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Game Battle- Spieleschlacht

Beim Trainertreffen Köln hatte gestern ein neues Format Premiere: eine Schlacht zwischen zwei Kontrahenten, Erich Ziegler und Axel Rachow, beide auch Autoren von Spielebüchern.

Jeder der beiden Trainer stellte Spiele aus 5 Kategorien vor und nach jedem Spiel stimmte das Publikum, d.h. die Mitspieler, ab, wer gewonnen hat. Welches Spiel ihnen mehr Spaß gemacht hatte oder welches sie am besten für das eigene Training fanden oder was auch immer die Kriterien waren.

Ich selbst habe beispielsweise einmal meine Stimme danach verteilt, wer die bessere Erklärung abgegeben hat, als mir beide Spiele nicht übermäßig gefallen hatten.

Abstimmungsmethoden

Neben der köstlichen Grundidee haben mir vor allem die unterschiedlichsten Abstimmungsmethoden gefallen.

Einmal haben wir farbliche Stimmzettel hochgehoben: Rot für nicht gefallen, gelb für joo naja, und grün für spitze. Ein anderes Mal stellten wir uns zum jeweiligen Trainer. Beim dritten Mal wurde gerufen, getrampelt und gejohlt. Dann gaben wir anonym beschriftete Zettel mit dem Namen des Trainers ab.

Und zum Schluss kam dann das für mich beste Abstimmungsspiel: die Schneeballschlacht.

Wir hatten beim Eingang große rosa Stimmzettel bekommen, auf denen „Stimmzettel“ aufgedruckt stand.

Der Raum wurde durch ein Tesakrepp- Band auf dem Boden in zwei Seiten geteilt. Eine Seite für Erich, eine für Axel.

Wir wurden nun aufgefordert, unsere Stimmzettel zur Hand zu nehmen- und zu zerknüllen und auf die Seite zu werfen, für den wir unsere Stimme abgeben wollten.

Das gefiel mir schon ungeheuer gut. Dieser Überraschungsmoment: ach, diesen vornehmen Zettel einfach zerknüllen und schmeißen.

Doch es kam noch besser. Nachdem wir alle geworfen hatten (und nach meiner Wahrnehmung deutlich mehr Papierbälle auf Axels Seite lagen), konnten wir aufstehen und die Zettel wo anders hin transportieren.

Und es war unglaublich zu sehen, wie sich erwachsene seriöse Trainer in die Schlacht schmissen. Bälle rafften und zur anderen Seite schafften. Arme voll nach drüben schleppten. Eine Trainerin mit vollem Körpereinsatz schmiss sich der Länge nach über die Grenze (oder wurde sie geschubst?) und landete auf dem Bauch im anderen Feld, 6 Bälle dorthin werfend.

Leider, leider hatte ich nicht an meinen Fotoapparat gedacht. So konnte ich weder davon Fotos machen noch von der Siegerehrung, bei der Axel als Gewinner eine goldene Eule erhielt und Erich als zweiten Preis eine Quietsch-Badeente.

 

 

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