchschaubaren Aufbau.
Bernd Röthlingshöfer: Mundpropaganda- Marketing
Auslöser für viele konkrete Ideen
Klasse fand ich den Einstieg mit einigen konkreten Beispielen, die zeigen, welche ungeheure Kraft erfolgreiche Mundpropaganda entfalten kann. Das spornt gleich an und macht Laune.
Bernd Röthlingshöfer führt sehr gründlich in die Begrifflichkeit und Geschichte des Mundpropaganda- Marketings ein, erläutert die historische Entwicklung und die Veränderung. Für ungeduldige Menschen wie ich, die sofort loslegen wollen, erst einmal eine kleine Prüfung.
Es erinnerte mich erst etwas an Uni- Arbeiten, in denen man auch erst umständlich ableiten und zitieren muss. Aber so „schlimm“ ist es hier natürlich nicht :-).
Außerdem: Menschen sind sehr unterschiedlich. Als Trainerin habe ich mich sehr viel mit den verschiedenen Lerntypen beschäftigt und Röthlingshöfer spricht beide an, die an sich sehr gegensätzlich sind:
Die „Visuellen“, die wissenschaftliche und gründliche Untersuchungen brauchen, damit sie sich darauf einlassen können. Sie interessiert das „warum“ funktioniert das? Sie werden also im 1. Kapitel an die Hand genommen.
Die ungeduldigen Kinästheten interessiert nicht das „warum“, sondern das „Wie“. Wie geht das, was kann ich ganz konkret und möglichst sofort tun? Und sie wollen auch noch Spaß dabei haben, sie müssen auch emotional angesprochen werden.
Das beherrscht der Autor ebenso, durch seine gut verständliche lockere Sprache – und eben den vielen konkreten Beispielen, die den Kinästheten das Verständnis erleichtern. Da viele der genannten Beispiele auch sehr außergewöhnlich und extrem sind, kommt auch der Spaßfaktor nicht zu kurz.
Im Buch sind viele Beispiele von Produkten, die man anfassen kann und verkaufen kann. Daher stellte sich mir die Frage: kann ich das auf meine Dienstleistung „Training und Coaching“ übertragen?
Offensichtlich ja. Es löste jedenfalls eine Flut an kreativen Ideen aus, die ich für meinen Bereich anwenden kann. Das liegt vielleicht daran, dass ich geübt bin, aus jedem kleinen Anstoß eine kreative Umwandlung und Ideenschmiede zu machen. Aber es liegt auch an der Schreibe von Bernd Röthlingshöfer, den vielen konkreten Beispielen, die für mich sehr inspirierend waren. Verbunden mit Erklärungen und Erläuterungen, warum diese Beispiele gut funktioniert haben und was dazu beigetragen hat.
Denn das „warum“ und „wie“ kann man auf andere Produkte übertragen.
Meine Empfehlung: legen Sie sich wie ich ein Heft und Stifte daneben und notieren Sie sofort jeden Impuls, jede Idee, die Ihnen bei der Lektüre durch den Kopf schießt. Sie werden verblüfft sein, wie viele Ideen Sie am Ende haben. Nun brauchen Sie diese nur noch umzusetzen.
Und wenn auch nur eine dieser Ideen zum Erfolg führt, hat sich die Lektüre des Buches für Sie schon vielfältig gelohnt.
Ich habe jedenfalls 5 Mind Maps voller konkreter Ideen und Projekte, die ich umsetzen möchte.
Gleichzeitig habe ich noch einen weiteren Effekt bemerkt. Ich bin sensibler für Möglichkeiten von Mundpropaganda geworden. So konnte ich einem Kollegen heute per E-Mail spontan eine gute Idee schenken, wie er die Mundpropaganda für seine Kurse fördern kann – vor der Lektüre des Buches wäre mir diese Idee gar nicht gekommen.
Sie können das Buch hier bestellen.
Horst Müller: Selbstmanagement
Klein- aber OHO!
Mit einer gewissen Skepsis machte ich mich an die Lektüre: sollte ich in so einem winzigen Büchlein wirklich etwas Gehaltvolles und sogar Neues finden?
Ein vielfaches Ja! Sehr angenehm überrascht und mit großem Interesse und Gewinn habe ich dieses Büchlein zum großen Teil durchgearbeitet – nicht nur gelesen.
Angenehm war mir sofort der Stil des Autors. Der Leser wird direkt angesprochen, die Sprache ist konkret und verständlich. Es ist ein wenig so, als ob Ihr persönlicher Coach Sie durch den Prozess begleitet mit vielen Anregungen und Übungen.
Wovon ich vor allem überrascht war: Horst Müller beginnt nicht einfach mit ein paar Tipps und Vorschlägen, wie man sich besser organisieren kann. Sondern er geht gleich in die Tiefe und bringt quasi nebenbei den Lesern die für mich genialste Methode des Mind Mappings bei.
So geht es anfangs erst einmal darum, was Erfolg für den Leser bedeutet (Übung 3). Dazu findet man eine hochinteressante Formel. Wenn Sie diese Formel auf sich übertragen, finden Sie schon eine sehr gute Übersicht über die eigene Situation und wie ich eventuell schon erste Erkenntnisse und AHA- Erlebnisse. Als ich auch hierzu ein Mind Map gestaltete, hatte ich plötzlich die wesentlichen Punkte im Blick: Was sind meine Ziele, was muss ich an evtl. Hindernissen anpacken usw.
Die zweite „Erleuchtung“ bekam ich schon auf S. 19 bei der Übung: „Sich beim Denken zuschauen“. Solch eine Übung erwartet man wohl auch erst einmal nicht in einem Buch zum Thema „Selbstmanagement“.
Gleichzeitig war es für mich ein Beispiel, wie oft nur ein Satz etwas Wichtiges auslösen kann. Ich hatte die ganze Übung noch gar nicht gelesen, nur ein Stichwort – und schon wurde mir etwas Wesentliches klar.
In diesem konkreten Fall wurde mir klar, dass ich bei großem Stress diesen vor allem im auditiven Kanal verstärke, indem ich fortwährend innere Dialoge, Streitgespräche und Rechtfertigungen ablaufen lasse. Was die negativen Stressgefühle natürlich beständig verstärkt.
Aus meinen diversen NLP- Fortbildungen fiel mir dann sofort ein: dann ist es vielleicht hilfreich in einen anderen Kanal zu wechseln? Oder eben bewusst andere Dialoge, eine andere Stimme etc. zu konstruieren. Beides habe ich dann ausprobiert – mit Erfolg!
Selbstmanagement umfasst für Müller die vier Bereiche: „Tun, Körper, Sein und Sinn“ wie Sie auch bei Modellen von Work- Life Balance oft aufgeführt sind. Auf diese geht er im zweiten Teil des Buches ein.
1. Tun
Hier dürfen Sie erst einmal träumen und wünschen – was ich sonst nur aus meinen Kreativitäts-Seminaren kenne. Bei Zeit- und Selbstmanagement ist das meist außen vor.
Vom Wünschen geht es weiter zu den Zielen. Diese Übung „ Aus Wünschen Ziele machen“ habe ich gleich in meine Seminararbeit übernommen, da ich hier noch weitere Aspekte fand, die sich im NLP- Zielrahmen nicht finden.
Zur Arbeit mit Zielen stellt Müller einige Übungen vor, die man nach Neigung auswählen kann und ergänzt diese teilweise auch durch kritische Gedanken. So beispielsweise bei der in der Literatur oft zitierten SMART- Methode das Fehlen der kreativen und emotionalen Anteile. Diese bilden aber oft den Motor und die Motivation für das Handeln und Durchhalten bei der Verfolgung von Zielen.
Ebenso ausführlich werden die Bereiche Körper, Sein und Sinn vertieft durch Bestandsaufnahme und Übungen.
Das Buch ist in vielfacher Hinsicht empfehlenswert:
*Sie bekommen Anregungen und Impulse, die über oberflächliches Managen und Organisieren weit hinausgehen.
*Sie können ihre Arbeit und ihr Leben in der Tiefe untersuchen und dort ansetzen. Womit der Erfolg weitaus wahrscheinlicher ist, als wenn Sie an der Oberfläche einige Schönheitsoperationen machen.
*Die Übungen sind kurz und präzise. Sie können auch mit einem geringen Zeitbudget sich beispielsweise jede Woche eine Übung vornehmen – und diese dann einige Tage ausprobieren und wirken lassen. Ich bin sicher, dass sich das sehr deutlich auf Ihre Arbeit und Ihren Erfolg auswirken wird. Vor allem auch auf Ihre Zufriedenheit und Energie.
Es sind unglaublich viele Übungen und Methoden, die einen vielleicht auch etwas überfordern können. Daher mein Vorschlag: lesen Sie die verschiedenen Übungen zu einem bestimmten Thema, beispielsweise Ziele, erst einmal durch und wählen Sie dann die aus, die Ihnen auf Anhieb zusagen. Ich selber neige nämlich dazu, brav eine Übung nach der anderen zu machen – und gebe dann vielleicht irgendwann auf, weil es einfach zu viel ist, was ich daraufhin an Ideen und Vorhaben notiere.
Und Beschränkung gehört sicher auch zum Selbstmanagement :-).
Horst Müller. Selbstmanagement, Haufe TaschenGuide, 9,90€
Beiliegend ist noch eine (ebenfalls kleine) CD, auf der Sie die verschiedenen Arbeitsblätter und Übungen als Mind Map sowie den Einstiegstest finden.
Sie können das Buch hier bestellen.
Annja Weinberger: Flyer- Optimal texten, gestalten, produzieren
Flyer machen Sinn
Als ich mit der Lektüre des Buches begann, hatte ich für mich die Ära Flyer eigentlich abgeschlossen. Ich wollte es nur mal durchlesen, anschauen, vielleicht ein paar Tipps für das Texten finden.
Unverhofft fing ich dann während der Lektüre mit der ganz konkreten Planung für einen Flyer an.
Frau Weinberger führt den Leser Schritt für Schritt durch den Prozess einer Planung und Gestaltung. So detailliert hatte ich das noch nie bedacht oder getan. Dabei gibt es immer sehr anschauliche Beispiele, Fragen zur Klärung und Aufgaben.
Da ich zu den schnellen und ungeduldigen Menschen gehöre, hatte ich oft schon Schritte vorweggenommen. Auch das hatte aber einen verblüffenden Lerneffekt. Denn so konnte ich im Nachhinein noch besser verstehen, warum beispielsweise das Schreiben des Textes noch keinen Sinn macht, wenn ich bestimmte Dinge vorher nicht geklärt (und gelernt) habe. Ich musste nämlich dann alles komplett wieder umschreiben- wobei mir aber eine Menge klar geworden ist.
Tiefe und Weite
Was ich an diesem Buch sehr schätze, ist die große Tiefe und Weite. Das mag sich widersprüchlich anhören, ist es aber nicht.
Weite: Mir wurde klar, für wie viele unterschiedliche Ziele man einen Flyer einsetzen kann, welche verschiedenen Funktionen sie haben können. Das war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Auf drei Seiten finden sich Beispiele für die möglichen Anlässe, einen Flyer zu produzieren.
Tiefe: Frau Weinberger beschränkt sich nicht auf allgemein bekannte Floskeln wie „Sie müssen die Bedürfnisse der Zielgruppe berücksichtigen“, sondern sie führt immer konkrete Beispiele an (im Text und mit Abbildungen von Flyern). Vor allem aber gibt sie sehr detaillierte Tipps, Hilfen, Aufgaben, wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe herausfinden können.
Dabei zeigt sich noch einmal das, was ich mit „Weite“ meinte. Frau Weinberger kaut nicht unreflektiert die immer wieder zitierte Maslowsche Bedürfnis-Pyramide wieder, sondern sie stellt auch andere aktuelle Ansätze aus der Literatur vor. Und sie verrät ihr eigenes Konzept, das ich mit leichten Abwandlungen sofort übernehmen konnte.
Ein konkretes Arbeitsbuch – und ein konkretes Projekt als Beispiel
Am meisten lerne ich, wenn ich solche Bücher gleich konkret durcharbeite und sie nicht nur lese. Schnell hatte ich mich auch für ein Projekt entschieden, für das ich (zumindest theoretisch) mal einen Flyer entwickeln wollte.
Im Oktober 2008 möchte ich das Seminar „Kreative Geister wecken – Kreative Ideenfindung und Problemlösungstechniken“ für eine Woche in der Türkei an einem wunderschönen ruhigen Strand anbieten.
Mit der Zielgruppe, vor allem der „Kernzielgruppe“ tu ich mich etwas schwer. Bislang hatte ich meine offenen Seminare für Trainer angeboten. Bei dem Thema „Kreative Seminarmethoden“ macht das Sinn, aber Kreativitätstechniken können auch andere Menschen brauchen.
Dennoch weiß ich ja aus der Marketing- Literatur und Fortbildung, dass eine klare Zielgruppendefinition notwendig ist, damit sich potenzielle Kunden überhaupt angesprochen fühlen.
Bei den Bedürfnissen fällt es mir leichter herauszufinden, was da wohl im Vordergrund steht: ganz sicher der Spaß, einmal aussteigen aus dem Alltag, sich etwas gönnen – und gleichzeitig etwas für die berufliche Weiterentwicklung und den Erfolg zu tun (sonst könnte man ja einfach Urlaub machen).
Also Trainer und Freiberufler, die normalerweise sehr viel arbeiten, unter Stress leidern, für die sich eine kreative Auszeit aber auch sehr positiv auf Ihr Geschäft auswirken würde. Die auch genug Geld verdienen, um sich diese Extrakosten leisten zu können. Keine VHS_ Dozenten, sondern gefragte Trainer, die in Unternehmen arbeiten. Die entweder keine oder schon ältere Kinder haben, die vielleicht eine zweite Woche Urlaub mit einem Ehepartner anhängen wollen.
Das sind so meine 1. Phantasien – angeregt durch die Erläuterungen im Buch. So konkret habe ich mir noch nie Gedanken über meine Zielgruppe gemacht!
Die nächste Überlegung: wo kann ich solche Trainer treffen? Auf Messen, Kongressen, Trainertreffen. Und schon habe ich auch ein Zeitlimit: bis zu dem nächsten Treffen dieser Art möchte ich einen entsprechenden Flyer fertig haben.
Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Kapitel II, das sich mit dem Konzept eines Flyers beschäftigt. In weiteren Kapiteln lesen Sie, wie Sie eine klare Struktur entwickeln, wie Sie verständlich und überzeugend schreiben, was bei dem Design und den Grafikelementen zu beachten ist und bekommen noch konkrete Tipps für die Produktion.
Es sind somit alle Aspekte von der Planung bis zum Druck ausführlich und konkret behandelt.
Das Buch liest sich sehr angenehm und verständlich, es war für mich eine rundum befriedigende Lektüre, die mir zwei lange Zugfahrten versüßt hat und eine Menge Mind Maps und Texte hervorgebracht hat, mit denen ich nun meinen Flyer angehe: „Kreative Aus-Zeit für Ihren weiteren Erfolg!“ Seminar in der Türkei „Kreative Geister wecken“.
Annja Weinberger, Flyer- Optimal texten, gestalten, produzieren, Stiebner Verlag 2007
Sie können das Buch hier bestellen.
Stacey Hall, Jan Stringer - Das Leuchtturm- Prinzip
Die Lektüre des Buches habe ich in einem Türkei-Urlaub am Strand begonnen und sofort gingen bei mir alle Lampen an. "Auja, dieser Ansatz gefällt mir!"
Es geht darum, wie Sie die "perfekten Kunden" anziehen.
Finden Sie die Formulierung vielleicht etwas übertrieben? Manch einer ist ja manchmal froh, überhaupt Kunden anzuziehen - oder?
Aber: mit den perfekten Kunden macht die Arbeit viel mehr Spaß und sie ist lohnender- für beide Seiten.
Damit gemeint sind Kunden, die wirklich zu mir passen: die genau das brauchen und wollen, was ich biete, mit denen ich einen guten Draht habe, die all die Kriterien erfüllen, die sie für mich zum perfekten Kunden macht.
Diese Kriterien sehen natürlich für jeden Menschen anders aus.
Daher ist das auch kein einfaches "Lesebuch", sondern Sie müssen die Übungen konkret machen, damit es wirken kann.
Der springende Punkt ist, es geht nicht um Magie, sondern darum: um so klarer Sie selbst durch die einzelnen Übungen und Ihre Notizen darüber werden, was Sie wollen, um so deutlicher strahlen Sie es aus.
Und das ist dann doch wieder Magie - denn zwei Tage später hatte ich ein Telefonat mit meinem "Lieblingsunternehmen", TrainerInnen rufen an und wollen Coaching zu Seminarvorbereitungen usw.
Ein weiterer Effekt: gleich zu Beginn der Lektüre hat mich das Buch in einen sehr guten Zustand gebracht, optimistisch und voller Tatendrang. Das alleine mag ich schon an Büchern, wenn sie mich inspirieren und anspornen. Das kennen wir ja auch aus dem NLP, dass das schon die halbe Miete ist.
Wenn ich deprimiert hier sitze, finde ich sicher keine lebensfrohen und tatkräftigen Kunden, die unbedingt mit mir ein Seminar machen wollen.
Es reicht nicht, das Buch einmal zu lesen. Sie müssen und können langfristig mit den Vorschlägen arbeiten, die in dem Buch gemacht werden. Immer wieder sich darauf einstimmen und einstellen, wie Ihre idealen Kunden oder Wunschkunden denn aussehen, wie sie sich verhalten, was sie von Ihnen wünschen.
Es kann sogar wie bei mir dazu führen, dass Sie sich von „nicht- idealen“ Kunden trennen. Oder dass sich noch-nicht-ideale Kunden plötzlich in ideale verwandeln.
Das revolutionärste war für mich, überhaupt einmal in dieser Art zu denken. Es mir zu erlauben, ideale oder perfekte Kunden haben zu wollen. Doch nur so funktioniert es – und das immer besser.
Gönnen Sie sich die Freude, mit den Menschen zusammen zu arbeiten, mit denen Sie perfekt zusammen passen, die Ihre Dienste wertschätzen und mit denen Sie weiter kommen.
Stacey Hall, Jan Stringer: "Das Leuchtturm- Prinzip"- Wie Sie die richtigen Kunden gewinnen, GABAL- Verlag 2006
Sie können das Buch hier bestellen.
Monika Birkner: Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer
Mit neuem Denken und Handeln zu mehr persönlichem und geschäftlichem Erfolg, Walhalla Verlag 2006
Ermutigend und klärend
Schon das Vorwort fand ich sehr ermutigend und inspirierend und ich freute mich auf die weitere Lektüre des Buches. Wobei „Lektüre“ nicht die richtige Formulierung ist: ich habe es von vorne bis hinten durchgearbeitet. Denn Monika Birkner bietet zu allen aufgeführten Themen Übungen an, in denen man die sehr konkreten Anregungen auf die eigene Arbeit übertragen kann.
Im Buch wird konsequent eine ganzheitliche Sicht eingehalten: es geht nicht nur um finanziellen Erfolg, sondern auch um persönliche Entwicklung und Zufriedenheit. Monika Birkner stellt sehr schöne Modelle vor, anhand derer man seine bisherige oder geplante Strategie überprüfen und entwickeln kann.
Dazu gibt es auch immer ein passendes Akronym: Der C.R.E.A.T.E- Prozess, um Ideen zur Realität werden zu lassen oder das W.E.R.T. – Konzept. W= Wirkung, E= Erlebnis, R= Relationship/ Beziehung und T= Transformation.
Es geht nicht nur um Ihr Produkt, das Sie verkaufen wollen (Wirkung), sondern auch um die Erlebnisse, die Ihr Kunde beispielsweise durch Ihre Dienstleistung hat, um die Beziehung, die Sie zu ihm aufbauen und die Möglichkeit, weiter reichende Veränderungen zu bewirken.
All diese Modelle werden nicht rein theoretisch vorgestellt, sondern es werden zahlreiche konkrete Beispiele erfolgreicher Unternehmer/innen zu jedem Punkt dargestellt. Das im Zusammenhang mit den eigenen Übungen macht es zu einem sehr lebendigen Praxisbuch.
Zusätzlich angereichert wird es durch viele Tipps zu Links und Literatur sowie weitere Infos und Formulare auf einer eigenen Webseite zum Buch.
Während der Lektüre habe ich nicht nur mit Textmarkern und Klebezetteln im Buch gearbeitet, sondern nebenher Mind Maps und Seiten voll geschrieben mit unzähligen konkreten Ideen, die mir bei der Lektüre zuflogen. Daher war es für mich ein lustvoller kreativer Prozess, dieses Buch am Strand durchzuarbeiten.
Das ganze Buch ist sehr klar strukturiert, was das portionsweise Durcharbeiten erleichtert. Am Ende hat jeder einige grundlegende Dinge für sich geklärt, auf denen er aufbauen kann.
Ein Buch, das in die Tiefe geht und nicht bei allgemeinen Marketingtipps stehen bleibt. Es ist sehr individuell, jeder wird einen anderen Nutzen daraus ziehen können.
Und zuletzt: es liegt auch gut in der Hand, hat einen angenehm flexiblen gummierten Einband – für die Kinästheten unter uns eine Zusatzfreude.
Sie können das Buch hier bestellen.
Dorothea Driever- Fehl: Motivation- der Schlüssel zum Erfolg
Band 1. Übungen zur Motivationsanalyse und Motivationsbearbeitung
Band 2. Übungen und Methoden zur Stärkung der Motivation
Eine herrliche Fundgrube für Lehrer und Ausbilder
Die beiden Bände „Motivation - der Schlüssel zum Erfolg" sind für die praktische Arbeit von Lehrern und Ausbildern geschrieben, die mit Auszubildenden arbeiten oder in Maßnahmen der Berufsvorbereitung.
Es gibt eine Fülle von Literatur zum Thema „Motivation", doch sie beschränkt sich hauptsächlich auf die Theorie und Analyse. Diese beiden Bände hingegen sind eine Fundgrube an Übungen und Methoden, die in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden können.
In Band 1 werden die Schwerpunkte „Motivationsanalyse und -bearbeitung" behandelt.
Die theoretischen Grundlagen sind ausreichend als Hintergrund für die konkreten Übungen und Spiele, die hierzu vorgestellt werden. Viele kreative Ideen finden sich hier, wie Jugendliche herausfinden können, wodurch sie motiviert werden.
Ein wichtiger Punkt ist hierbei, die eigenen Stärken zu entdecken, Erfolge bewusst zu machen und zu „feiern". Diese abstrakten Themen werden den Jugendlichen durch Visualisierungen nahe gebracht (Motivationsthermometer, Zaubertrank), durch Spiele bearbeitet (Das Spiel zum Erfolg, Motivationsbingo), und durch Bewegung im Raum (Standpunkte/Motivationssteine im Fluss), so dass auch alle Lerntypen angesprochen werden.
Im Band 2 finden sich Übungen und Spiele zur Stärkung der Motivation mit den Schwerpunkten „Ziele lebendig werden lassen ", und „Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen aufbauen". Dazu gibt es immer wieder wertvolle Hinweise und Tipps, Hintergrundinformationen und Beispiele. Die Sprache der Autorin ist sehr lebendig und gut lesbar, viele Beispiele und Erlebnisse ergänzen und bereichern die Übungen. Daher macht es schon Spaß, diese Bände zu lesen und jeder wird zu eigenen Ideen angeregt.
Auch wenn die Bände für die Arbeit mit Jugendlichen gedacht sind, kann ich eine Menge Anregungen für meine Seminare mit Erwachsenen zu den Themen Motivation und Ziele entnehmen. Ich habe viele der Methoden schon erfolgreich eingesetzt, sowohl zur Eigenanalyse als auch in meinen Seminaren.
Daher kann ich die Bände nur uneingeschränkt jedem empfehlen, der Anregungen zu den Themen Motivation und Ziele sucht.
Sie können die beiden Bände hier bestellen: Band 1 und Band 2.
Marco Aldinger: BewusstseinserHeiterung
Gönnen Sie sich Freude
Dieses Buch habe ich schon viele Jahre und nehme es zu all meinen Seminaren mit. Neben den humovollen und weisen Geschichten aus verschiedenen Religionen und Kulturen gefallen mir auch die Seiten mit Aussprüchen und Sprichwörtern sowie die "Aberwitzigen Gedanken-Splitter" ungeheuer gut.
So einen Spruch im richtigen Moment zitiert, kann schlagartig gute Laune in einer Gruppe verbreiten - und nicht nur in einer Gruppe.
Ich selbst saß eben wieder laut kichernd auf dem Balkon, als ich Zitate für einen Workshop raussuchte.
Gönnen Sie sich ein oder viele Lachen und kaufen Sie dieses Buch.
Zamyat M. Klein, 8. Juni 2006














