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Wenn es im Getriebe knirscht

Das Leben flutscht ja nicht immer so reibungslos, wie wir es gerne hätten. Wir machen Pläne (ich natürlich mit Mind Map :-), fassen Vorsätze, erledigen unser Programm und kriegen es mehr oder weniger gut hin, was wir uns so vorgenommen haben.

Doch dann kommen immer wieder - ungeplant und ungewollt - Störungen und Unterbrechungen. Ereignisse, die wir nicht geplant haben und auch nicht planen konnten, die unser "Programm" stören und verhindern.

Ob es Schneefälle sind, die mich am Autofahren hindern, alte oder kranke Eltern, um die man sich kümmern muss oder eine eigene Krankheit oder Unfall.

Ich habe das alles selbst schon mehrfach erlebt und auch immer wieder die Empörung: "Das geht jetzt aber nicht! Ich wollte doch gerade...."

Das interessiert aber das "Schicksal" nicht, was ich gerade wollte. Da gibt es einfach ein Stopp.

(Damit kein Missverständnis entsteht: das ist ein altes Foto!!)

Da stellt sich dann nur noch die Frage, wie wir mit solchen Situationen umgehen.

Ausgelöst wurden diese Gedanken durch den Blogbeitrag von Monika Birkner, dass sie die Hand gebrochen hat. Da ich das auch schon erlebt habe und vor zwei Jahren noch mal mit gebrochenem Fuß, weiß ich, was das an Rattenschwanz von Schwierigkeiten nach sich zieht. Was alles nicht mehr geht. Was nur noch ganz langsam und mühselig geht.

Außerdem lese ich gerade ein Buch über einen an Krebs erkrankten (und inzwischen gestorbenen) Menschen.

Das und anderes zeigt einfach wieder: wir haben längst nicht alles in der Hand! Planen und Ziele sind wunderbar, doch wir können nicht davon ausgehen, dass wir ohne Klippen und Schwierigkeiten schnurstracks dort hin kommen können.

Da tauchen Hindernisse und Schwierigkeiten aller Art auf.

Wie reagieren wir nun?

Und da wird es ja erst richtig spannend.

Wahrscheinlich gibt es da (wissenschaftlich untersuchte) verschiedene Phasen.
Ich spinne jetzt einfach mal so rum:

Erst ist man beleidigt. Empört. "Wieso mir? Wieso gerade jetzt?" Die "Warum-Frage" kann man aber getrost vergessen. Meines Erachtens sitzt da oben niemand der plant: "Jetzt schicke ich der Zamyat mal einen gebrochenen Fuß, damit die Ruhe gibt!"

Nächste Phase (zumindest bei mir, die ja immer handeln und agieren muss und alles in der Hand behalten): "Was kann ich tun? Wie kann ich mir helfen?"
Da wird praktisch organisiert, wie der Alltag weiter laufen kann und ich nicht verhungern muss. Wie ich womöglich trotzdem (mit Assistentin) ein Seminar durchführe etc.

Und dann kommt auch eine Phase, wo ich mir Gedanken mache: "Was kann ich aus der Situation 'lernen', nützliches damit anfangen?"

Immer noch geschädigt durch die zeitweise etwas platt gehandhabte Deutungswelle a la Thorwald Dethlefsen (Krankheit als Weg): "Ach, du hast Schnupfen. Wovon hast du denn die Nase voll?", wollte ich von solchen Eso-Deutungen und Sprüchen nichts mehr hören.

Nichts desto trotz können Krankheiten und Unfälle zum Nachdenken und vieleicht auch zu einer Umorientierung führen. Denn natürlich haben manche Kankheiten auch Ursachen, die im eigenen Verhalten liegen. Wenn ich mich zu Tode arbeite und eine Magenschleimhautentzündung bekomme, liegt es auf der Hand.

Aber wie ich schon schrieb: selbst wenn da gar kein solcher Zusammenhang besteht und es einfach nur ein doofer Unfall war und man auf Glatteis ausgerutscht ist (ich weiß, auch das könnte man wunderbar deuten!!! :-(), kann man aber diese Zwangspause nutzen, um Bilanz zu ziehen und das Leben von anderen Perspektiven aus betrachten.

Das ist allemal lohnend- und hilft einem sicher mehr, als mit seinem Schicksal zu hadern. (Obwohl es auch völlig in Ordnung ist, sich erst einmal kräftig zu ärgern. Wer hat schon gerne Schmerzen!?)

Fragen, die man sich stellen könnte:

* Was wird im Moment verhindert, ist unmöglich oder schwierig?

(Beispiel: Viele Seminare, herumreisen, bestimmte Aktivitäten....)

* Welche neuen Möglichkeiten und Situationen ergeben sich durch diese Situation?

(Beispiel: Ich habe mehr Zeit, mehr Ruhe; muss andere um Hilfe bitten; es entstehen neue Kontakt; ich erlebe, welche Freunde, Nachbarn in Notsituationen da sind und welche nicht; ich entdecke neue Talente oder Hobbys; es entwickelt sich ein neues Projekt, eine neue Idee :-)....)

* Was kann ich "lernen", erfahren?

(Das manche Dinge, die ich für wichtig hielt und jetzt nicht mehr machen kann, gar nicht so wichtig sind; dass andere sie womöglich besser machen?; dass Zusammenarbeit mit anderen mir Spaß macht ...)

Was fallen Ihnen denn noch für Fragen ein? Welche Erfahrungen und Erlebnisse haben Sie gemacht?

4 Antworten “Wenn es im Getriebe knirscht”

  1. Sabine Feickert schrieb:

    Hallo Zamyat,

    ich hatte gerade letztens so ein Erlebnis. Das war noch nicht mal ein Unfall oder Krankheit, sondern eigene Blödheit, die dafür sorgte, dass ich ein wichtiges Ziel erst ein halbes Jahr später erreichen werde.
    Nachdem die erste große Wut verraucht war (wie gesagt, eigene Blödheit), kam das hektische Überlegen, wie ich das jetzt alles doch noch schnell auf die Reihe gebogen kriege(wäre sogar möglich gewesen).
    Doch schon die kurze Überlegung, wie es wäre, tatsächlich erst ein halbes Jahr später dranzugehen fühlte sich dermaßen gut an, dass ich mich mit dieser 'Zwangsverschiebung' sofort anfreunden und sie annehmen konnte. Statt in Riesenstress und Hektik, kann ich mein Ziel jetzt in Ruhe und gut vorbereitet angehen und mir noch Zeit für die schönen Dinge des Lebens nehmen. Kleinigkeiten, die Zeit brauchen, werfen jetzt nicht mehr meinen ganzen Zeitplan durcheinander.
    Und die befürchteten Konsequenzen dieser Verzögerung sind auch ausgeblieben.

    Ich wünsche allen, bei denen es gerade knirscht, dass sie auch ihre positiven Aspekte finden können.

    Liebe Grüße
    Sabine

  2. Zamyat M. Klein schrieb:

    Hallo Sabine,

    Danke für deine schöne Ergänzung.
    Ja, das ist oft so, dass man aus der Rückschau oft Dinge anders beurteilen kann. Auch bei negativen Schicksalsschlägen (einen Job nicht bekommen, eine Trennung oder anderes) kann man manchmal 10 Jahre später sehen,dass das das Beste war, was einem passieren konnte und damals wichtige Weichen gestellt wurden für einen neuen Lebensabschnitt oder eine not-wendige Veränderung.

    Natürlich kann man es in der Situation selbst oft nicht so sehen, aber mir hilft es mich grundsätzlich an diese Sichtweise und entsprechende Erfahrungen zu erinnern.

  3. Monika Birkner schrieb:

    Liebe Frau Klein,

    mit etwas Verspätung möchte ich mich für Ihren Blogbeitrag bedanken.

    Ihre Fragen finde ich sehr hilfreich. Glücklicherweise bin ich niemand, der lange mit seinem Schicksal hadert. Dazu habe ich schon zu oft erlebt, dass das scheinbar Schlechte sein Gutes hatte. Umso wichtiger sind mir daher Ihre zweite und Ihre dritte Frage.

    Ein ganz praktisches Ergebnis ist der Umgang mit meiner neu erworbenen Spracherkennungs-Software Dragon NaturallySpeaking. Damit kann ich das Handicap des Gipsarmes kompensieren und nun auch wieder bloggen bzw. Kommentare schreiben :-).

    Zu der Erfahrung von Frau Feickert: Früher habe ich mich sehr geärgert, wenn sich ein Projekt verzögerte. Doch im Nachhinein habe ich immer wieder festgestellt, dass die Verzögerung sowohl dem Projekt wie auch mir selbst gut getan hat.Noch schöner ist es natürlich,wenn man das – wie bei Ihnen offenbar der Fall – noch schneller merkt.

  4. Zamyat M. Klein schrieb:

    Liebe Frau Birkner,

    toll, dass Sie das nun mit dem Spracherkennuungsprogramm hinbekommen haben. Das stelle ich mir auch ganz schön schwierig und zeitraubend vor. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, nur sprechend meine Gedanken zu sortieren, bei mir entwickelt sich vieles erst BEIM Schreiben, ich muss es sehen.

    Aber auch das ist dann wieder ein neues Lernfeld :-).

    Ich wünsche Ihnen weiterhin gutes und schnelles Verheilen, viele helfende Hände a la Kölner Heinzelmännchen (die es ja leider auch nicht mehr gibt) und kreative Lösungen.

    (Warum ich nun das Spam-Wort Pfarrer habe, weiß der liebe Himmel. Bei meinem Lieblingsblog unternehmenskick habe ich ja das "Spam-Orakel" entdeckt :-)

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