Mit Kreativität 1000 und 1 Idee für Ihren Erfolg
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Flohmarkt

Zur Methode

Mit Gegenständen  bieten Sie den Teilnehmern eines Seminars einen freien Raum für Assoziationen. Ganz gleich, welche Gegenstände Sie auswählen, es werden immer solche Assoziationen gebildet, die etwas über die momentane Situation, Gefühle und Erlebnisse Ihrer Teilnehmer aussagen.

Vorbereitung

Sie sammeln Gegenstände irgendwelcher Art und legen Sie vor Seminarbeginn in die Mitte des Stuhlkreises oder auf einen Tisch (falls Sie an Tischen arbeiten). Sie können ein schönes Tuch darunter legen.

Die Gegenstände müssen keinerlei Bezug zum Seminarthema haben, können es aber, wenn das für Sie sinnvoller ist.

Es sollten ganz unterschiedliche Dinge sein, vielleicht besonders ästhetische und schöne, witzige und außergewöhnliche.

Ich habe im Laufe der Jahre eine riesige Sammlung an Alltagsgegenständen, Spielzeugen und verrückten Requisiten aus Karnevalsgeschäften. Das kombinieren ich aber auch mit einem alten Gipsarm, einem kaputten Teil aus der Waschmaschine, einer Glühbirne oder was auch immer Sie in ihrem Keller oder Dachboden finden.

Verlauf

Sie können diese Übung gleich als allerersten Einstieg in das Seminar machen, bevor Sie irgendwelche organisatorischen Dinge klären (das mache ich ohnehin immer erst später, wenn sich die Gruppe schon etwas kennt) und irgendetwas zum Kennen lernen durchgeführt haben.

Das macht den Verblüffungseffekt umso größer.

Sie können es aber auch nach einer Kennen lern- Übung einsetzen.

Sie bitten die Teilnehmer, sich einen Gegenstand auszuwählen. Das kann bedeuten, dass jeder den Gegenstand aus der Mitte nimmt, es kann aber auch rein gedanklich passieren, so dass mehrere den gleichen Gegenstand wählen können.

Erst anschließend stellen Sie dann die nächste Aufgabe:

Jeder soll

  1. sagen, warum er den Gegenstand gewählt hat (damit erfährt man ein wenig über die Person)
  2. eine Assoziation zum Seminarthema herstellen. (Dabei ist dann Kreativität gefragt und Sie können schon mal feststellen, wem so etwas leicht fällt und wer sich eher schwer tut).

Sie können natürlich auch Hilfestellung geben.

Und so sind sie schnell mitten im Seminarthema, sie bekommen schon einen ersten Eindruck von der Gruppe und die Teilnehmer untereinander lernen sich schon etwas kennen. Je nach Thema können Sie auch schon feststellen, wie die Einstellung oder Vorerfahrung der Teilnehmer dazu ist.

Varianten

1       Kiste zur Auswahl

Sie können auch eine Kiste mit allen möglichen Gegenständen in den Raum stellen und die Teilnehmer selbst Gegenstände zu bestimmten Themen oder Schlüsselworten auswählen lassen.

2       Vorbereitung durch die Teilnehmer

Sie können die Teilnehmer in einem Brief vor dem Seminar bitten, einen oder zwei Gegenstände mitzubringen, die in Zusammenhang mit dem Thema stehen.

Beispiele: Thema Prüfungsangst
1 Gegenstand, der die Prüfungsangst symbolisiert

1 Gegenstand, der das Gegenteil (oder die Überwindung oder das Ziel) symbolisiert

Beispiel: Thema Motivation

1 Gegenstand, der für sie Motivation ausdrückt (oder etwas, was sie motiviert).

Beispiel: Thema Zeitmanagement

1 Gegenstand, der ihr Problem mit dem Thema symbolisiert

1 Gegenstand, der ihr Ziel symbolisiert

3       Fragestellung vorher thematisieren

Im obigen Beispiel haben Sie ja erst die Fragestellung genannt, nachdem die Teilnehmer den Gegenstand ausgewählt haben.

Sie können natürlich auch vorher die Aufgabenstellung nennen: „Wählen Sie einen Gegenstand, der für sie einen Aspekt des Themas XY darstellt.“ Oder „Wählen Sie einen Gegenstand, der das symbolisiert, was Sie hier lernen/ verändern/ bearbeiten wollen“ usw.

Lerntyp
V -
es gibt etwas (Auffälliges) zu sehen                          

K-  Kinästheten lieben Überraschungen und spielerische Elemente, sie können Gegenstände anfassen
A – können ihre Assoziationen dazu äußern

 

Diese und weitere 43 Methoden zum Seminareinstieg finden Sie auf der 1. CD- ROM, die noch im November bei GABAL und Jünger-Medien erscheint.
Sie ist die erste von insgesamt 7 CD- ROMs, auf denen ich Methoden für jede Seminarphase zusammen stelle.

Auch die 2. CD- ROM wird schon im November erscheinen. Darauf sind  insgesamt 56 Methoden zu den Bereichen:
* Seminarerwartungen und Erfahrungsaustausch
* Tageseinstieg
* Tagesabschluss und Auswertung
* Mehrteilige Seminare
* Nachzügler  

 

 

 

Anfangsbuchstaben

Jeder Teilnehmer schreibt die Buchstaben seines Namens untereinander auf ein Blatt. Dann ergänzt er die Anfangsbuchstaben zu einem Wort. Dieses Wort sollte irgendetwas über die Person aussagen, seine Arbeit, sein Hobby oder anderes.
Anschließend stellt jeder reihum seine Wörter vor.

Beispiel:

M usik
A rabisch lernen
R eisen
I nternet
A ngst vor Hunden

Centering

Das Centering ist eine Methode aus der Suggestopädie. Sie dient dazu, dass die Teilnehmer nicht nur körperlich, sondern auch geistig im Seminar ankommen. Bei manchen Seminaren haben die Teilnehmer eine anstrengende Anreise hinter sich oder sie sind mit ihren Gedanken noch bei Problemen oder Ereignisse von zu Hause.

Das Centering hilft ihnen, sich zu entspannen und langsam umzuschalten und anzukommen. Es kann inhaltlich noch einmal durch den Tag führen, vom Aufstehen, über die Fahrt bis zur Ankunft oder einfach an einen schönen Ort führen, an dem man Kraft tanken und entspannen kann.
Auch können einige Hinweise enthalten sein, die die Teilnehmer öffnet, für das, was kommt und neugierig macht.

Im Folgenden finden Sie ein Beispiel:

"Ich möchte dich nun einladen, eine Entspannungsübung zu machen, um ganz hier anzukommen ...
Mach es dir ganz bequem ... wenn du willst, kannst du deine Haltung jederzeit verändern ... du kannst die Augen schießen, wenn du magst ... oder deinen Blick auf einem Punkt im Raum ausruhen lassen ...
Du kannst für einen Augenblick deinen Atem wahrnehmen ... wann die Einatmung ... und wann die Ausatmung erfolgt ... das Heben ... und Senken ... bei der Ein ... und Ausatmung ... und dein Atmen bedeutet, dass du dich immer mehr entspannen kannst ... Du spürst den Boden unter deinen Füßen ... der dich sicher trägt ... vielleicht die Stuhllehne im Rücken, die dich stützt ... und die Sitzfläche, auf der du sitzt ... und du kannst die Erfahrung machen, wie es ist, sicher getragen zu werden und sich immer mehr in die Entspannung sinken zu lassen.
Während du deinen Atem wahrnimmst, wie er ein ... und ausströmt ... kannst du dir erlauben, immer mehr loszulassen ...
Vielleicht beginnst du ein Gefühl der Ruhe und Entspannung zu fühlen ... während du weiter ein- und ausatmest ...

Du kannst dich nun in deiner Fantasie an einen Ort begeben, an dem du dich ganz besonders wohl fühlst. Es kann ein Ort sein, den du kennst, du kannst ihn aber auch in diesem Moment erst entstehen lassen ... Und während du diesen Ort erlebst, erfährst du eine noch tiefere Entspannung und Wohlgefühl ...

Nimm wahr, wo du dich befindest, was du sehen kannst an diesem Ort ... vielleicht kannst du die Farben und das Licht an diesem Ort intensiv wahrnehmen? ... Vielleicht fühlst du, was dein Körper immer fühlt, wenn du an einem solchen Ort bist ... Wenn es etwas zu schmecken gibt oder zu riechen gibt, dann nimmst du dies vielleicht jetzt wahr...
Nimm die wohltuenden Eindrücke dieses Ortes ganz bewusst wahr, mit all deinen Sinnen ... beim Einatmen fühlst du vielleicht die beruhigende Energie, die in dich einströmt ... und du merkst, wie du ganz wach bist ... wach und doch entspannt ... Und du kannst dir erlauben, etwas zu erleben, das sehr angenehm für dich ist, wohltuend und entspannend ...
Vielleicht hast du noch nie darauf geachtet, wie es sich anfühlt, gleichzeitig wach und entspannt zu sein ... während du dich an diesem wunderbaren Ort aufhältst ... Du kannst schon jetzt oder erst in einer Weile, deine Gedanken hierhin schweifen lasssen, in dieses Seminar ...
Und vielleicht bist du ganz neugierig darauf, Neues zu erfahren und es dann auszuprobieren ... Ich weiß nicht, welche Fähigkeiten du am besten nutzen kannst, um hier zu lernen und für dich das Optimale heraus zu holen, aber du kannst durch deine Erfahrungen gehen, um diese Fähigkeiten zu finden.
Bestimmte Dinge erlauben dir, auf angenehme und entspannte Weise zu lernen und aufzunehmen ... Jeder Gedanke, jedes Bild bringt dich näher zu deinem Ziel, während du dich weiter entspannst und einfach der Musik lauschst und deinen Atem geschehen lässt.

Ganz langsam ... in deinem eigenen Tempo ... kehrst du hierhin zurück, in diesen Raum ... lass Bewegungen aufkommen, in deinen Händen und Füßen ... Armen und Beinen ... du kannst dich strecken und räkeln ... und die Augen wieder öffnen und dich umschauen ... Kontakt aufnehmen, und du bist wieder ganz da ... entspannt und ganz wach."

Namen- Kreuzworträtsel

Die Anfangsbuchstaben des eigenen Namens werden in der Mitte eines Zeichenblocks untereinander geschrieben.
Dann wird darum herum eine Art Kreuzworträtsel angelegt, das heißt es werden freie Kästchen gemalt. So viele Kästchen, wie das zu suchende Wort Buchstaben hat. Die Buchstaben können vor und hinter dem Buchstaben ergänzt werden.
Darunter kommen Fragen, die die anderen erraten müssen, um damit das Kreuzworträtsel ausfüllen zu können.
Die Worte sollten wieder etwas mit der eigenen Person zu tun haben.

Verlauf

Jeder stellt ein Kreuzworträtsel zu seinem Namen vor.
Dann werden Gruppen zu 4 oder 5 Teilnehmern gebildet und reihum werden die Kreuzworträtsel vorgestellt, geraten und ausgefüllt.
Anschließend werden alle ausgefüllten Kreuzworträtsel an die Wand gehängt, so dass auch die anderen in den Pausen sich die Informationen zu den Personen anschauen können.

Beispiel

1. Was ich gerne mache und auch immer Bestandteil meiner Seminare ist.
2. Diese Sprache lerne ich.
3. Damit verdiene ich unter anderem mein Geld.
4. Das mache ich gerne morgens als erstes.
5. Alternativ führe ich das morgens in der Natur aus.
6. Dahin fahre ich oft in Urlaub.

Bevor Ihr auf der nächsten Seite das Ergebnis nachschaut, könnt Ihr ja einen Moment raten und damit die Methode testen.

Als Ergebnis kommt dann raus:

1. TANZEN
2. ARABISCH
3. SEMINARE
4. YOGA
5. WALKEN
6. TÜRKEI

Ostereier suchen

Vorbereitung

Es sind Gegenstände im Raum versteckt, so viele, wie Teilnehmer da sind. Es hat sich bewährt, diese Gegenstände vorher mit Geschenkpapier einzupacken, damit es deutlicher ist, was ein "Osterei" ist und nicht womöglich einem Seminarteilnehmer oder zur Raumausstattung gehört.

Einzelarbeit

Die Teilnehmer sollen jeder einen Gegenstand finden. Wer einen gefunden hat, setzt sich.

Plenum

Wenn alle Teilnehmer einen Gegenstand haben, laufen sie im Raum herum und schauen sich alle Gegenstände an.
Aufgabe: sie sollen Gruppen bilden zu einem gemeinsamen Oberbegriff.
Die Oberbegriffe können vorgegeben werden oder von den Teilnehmern selbst erkannt und entwickelt werden.

Beispiel

  • Gegenstände aus der Natur (Feuerstein, Sandrose, Holz, Stein)
  • Spielzeug (Luftballon, kleiner Springball, Papierball zum Aufblasen, Glasmurmel)
  • Schreibwaren (Kuli, Blöckchen, Smiley- Radiergummi, ...)
  • Glitzer-Kram: (Sticker, Herzchen, Pailletten, Girlande)

AG-Arbeit

1. Runde
Die Teilnehmer zeigen ihren Gegenstand und sagen (assoziieren),

  • was der Gegenstand mit ihnen zu tun hat. Nur 1-2 Sätze!
  • was er mit dem Seminarthema zu tun hat.

2. Die Gruppe überlegt sich

  • einen Oberbegriff für die Gegenstände(Besipiel: Spielzeug)
  • einen Slogan oder Sinn-Spruch oder Kalenderspruch zum Seminarthema in Zusammenhang mit ihren Gegenständen

Den Slogan schreiben sie auf eine Moderationskarte.

Plenum

Jede Gruppe stellt ihren Slogan vor.

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Bücher und DVDs

Zauberwelt der Suggestopädie

Juli 2010 erschienen