Lernbiografie- Vom Schulhorror zur Lernlust
Für mich ist Humor eine wunderbare Art, um mit Ängsten und Blockaden umzugehen.
In der Einleitung meines Suggestopädie-Buchs veröffentliche ich daher auch mein "Blödel-Reim-Gedicht" zu meiner Lernbiografie, die zeigt, wie man trotz negativster Schul- und Studiums- Erfahrungen noch die Kurve kriegt und erfahren kann, wie wunderbar das Lernen ist.
Ich bin da sicher ein ermutigendes Beispiel: von der schlechten Schülerin zur fortbildungssüchtigen Trainerin :-).
Lesen Sie das "Gedicht" hier...
Meine Lernbiografie
Lernen ist ja gar nicht schwer
Doch es kommen immer mehr
Wörter in mein Hirn gedrungen
Das ist davon schon ganz verschlungen.
In der Schule war es furchtbar
Machte mich deshalb auch oft rar
Versteckt klein in der letzten Bank
Mein Herz gleich in die Hose sank
Wenn ich an die Tafel sollte
Nachher dann der Lehrer schmollte
Weil ich überhaupt nichts wusste
Stattdessen schnell aufs Klo mal musste
Die Pausenklingel rettet mich
Flutsch davon, so schnell wie’n Fisch
Zitternd dann zur nächsten Stunde
Wie im Boxring- noch ne Runde
Möglichst unauffällig machen
Selten gibt’s mal was zu lachen
Das einzig Schöne ist Musik
Ich gern in die Aula flieg
Singen dort ganz schöne Lieder
Oder hören Stücke wieder
Von Beethoven und von Vivaldi
Damals ging ich nicht zum Aldi
Auch Deutsch war noch ein Lieblingsfach
Bekam hier selten was auf’s Dach
Konnte schreiben seitenlang
War beim Arbeiten nicht bang
Aber alle andren Fächer
Dümpelten im Gruselbecher
Zum Beispiel Mathe und Chemie
Und Latein verstand ich nie
Handarbeit war grauenvoll
Frag mich heute, was das soll
Damit Kinder noch zu quälen
Rettet sicher keine Seelen
Wenn ich Topflappen kann häkeln
Wo die Lehrer doch dran mäkeln
So lernt ich in der Schule kaum
Machte nur den Klassen-Clown.
Auch das Studium war bitter
Prüfungen wie ein Gewitter
Nur die Diplomarbeit ging locker
Wirft mich heute noch vom Hocker
Entdeckte damals meine Schreiblust
Doch der Rest war wirklich nur Frust.
Erst danach, doch nicht zu spät
Lernte ich, wies anders gäht
Ganzheitlich mit allen Sinnen
Durfte ich nun fröhlich spinnen
Tanzen, singen und viel lachen
Lernte so ganz viele Sachen
Selber tun vor allen Dingen
Mit praktischer Erfahrung ringen
Alles selber ausprobieren
Ist viel besser als studieren
Merke ich, was zu mir passt
Hab den Inhalt schnell erfasst
Und behalte ihn für immer
Früher hatt’ ich keinen Schimmer.
Seit ich weiß, wie’s Lernen geht
Und wo frischer Wind her weht
Lern ich gerne ständig weiter
Bleibe dabei auch noch heiter
Ist wie ein Freizeitvergnügen
Möchte mich nicht mehr begnügen
Sondern immer weiter gehen
Und bleibe so auch nie mehr stehen
Besuche ständig Seminare
Das kostet mich so manches Bare
Bekomme aber auch sehr viel
Lerne heftig und subtil
Halte mein Gehirn in Schwung
Bücher sind der beste Dung
Aus dem Neues wachsen kann
Kreativ bin ich auch dann
Ideen produzier ich Mengen
Die alle sich aufs Blatt dann drängen
Wie ich euch jetzt auch beglücke
Mit diesen Reimen wohl entzücke
Dicke Bücher schreib ich gerne
Vor allem in sonniger Ferne
Am Meer und in der Sahara
War schon länger nicht mehr da.
Wer auch lernen will zu lernen
Mit Freude und mit lautem Schwärmen
Kann mich gern im Haus aufsuchen
oder Termine bei mir buchen
Für Seminare und Beratung
Für Coaching und auch neuen Schwung
Bei der Arbeit und im Leben
Oder auch Kontakte weben.
Lernen mit Lust und Leichtigkeit
ist der Erfolg dann nicht mehr weit.
Sonntag, 24-01-10 17:21
Liebe Zamyat, liebe Kollegin,
ach was ist das köstlich zu lesen...
Gott sei Dank hast Du Dir das Lernen nicht vergraulen lassen. Und zum Glück hat ein Erwachsener die Möglichkeit, wesentlich selbstbestimmter zu lernen, als ein Kind (damals) in der Schule.
Sofern diese/r Erwachsene denn weiß WIE, und solange noch ein Funke Lernlust unversehrt geblieben ist.
Die Situation in den Schulen ist heute aber viel erfreulicher geworden.
In Deinen Song könnte ich gut mit einstimmen...