Begriff der Suggestopädie- Entstehung eines Buches 3
Das Buch, das ich zurzeit schreibe, trägt den Titel: “Zauberwelt der Suggestopädie- ein innovativer Ansatz für Ihr Business- Training“.
In der Einleitung gehe ich natürlich auf diesen Begriff „Suggestopädie“ näher ein.
Woher kommt er, was bedeutet er?
Denn leider klingt er im Deutschen nicht besonders positiv. Suggestion wird gleichgesetzt mit Manipulation, also meist negativ betrachtet.
Bedauerlicherweise heißt dieses Kind nun seit den 60er Jahren so- und lässt sich daher nicht mehr umbenennen. So kann also nur der Weg sein, aufzuklären, was damit gemeint ist und diesem Begriff mit der Zeit eine positive Bewertung und Bedeutung zu geben.
Das ist unter anderem das Ziel meines Buches und deshalb war es mir auch wichtig, dass der Begriff im Titel steht.
Auch meine früheren Bücher behandeln Methoden der Suggestopädie, das wurde bislang aber nur im Text erwähnt.
In meiner Einleitung gehe ich nun auf drei Punkte ein:
** Woher kommt der Begriff?
** Was ist damit gemeint?
** Ist der Begriff oder das Konzept heute bei Trainern bekannt oder was verbinden sie damit?
Woher kommt der Begriff?
Der Begründer der Suggestopädie, Georgi Lozanov, ein bulgarischer Arzt, hat den Englischen Begriff zugrunde gelegt. To suggest heißt unter anderem vorschlagen, anbieten, wählen.
Es geht darum, für jeden Lerntyp etwas anzubieten und verschiedene Lernmöglichkeiten vorzuschlagen.
Was ist damit gemeint?
Lozanov hat sich mit Hypnose beschäftigt und wollte forschen, wie man auch auf anderen Wegen an das „Supergedächtnis“ der Menschen herankommt, wie sie in Hypnose deutlich wird.
Er fand heraus, dass wir in körperlich entspanntem, aber geistig wachem Zustand sehr aufnahmefähig sind und Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Das ist im so genannten Alphazustand, der durch Entspannung und Musik hergestellt werden und zum Lernen genutzt werden kann.
Bewusste und unbewusste Suggestionen
Er weist darauf hin, dass Trainer und Lehrer immer Suggestionen ausstrahlen. Ihre innere Einstellung (beispielsweise Schülern oder Teilnehmern gegenüber), Ihre innere Haltung zum Lernen, zum Stoff etc. wird immer kommuniziert. Am wenigsten durch die Worte, sondern noch mehr durch Körpersprache, Mimik, Gestik usw.
Das bestätigt auch die Kommunikationstheorie.
Oft sind Trainern die so vermittelten Suggestionen nicht bewusst. Lozanov ging es darum, dass Trainer sich 1. bewusst werden, dass sie immer beeinflussen und 2. Ihr Training so gestalten, dass sie positive, verstärkende und hilfreiche Suggestionen nutzen.
Ist der Begriff oder das Konzept heute bei Trainern bekannt oder was verbinden sie damit?
Im Vorfeld des Schreibens habe ich mit vielen Trainern über mein Projekt gesprochen, ein Buch über das Thema Suggestopädie zu schreiben. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. So kam ich auch auf die Idee, eine Online- Umfrage zu starten:
1. Kennen Sie „Suggestopädie“?
2. Oder haben Sie eine Vorstellung oder Ahnung was es ist?
3. Was verstehen Sie unter „Suggestopädie“? Was sind Ihre Assoziationen und Gefühle dazu?
4. Ist Suggestopädie für Sie ein brauchbarer/ zeitgemäßer/ interessanter Ansatz für Trainings?
5. Kennen Sie spezielle suggestopädische Methoden?
Die Ergebnisse dieser Umfrage finden Sie in der Einleitung des Buches.
Außerdem habe ich noch mit einigen Trainern Interviews durchgeführt. Auch hiervon finden Sie Ausschnitte in der Einleitung.
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