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Gestern ging es los – 1. Suggestopädisches Online- Seminar

„ Einführung in suggestopädische Online- und Präsenzseminare für Trainer“

 

Gestern startete also endlich das erste Seminar, ich saß schon früh morgens in den Startlöchern. Aber natürlich mussten die Teilnehmer erst einmal das 1. Kapitel und verschiedene Hinweise lesen und bearbeiten, bevor sie sich dann im virtuellen Seminarraum tummelten.

 

Wie sieht so ein Seminarraum aus?

 

Zuerst nur ganz grob als Orientierung. Es handelt sich um ein Forum, in dem es verschiedene „Abteilungen“ oder Seminarräume gibt mit weiteren Unterabteilungen oder Mappen zu verschiedenen Themen.

 

Für jeden Tag gibt es eine Lektion, ein Kapitel mit einem thematischen Schwerpunkt (im Falle des Trainerseminars handelt es sich um jeweils eine Seminarphase, die wir chronologisch alle durchlaufen). Weiterhin stelle ich zu jeder Seminarphase verschiedene Methoden vor, für Präsenz- und Onlineseminare und es gibt Übungen, die die Teilnehmer dann durchführen.

 

Die Bearbeitungen stellen sie dann entweder in ihre jeweilige Arbeitsmappe (jeder TN hat eine eigene) oder in den entsprechenden Bereich (wie Gruppenübungen beispielsweise).

 

Ich wiederum lese dann alle Antworten und Fragen und beantworte sie.

Das Schöne an so einem Online- Seminar ist, dass auch alle Teilnehmer gegenseitig ihre Beiträge lesen und kommentieren können und sich so gegenseitig noch zusätzliche Tipps und Infos geben können.

 

Zur Auflockerung gibt es täglich eine Yoga- oder andere Körperübung, die man am PC durchführen kann, außerdem eine Mappe mit Spiel und Spaß, mit Spielen, Links zu Filmen oder anderem, was als „Energieaufbauübung“ gedacht ist.

Die Teilnehmer

 

Dabei sind die Teilnehmer in diesem Trainerseminar in zwei Rollen gleichzeitig unterwegs.

Einmal sind sie Teilnehmer, die sich erst mal kennen lernen und orientieren müssen. Die die Übungen machen und Fragen haben.

Zum anderen sind sie Trainer, die selbst einmal Online- Seminare anbieten wollen und daher immer mitreflektieren, wie das denn jetzt auch Online geht, was sie sonst in einem Präsenzseminar gemacht haben, was sie warum vielleicht anders machen würden usw.

 

Die Inhalte – 1. Tag

 

Am ersten Tag müssen sich die TN vor allem erst einmal in diesem virtuellen Seminarraum orientieren. Dazu hatte ich eine Einführung vorbereitet, mit Screenshots, auf denen man auch bildlich die einzelnen Schritte und Funktionen nachvollziehen kann, die ich gleichzeitig mit Worten beschrieben habe.

 

Das Thema des ersten Tages beschäftigt sich logischerweise mit der Einstiegsphase in ein Seminar: Kennenlernen und Zusammenkommen.

 

Dazu gab es einige Kennenlern- Methoden für die TN, wie sie sich gegenseitig vorgestellt haben. Noch weitere zur Auswahl für spätere eigene Seminare.

Und natürlich Übungen, wie man Präsenzmethoden verändern oder ersetzen kann.

 

Mein 1. Versuch, ein Centering per MP3 anzubieten, wurde unterschiedlich beurteilt. Ich gestehe, dass ich da noch nicht die technisch perfekteste Variante habe, ich bewege mich da selbst noch auf einem Lernfeld.  So war dieses erste Centering noch ohne Musik, doch hier hatten einige TN schon kreative Lösungen parat, indem sie beispielsweise dazu im Hintergrund Musik ablaufen ließen. Andere konnten sich dabei nicht so gut entspannen wie in einem Präsenzseminar.

 

Es ist auch bewusst ein Element in diesem Seminar, dass die Teilnehmer selbst Varianten entwickeln, wie man verschiedene Methoden online umsetzen kann. Wie wir wissen, lernt man am meisten von dem, was man selbst erarbeitet und ausprobiert hat.

 

Ich erlebe es als gegenseitigen Lernprozess. Wo es bei einem klemmt, hat ein anderer eine Idee. Die Frage eines Teilnehmers bringt mich wieder auf eine spontane Idee.

 

So gibt es seit heute morgen zwar immer noch keine Startseite, aber eben einen Ordner, den ich so nenne und wo ich jeden Tag als „Raumgestaltung“ zwei Randstimuli aufhänge. Das ist ein Ausdruck aus der Suggestopädie und meint Plakate oder Poster mit schönen Bildern und Sprüchen, die zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen sollen.

Dazu veröffentliche ich ein Foto von einem Poster, wie ich es in Seminaren aufhänge. Als zweites dann ein Foto aus der Türkei, von wo aus ich das Seminar starte.

 

Der 1. Tag

 

Gestern war schon eine Menge los, fast alle Teilnehmer waren anwesend (bis auf zwei, die gerade selbst ein Training haben) und erfreulicherweise war auch direkt Kontakt zwischen den Teilnehmern. Mit Fragen, Kommentaren, Tipps und Hilfen.

Das habe ich nicht in allen Seminaren so erlebt und das ist eine der ersten Fragen, die Trainer oft stellen: wie bekomme ich die TN dazu, auch miteinander in Kontakt zu treten?

 

Je nach Zeit, die sie zur Verfügung hatten, arbeiteten sie nicht nur das 1. Kapitel, sondern auch schon das 2. durch.

 

Normalerweise stelle ich diese Kapitel täglich (also häppchenweise) ein. Da ich aber gerade in der Türkei bin, wollte ich das für den Fall eines Stromausfalls nicht riskieren. Außerdem wusste ich, dass nicht alle täglich anwesend sein können und wollte es den TN daher selbst überlassen, wie sie sich die Zeit einteilen. Das ist natürlich gleichzeitig auch eine Herausforderung.

 

Was ich schon sehr deutlich merkte und was ich für weitere Seminare höchst spannend weiter zu entwickeln finde: wie unterschiedlich die Lerntypen an solch ein Online- Seminar herangehen.

 

Überspitzt formuliert wird ein Visueller wahrscheinlich erst einmal das Kapitel ausdrucken und Schritt für Schritt durcharbeiten. Und sich im Forum vielleicht von oben nach unten durcharbeiten, wenn er auch die anderen Beiträge lesen will und nicht nur seine eigenen Übungen macht.

 

Ein Kinästhet wird erst einmal neugierig in den Raum springen und ausprobieren, rumprobieren und ungeduldig werden, wenn nicht alles sofort klappt oder auch nicht klar ist, was da eigentlich passiert. Sich dann vielleicht erst einmal die Spiele vornehmen.

Empfehlenswert ist für ihn sicher, sich die Lektionen auszudrucken, damit er konkretes Papier in der Hand hat und darin herumschreiben und –streichen kann. Wobei das auch für den Visuellen zutrifft.

 

Ein Auditiver wird vielleicht erst einmal Kontakt mit den anderen aufnehmen, soziale Beziehungen knüpfen, sich etwas „unterhalten“, was schriftlich natürlich nicht so das Richtige ist. Da wären Telefon oder Skype sicher befriedigender, vielleicht tut es aber notfalls auch der Chat, den wir auch im Forum haben?

 

Und natürlich sind wir alle Mischtypen, allerdings mit gewissen Tendenzen und besonderen Stärken. Aber das Thema kommt erst später im Seminar :-)

 

Ich werde es weiter beobachten und mit den Trainern zusammen erforschen.

 

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