5 ultimative Gruppenaufteilungs- Spiele
Wie und warum Gruppenaufteilungs- Spiele?

In Seminaren gibt es ja öfter Situationen, in denen die Teilnehmer in Gruppen arbeiten.
Nun kann man die Aufteilung den Teilnehmern überlassen – das kann dazu führen, dass diejenigen, die sich schon näher kennen, wieder zusammen glucken. Oder die zufällig in der ersten Gruppe zusammen waren, auch den Rest des Seminars zusammen bleiben – aus reiner Gewohnheit.
Es kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein, dass sich Gruppen öfter neu mischen. Ein Grund ist, dass die Teilnehmer so mehr Anregungen erhalten, da jeder Mensch anders gestrickt ist und über einen anderen Erfahrungshintergrund verfügt. Ein anderer Grund ist, dass die Gruppendynamik positiv beeinflusst wird, wenn sich mehr TN etwas näher kennen lernen und es nicht zu Cliquen- Bildung kommt.
Selber habe ich auf einem Seminar nämlich eine sehr negative Erfahrung damit gemacht, dass die Seminarleiterin immer nur 1 2 3 4 abzählen ließ. Da wir feste Sitzplätze (an Tischen) hatten, kamen wir immer mit den gleichen TN zusammen. So musste ich immer wieder mit einem TN in die Gruppe, den ich mir sonst nicht ausgesucht hätte, da ich ihn ziemlich nervend fand.
Seit dem achte ich noch mehr auf einen Wechsel in den AGs.
Dazu setze ich zur Gruppenbildung gerne Gruppenaufteilungsspiele ein. Sie machen Spaß und sie führen zu einer immer wieder neuen Mischung in den AGs.
Information
Weitere 28 Gruppenaufteilungsspiele werden 2009 als CD- Rom im Jünger Medien Verlag erscheinen, Reihe TrainTools.
1. Das albernste und aufwändigste Spiel
Besuch im Zoo
Dieses Spiel habe ich schon unter „Bewegte Spiele“ auf dieser Webseite beschrieben, da ich es in erster Linie als Aktivierungs- Spiel einsetze.
Man kann aber anschließend die so gebildeten Gruppen zur Grundlage von Arbeitsgruppen nehmen.
2. Das kontaktfreudigste
Einmal- Schüttler
Vorbereitung
Sie schreiben so viele Zettel wie Teilnehmer in der Gruppe sind, die in gleich große Gruppen aufgeteilt sind. Also z.B. 4 Zettel mit „Eins“, 4 Zettel mit „Zwei“, 4 Zettel mit „Drei“ und vier Zettel mit „Umf.“
Diese legen sie verdeckt in eine Schale oder auf eine Mappe, damit die Teilnehmer sie ziehen können, ohne die Rückseite zu sehen.
Verlauf
Zuerst hole ich mir einen Teilnehmer zur Demonstration. Er gibt mir die Hand und ich demonstriere und erkläre:
Es gibt so genannte Einmal- Schüttler (ich schüttele ihm einmal die Hand), es gibt Zweimal- Schüttler – und Sie ahnen es schon, es gibt noch die Dreimal- Schüttler.
Dann gibt es noch die Umfasser (man umfasst die Hand des anderen mit beiden Händen).
Jeder Teilnehmer zieht nun einen Zettel, auf dem 1, 2, 3 oder Umf steht. Vorher sage ich, dass sie heimlich darauf schauen sollen, damit niemand sieht, was darauf steht. Es ist gleichzeitig eine Übung für das KurzzeitgedächtnisJ, weil ich die Zettel nachher wieder einsammle.
Dann stehen alle auf und laufen durch den Raum.
Aufgabe
Nun schüttelt jeder jedem die Hand, es wird dabei nicht gesprochen. So soll herausgefunden werden, wer der eigenen Schüttel-Familie angehört. Denn am Ende bilden sich dann Gruppen der Einmal- Schüttler, Zweimal- Schüttler usw.
Hier werden nun sowohl Wahrnehmung, Sensibilität und Gedächtnis geschult.
Denn zum einen muss ich sensibel schütteln und spüren, ob der andere vielleicht einen Impuls hat, nach dem ersten Schütteln aufzuhören, während ich noch zweimal weiter schüttle. Zum anderen muss ich mir beim Weitergehen und Weiterschütteln merken, wer denn so schüttelte wie ich.
Trotz der Bitte, nicht zu sprechen, gibt es dabei immer großes Gelächter und Vergnügen – bis sich die vier Gruppen gefunden haben.
(aus: Kreative Geister wecken, S. 167)
3. Das informativste

Lieblingsessen
Die Teilnehmer werden aufgefordert sich nach den Anfangbuchstaben ihres Lieblingsessens aufzustellen (das sie anschließend laut sagen). Danach teilen Sie die Gruppe dann einfach in drei oder vier Teile: die ersten vier, dann die nächsten vier usw.
Sie können natürlich auch die Frage nach dem liebsten Urlaubsland, dem Lieblingsauto oder sonst was stellen.
4. Das peinlichste
Geburtsdatum
Die Teilnehmer sollen sich nach dem Alter nach aufstellen, vom Küken bis zum alten Hasen. Danach sagt jeder nacheinander, wie alt er ist.
Wenn das zu stressig sein sollte (war es bislang aber nie) kann man sich auch einfach nach Geburtsdatum aufstellen: also von 1. Januar bis 31. Dezember – ohne Geburtsjahr – oder nach Sternzeichen.
Danach teilen Sie die Gruppe in die benötigte Anzahl von Untergruppen: die ersten vier, die nächsten vier usw.
5. Das verrückteste
Klopapier- Rollen Outing
Fragen Sie die TN, wie sie ihre Klopapier- Rollen zu Hause aufhängen. So, dass das abzureißende Blatt von oben nach unten fällt oder umgekehrt? Entsprechend bilden sich dann zwei Gruppen.
Wenn die Anzahl zu unausgeglichen ist, verteilen Sie anschließend die TN etwas um. Es geht hier mehr um den Lacheffekt.


