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Persönliche Highlights der Petersberger Trainertage 2010

Wie jedes Jahr fanden die Petersberger Trainertage in Königswinter im Steigenberger Grandshotel statt- diesmal konnten wir bei strahlendem Wetter diese wunderbare Aussicht über den Rhein genießen.

Schon allein das Ambiente lockt mich alljährlich dort hin. Ein wunderbarer Rahmen um Trainerkollegen zu treffen und netzzuwerken.

Trotz des wunderbaren Wetters, wo ich mich am liebsten nur draußen mit Bogenschießen (wie immer mit der professionellen Betreuung von Bogenlust) und Sonnenbaden vergnügt hätte, habe ich etliche interessante Workshops und Vorträge besucht, die ich kurz vorstelle.

Da ich Freitag leider meinen Fotoapparat vergessen hatte, gibt es nur Bilder von den samstäglichen Veranstaltungen.

Die Tage standen unter dem Motto:Menschen-Marken-Märkte, weshalb Nicole Bußman, die Chefredakteurin der Zeitschrift managerSeminare die Tagung mit einem großen M eröffnete. 

Mein erster Workshop wurde vom BDVT veranstaltet, wo u.a. Christa Mesnaric als einen Trend "Innovation" erläuterte mit interessanten Thesen über die Generation Y (oder Digital Natives oder Millenials genannt) und ihre Unterschiede zu früheren Generationen. Die Y sind schneller, denken sprunghaft und vernetzter, verknüpfen Informationen ganzheitlicher. Sie sind aufgewachsen mit der IT. Für sie ist eine sinnvolle Arbeit wichtig und sie mögen sich nicht langweilen. Wenn es ihnen nicht gefällt, gehen sie. Sie brauchen Ehrlichkeit.

Das ist natürlich sehr verkürzt. Spannend fand ich, dass ich nach biologischer Zuordnung sogar noch vor die X Generation gehörend, sehr viel von den Y- Ausprägungen bei mir wiederfand.

Caroline Kliemt beschäftigte sich mit dem Trend "Empathie"- nicht durch einen schlauen Vortrag, sondern durch konkretes Tun und Zeigen, was außer diversen Erkenntnissen und Informationen den Zuschauern auch Spaß brachte. Mit Elementen aus dem Improvisationstheater hielt sie eine Rede zum Thema "Kauf eines Flügels" und nutzte dazu Emotionskarten.
Ein Tipp, sich auf ähnliche Art auf eigene Vorträge vorzubereiten.

Absolut spitzenmäßig war dann der Workshop mit dem Drum Cafe Deutschland. Als erstes konnte ich es gar nicht glauben, dass im großen Bankettsaal wirklich auf jedem Stuhl eine Jembe (eine Trommel) stand, als ich den Saal betrat.
Es gelang wunderbar, eine Verbindung zwischen Trommeln und dem Thema Führung und Team herzustellen. Zumal wir es am eigenen Leib erlebten, wie durch einfache, aber wirkungsvolle  Übungen eine gemeinsame Energie aufgebaut wurde.
Trommeln ist etwas so archetypisches, dass es jeden Menschen berührt und etwas in ihm aktiviert und auslöst.
Wenn so viele Menschen einen gemeinsamen Rhythmus trommeln, dann passiert etwas im Raum- das für mich auch keiner weiteren Worte bedurft hätte. Wunderbar!

Sabine Heß, wie immer mit einem neuen Thema aufwartend, kleine Überraschungen und Teilnehmeraktivitäten einbauend, hatte diesmal das Thema, welche Wirkung die Persönlichkeit des Trainers- oft unbewusst- auf seine Arbeit und seinen Kontakt mit den Teilnehmern hat. Neben Fachkompetenz und Methodenkompetenz ist die Persönlichkeit der dritte wichtige Faktor, der auch bei der Auswahl von Trainern eine Rolle spielt. Doch wie kann man sie vorher einschätzen? Intuition alleine ist nicht immer zuverlässig.
Daher empfiehlt die Referentin den PElern, bei einer Präsentation den Trainer auch aktiv agieren zu lassen und zu erleben: wie geht er mit mir um, wie fühle ich mich mit ihm?

Am Abend fand die Verleihung des vierten Life-Achievement- Awards an Prof.h.c. Wolfgang Mewes, den Begründer der EKS.

Beim Rheinischen Abend gab es lecker Essen, nette Gespräche und Schwoof mit der Band "nice partyband", die die richtige Musik für uns Oldies im Repertoire hat. Wie immer eröffneten Sabine Heß und Bernd Höcker die Tanzrunde, bis die Tanzfläche schnell brechend voll war.

Samstag begann der Tag mit Lachen- und er endete auch mit Lachen - mit dem Arzt Dr. Roman Szeliga aus Österreich. Einfach NUR KÖSTLICH! Komik ist hier nicht wiedergebbar, daher lasse ich es. Schauen Sie sich diesen Menschen an, sollte er jemals in Ihre Nähe kommen.

Dass Humor gesund ist, ist ja Gottlob inzwischen auch wissenschaftlich nachweisbar. Ich würde ihn mir aber auch sonst gönnen!

Und es war äußerst geschickt, ihn morgens als Wachmacher eine kleine Kostprobe geben zu lassen. So war garantiert, dass alle bis zum Ende der Tagung blieben, um sich noch einen längeren Beitrag mit ihm zu gönnen.

Zum Schluss noch einige Bilder, denn das ausführliche Programm sowie die Links zu allen Referenten und Ausstellern finden Sie auf der Webseite zu den Petersberger Trainertagen.

Das ganze Geschehen wurde begleitet und aufgenommen mit graphic recording, indem Axel Rachow und Johannes Sauer die Vorträge und Workshops bildlich und graphisch festhielten und dokumentieren. Auf großen Pappwürfeln, aus denen nach und nach so eine große Bilderwand entstand.

Und selbst am Freitagabend waren sie noch umlagert und gaben Kurz-Kurse für Interessierte, als ich nach Hause fuhr.

Entsprechend sieht man Axel hier mit einer Kaffeetasse statt Bier oder Wein- voll in der Arbeit.

Ich selbst ließ es mir natürlich nicht nehmen, so oft ich eine Lücke fand, eine Runde Bogen zu schießen- es ist einfach ein tolles Gefühl. Schon allein die Körperhaltung, das Aufrichten und Öffnen, das Ziel fixieren, spannen - uuuund loslassen. Und wusch- der Pfeil fliegt- ins Ziel!

Diesen Sommer werde ich mir wieder einen Tag in der Eifel mit Bogenlust gönnen und auf Papp- Dinosaurier schießen :-).

 

 

 

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