Grundlagen kreativer Ideenfindung
Auf meiner Webseite habe ich schon verschiedene Kreativitätstechniken und –Methoden vorgestellt, die Sie unter Methoden-Bazar finden.

- Viele dieser Techniken basieren auf bestimmten Prinzipien oder Grundlagen, die kreatives Denken ermöglichen und fördern.
Diese möchte ich hier noch einmal in loser Reihenfolge vorstellen.
Grundlagen der Kreativität
Damit das Denken wirklich in neue Bahnen findet und wir nicht immer in den gleichen Gewohnheiten stecken bleiben, gibt es verschiedene Hilfsmittel, die diesen Prozess unterstützen können. Ich nenne Ihnen im Folgenden einige dieser Grundlagen, die Ihr Denken kreativer machen können.
Eine andere Perspektive einnehmen
Oft sind wir in einem Problem verfangen und sehen aus dieser Perspektive auch keine Lösung. Sie haben aber sicher auch schon erlebt, dass Sie eine gute Idee hatten, wenn ein anderer in der gleichen Situation war. Denn dann sind Sie viel entspannter und haben vor allem einen größeren Überblick. So können Sie Ideen entwickeln und Lösungen finden, die Ihnen aus der Innensicht nicht so leicht zugänglich sind.
Das können Sie auch als „Trick“ nutzen: stellen Sie sich einfach vor, Sie seien jemand anders. Wie würde Ihr Kollege sich in der Situation verhalten? Ihre Mutter? Oder eine berühmte Persönlichkeit? Ein Kind? Spielen Sie einfach mit diesen Vorstellungen – und es werden Ihnen sicher ganz andere Ideen kommen als vorher.
Eine Kreativtechnik, die sich dieses Prinzip nutzbar macht, ist beispielsweise die Methode Fragen Sie Picasso oder den Dalai Lama oder die Methode „Mentoren“. Diese finden Sie in meinem Buch „Kreative Geister wecken“ auf S.271ff.
Distanz
Auch das haben Sie sicher schon oft erlebt: wenn Sie den Raum verlassen, sich mit anderen Dingen beschäftigen und an etwas ganz anderes denken, kommt manchmal die Lösung scheinbar von selbst.
Wenn Sie in Urlaub fahren, sieht nach einer Woche auch manches anders aus.
Begeben Sie sich in Gedanken auf einen hohen Berg und schauen Sie auf Ihre Stadt, Ihr Büro, Ihren Raum herunter. Wie sieht das „Problem“ oder die Frage aus dieser Perspektive aus?
Neben der räumlichen Distanz kann auch eine zeitliche Distanz helfen.
Legen Sie das Thema zur Seite und beschäftigen Sie sich mit etwas anderem. Schlafen Sie eine Nacht drüber. Anschließend ist Ihr Kopf vielleicht wieder freier für neue Ideen.
Die schwierigste Form ist wohl „emotionale Distanz“. Nehmen Sie es nicht ganz so ernst, schauen Sie mit Humor auf das Problem. Das ist sicher nicht so einfach, wenn man mittendrin steckt. Daher klappt es wohl besser in Kombination mit dem Perspektivwechsel, indem Sie es aus der Sicht einer anderen Person betrachten.
Oder stellen Sie sich vor, es sind 5 Jahre vergangen. Welche Bedeutung (Größe) hat dann das Problem noch?
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