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3. Kapitel: Gelassen sein, gelassen bleiben

Wie Sie sich körperlich und mental auf schwierige Seminare vorbereiten

 

Ja,ja! „Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger Störungen treten auf.“ (S.51)

Das war schon ein häufiger Diskussionspunkt mit Kollegen, die die gleichen Argumente brachten, die der Autor auch zitiert. Das würde doch die Spontaneität behindern. Sie würden nicht an einem Plan kleben, sondern „im Moment“ sein und dem Prozess folgen.

Wunderbar. Aber all das kann ich persönlich viel entspannter und besser, wenn ich die gute Vorbereitung im Sack habe, als sichere Basis sozusagen, auf der ich dann improvisieren kann.

 

Von den 5 aufgeführten Bereichen zur Vorbereitung sollten an erster Stelle die Ziele stehen, aus denen sich alles andere ableitet (Inhalt, Methodik, Orga und mental-physiologische Vorbereitung)

Ich bewundere Trainer, die in Trainings konsequent gesund leben, morgens oder nach dem Training joggen gehen, mittags nur einen Salat knabbern und die Pausensnacks stoisch ignorieren. Ich weiß auch, dass mir das besser bekommt. Doch je nach Stress haue ich doch manchmal rein.


Allerdings habe ich auch so meine Rituale. Morgens vor dem Frühstück mache ich Yoga, bei der Trainer- Ausbildung bestelle ich einen Ayurveda-Masseur ins Hotel.

Solche Maßnahmen sind vor allem notwendig, wenn die Trainings Schlag auf Schlag kommen und Sie zu Hause gerade mal aus- und wieder einpacken können.

 

Das ist für mich jedoch der Hauptpunkt, um für meine körperliche Gesundheit zu sorgen. Mit sehr wenigen Ausnahmen sorge ich für genügend Zeiten zwischen den Trainings, in denen ich im Home Office arbeite.

Ich gönne mir Pausen zwischen den Seminaren- und mache daher deutlich weniger Seminare als in den ersten 20 Jahren.

 

Dem Tipp „Bewegen mit den Teilnehmern“ kann ich auch nur zustimmen. Ich biete sogar im Seminar morgens als Einstieg Yoga und andere Körperübungen an, zwischendurch gibt es immer wieder auch bewegte Spiele, vor allem nach dem Mittagessen.

 

Nächster Punkt: ausgeglichene Psyche, mentale Vorbereitung.

Sehr schön die Idee, dies mit Hilfe der Neurologischen Ebenen von Dilts zu tun, die ich bislang nur in anderem Kontext genutzt habe. Beispielsweise als Transferübung für die Teilnehmer am Ende eines Seminars (Idee von Ralf Besser).

 

In diesem Kapitel finden Sie auch eine interessante Liste von Trainerrollen. Welche davon nehme ich ein, welche kombiniere ich und welche ist nicht meine? Spontan verwandle ich den „Bergführer“ in einen „Karawanenführer“.

 

Konkrete Tipps gegen Lampenfieber runden das Kapitel ab. Davon werde ich als für mich neu testen: „Schütteln Sie Ihre Hände aus, so heftig, dass die Finger anschließend nicht mehr an ihrem angestammten Platz befestigt sind.“ (S.75)

Auch den Nick- Trick möchte ich mal ausprobieren, er kommt mir beim Lesen noch seltsam vor.

(Rezension, Teil Nr. 3, Jürgen Schulze-Seeger: Schwarzer Gürtel für Trainer)

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