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Rezension zum Vorwort: Schwarzer Gürtel für Trainer- von Jürgen Schulze-Seeger

Was liegt laut kichernd am Strand und lernt dabei?

 

Zamyat mit dem Buch von Jürgen Schulze-Seeger:„Schwarzer Gürtel für Trainer“.

Bei diesem Thema, wo es um misslungene Seminare, schwierige Teilnehmer und katastrophale Räume geht?

 

Schon das Vorwort packt mich, macht mir Mut und lässt mich grinsen. Es ist genau die gleiche Wirkung, die ich erlebt habe, als ich Jürgen Schulze-Seeger in einem Workshop auf der diesjährigen didacta in Köln erleben durfte und schlicht hingerissen und begeistert war.

 

Der Mensch weiß, wovon er spricht. Er ist ehrlich und offenbart voller Humor seine Missgeschicke und Schwierigkeiten, denen er (auch) in seinem langen Trainerleben begegnet ist. Und gibt mir als konfliktscheuem Wesen gleich den richtigen Impuls, mich geradezu auf das Thema zu freuen. Durch den Hinweis, dass beispielsweise hinter Widerständen von Teilnehmern ein Kraft ist, die man mit Souveränität in etwas Produktives verwandeln kann.

Diese Sichtweise gefällt mir und kenne ich auch aus dem NLP. „Was ist die positive Absicht dahinter?“

Auch aus dem Team-Modell kennen wir das. Nach der Phase der Konflikte ist eine noch bessere und intensivere Arbeit möglich, wenn man sie gut bewältigt hat.

 

Höchst erwähnenswert ist auch sein Sprach- bzw. Schreibstil. Köstlich! Voller Witz und Intelligenz. Ich liebe es, wenn Autoren Fachbücher nicht als trockene Faktensammlung oder Schlauheiten begreifen, mit möglichst gestelzter und so genannter wissenschaftlicher Sprache, sondern locker, konkret, übertrieben, zugespitzt, gewitzt und vor allem mit einem guten Sprachgefühl schreiben. In diesem Fall mit einem brillanten!

 

Und welcher männliche Trainer schreibt schon über schwierige Situationen: „Und manchmal möchte man weinen.“ Hut ab.

Das löst eine Erinnerung aus an eins meiner ersten Seminare vor 29 Jahren, als ich mit meiner Freundin und Kollegin nach einem Seminartag heulend durch den Wald lief, weil uns ein Ekel zur Schnecke gemacht hatte. Wir als frische Trainerinnen konnten uns damals noch nicht angemessen zur Wehr setzen, geschweige mit lächelnder Souveränität reagieren. (Inzwischen hat meine Kollegin tatsächlich den Schwarzen Gürtel- das nur am Rande, weil es so schön passt). Wir wurden damals panisch. Der macht uns das Seminar kaputt! Heute kann ich das grinsend erzählen.

 

Sehr schön auch die Erklärung, warum dies kein Buch der positiven Vorstellungen und Ideale ist, sondern sich einmal bewusst die Katastrophen vorknöpft. Einmal mit Tipps zur Prävention, zum anderen mit Hilfen für eine Intervention im Seminar, wenn es brennt.

 

Ich werde immer gespannter...

3 Antworten “Rezension zum Vorwort: Schwarzer Gürtel für Trainer- von Jürgen Schulze-Seeger”

  1. nlp-coach schrieb:

    Vielen Dank für den Tipp! Macht Lust auf mehr.

  2. nlp-coach schrieb:

    Vielen Dank für den Tipp! Macht Lust auf mehr.

  3. Zamyat M. Klein schrieb:

    Ja, gerne. Und mehr... ist damit das Buch oder weitere Rezensionen gemeint? Die habe ich ja auch anschließend noch geschrieben, wenn auch nicht wie geplant zu allen Kapiteln.

    Der Autor ist übrigens auch als Referent beim diesjährigen DGSL-Kongress 15.-17. Oktober in Bad Honnef zu erleben.
    Auch dazu gibt es hier im Blog einen Beitrag.

    Viel Spaß beim Weiterstöbern!

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