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Verändern Sie sich – jetzt!- Wie wir gemeinsam neue Gewohnheiten installieren.

Angeregt durch die Lektüre des Buchs von Leo Babauta „Weniger bringt mehr“ möchte ich ab sofort mal wieder ein neues Mini-Projekt in Angriff nehmen.

Ich habe das Buch noch gar nicht durch, Vieles ist für mich auch nicht neu. Ich habe selbst früher ZEN-Meditation betrieben und kenne daher die Einstellung: „Mache nur eine Sache, voll konzentriert und diese so gut wir möglich!“

Sie hat mir schon immer gut gefallen und Multitasking fand ich immer anstrengend.

Gleich am Anfang also kommt mir die Idee, ein Vorhaben aufzugreifen, mit dem ich mich immer wieder mal mehr oder weniger erfolgreich rum geschlagen habe. Und zwar auf die empfohlene Weise: nur mit einem Projekt beginnen!

Das fällt mir irrsinnig schwer. Ich habe so viele (gute) Ideen, ich möchte so Vieles gleichzeitig umsetzen und mache es oft auch. Aber bei der Lektüre wurde mir wieder einmal klar: effektiver ist es in der Tat, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Darum geht es jetzt aber nicht in erster Linie. Da weiß ich, was bis Ende Januar mein Hauptprojekt ist: mein neues Buch über Suggestopädie fertig schreiben!

Aber nun möchte ich die Tipps noch für eine kleine Veränderung nutzen, die eine große Wirkung auf meinen Arbeitsalltag und mein Wohlbefinden haben wird.

Pünktliche Mittagspausen!

Das klingt für manche vielleicht absurd. Viele Freiberufler haben vielleicht eher Probleme, sich zur Arbeit zu motivieren.

Ich habe das Problem, dass ich ein totaler Morgenmensch bin und wenn ich morgens am PC sitze und ein Buch schreibe oder ein Training vorbereite, dann bin ich total versunken. Das ist auch gut, kommt oft dem viel zitierten Flow nahe.Doch nach diesen ersten Stunden des Tages muss ich dann doch auch mal E-Mails checken, Anrufe tätigen, Bloggen und Twittern, Rechnungen schreiben und Protokolle- und was es sonst noch alles gibt.

 Was ich bisher versucht habe

Und selbst wenn ich mir dann in Outlook die Uhrzeit einstelle und um 12:30 Uhr erscheint: „Pause“, dann denke ich meist: „Och noch schnell diese eine Mail beantworten.“ Und schon bin ich verloren. Denn diese eine Mail hat bestimmte Folgeaufgaben im Gepäck, ich muss was im Internet recherchieren, dann kommt noch ein Anruf (den ich nicht gehört hätte, wenn ich längst in der Küche gewesen wäre) und eh ich mich versehe ist es 14 Uhr oder auch 15 Uhr, in schlimmen Fällen sogar 16 Uhr.

Wenn ich dann erst anfange zu kochen, essen, Mittagspause machen, dann gerät die ganze Planung für die zweite Tageshälfte ins Schwimmen. Es verursacht mir Stress, abgesehen davon, dass es nicht gesund ist.

Ich habe schon alles Mögliche versucht: außer der Aufgabe bei Outlook stelle ich noch das Timerle, ein kleiner Wecker, der dann auf dem Bildschirm erscheint und ohrenbetäubend klingelt, so dass ich mich zu Tode erschrecke.

Noch besser waren drei Wecker auf der Treppe, denn um sie auszustellen muss ich das Büro verlassen und die Treppe hinauf gehen, die zur Küche führt. Aber oft habe ich eben nicht dran gedacht, diese Wecker hinzustellen.

Wie geht es nun anders?

Ein Tipp von Babauta, den ich selbst in meinen Motivationsseminaren vorstelle, ist es, das Vorhaben öffentlich zu machen. Sich Gleichgesinnte zu suchen.

Das will ich nun hiermit tun. Ich frage zum einen, ob es hier auch Menschen gibt, die Mühe haben, ihre Pausen regelmäßig zu beginnen?

Dann werde ich täglich bei Twitter über meine Erfolge berichten: „Ich habe es gemacht!“ Mir fehlt jetzt nur noch ein witziger und eindeutiger Name für dieses Mini- Projekt. Für mich hat Sprache nämlich auch eine stark motivierende und emotionale Kraft. Wenn ich das Kind witzig benenne, macht es mir noch mehr Spaß.

Ähnliches hat Gitte Härter auch schon einmal auf Twitter initiiert, den #Morgengrauenbezwinger, wo es darum ging, draußen zu joggen.

Meine Frage an Sie:

** Wer hat Lust mitzumachen mit einem ähnlichen Vorhaben?

** Wem fällt ein witziger Name ein?

Brainstorming- Anfang:

#Raus jetzt!  #PausenFreuden  #KreativStopp  #Erfolgspausen #Pausendisziplin  #MachMalPause  #PPP (Pünktliches Pausen Programm)  #PausenZeit  #ZenPause  #PausenZen  #PC off, Herd on  #Jetzt aber! #Pause #Alarmglocken

Was fällt Ihnen noch ein oder was gefällt Ihnen besonders gut?

4 Antworten “Verändern Sie sich – jetzt!- Wie wir gemeinsam neue Gewohnheiten installieren.”

  1. Uta schrieb:

    Hallo Zamyat,

    das ist eine gute Idee, bewusst auf die Einhaltung der Pausen zu achten. Ohne regelmäßige Auszeiten keine wirkliche Leistungsfähigkeit, und falls doch, so bleibt oft ein Gefühl von Unzufriedenheit, schlimmstenfalls des Ausgebranntseins irgendwann. Wozu aber? So arbeite ich schon länger an einem Tag, dessen Struktur zu mir passt, dessen Leitlinien mir die Freiheit schenken, die freie Zeit auch guten Gewissens als solche zu leben und zu genießen ... und habe es dabei doppelt schwer: Wir sind zwei Selbständige in der Familie, die unter einem Dach arbeiten ... noch dazu mit unterschiedlichen Pausengestaltungsvorstellungen.

    Aber das kann mich nur inspirieren, mich Deinem Projekt anzuschließen und melde mich hiermit als Gleichgesinnte, Pausengestörte bzw. Änderungswillige. Mal sehen, was ich so lerne im Selbstveränderungsprozess ... über Leitlinien, Rahmenbedingungen ... und über mich. ;o)

    Somit habe ich der Veröffentlichung meines Vorhabens Rechnung getragen. Nun mache ich mir über die Umsetzung Gedanken. Dabei steht für mich fest, dass es eine spielerische sein muss.

    Namen, die mir spontan dafür einfallen sind: #Pausenclown #Faulzeit #Raststätte zur Einkehr #Zwischenfall #HaltePunkt #Wiederbelebung #PausenSause

    Jetzt mache ich erstmal eine Denk- & Schreibpause!

    Liebe Grüße - Uta

  2. Zamyat M. Klein schrieb:

    Hallo Uta,

    das ist ja schön, dass ich noch eine Mitpausierende gewonnen habe. Ich habe natürlich heute schon angefangen und es bei Twitter kurzerhand #PPP (Pünktliches Pausen Programm) genannt- und gemerkt: selbst wenn niemand mitmacht, dadurch, dass ich es jetzt täglich öffentlich verkünden werden (ich habs gemacht, ich habs nicht gemacht) fühle ich mich da unter "Druck" im Sinne von unterstützt, es auch wirklich zu machen. Das ist klasse. Und heute hat es ja auch schon funktioniert (obwohl ich sowieso krank bin :-(.

    Also warte ich auf deine täglichen Berichte #PPP1 #PPP2 erfolgreich etc. (Diese Geheimsprache versteht kein Nicht- Twitterer) und ich werde ebenfalls berichten.

    Vielleicht kommen ja noch welche dazu?

  3. Gitte Härter schrieb:

    Hallo Zamyat, huhu Uta,

    hihi, das ist ja lustig, dass der Morgengrauenbezwinger nochmal kurz Erwähnung findet. - Ja, ich kann nur nochmal bestätigen, dass das eine wirklich gute Sache ist, besonders den Erfolg unmittelbar durch Twitter zu dokumentieren. Idealerweise mit Mitstreitern.

    Auch wenn Pausen auch für mich ein Riesenthema sind, werde ich nicht mitmachen (auch wenn ich es nötig hätte), weil ich dazu schon verschiedene Anläufe und Varianten ausprobiert habe, aber noch nicht wirklich "meinen Rhythmus" gefunden habe. Ich bin auch gerade mit allem im Umbruch und will nächstes Jahr ein bisschen drastischer mit Arbeitszeiten experimentieren. Das "Normale" mit hie und da kleine Pausen, ist einfach nicht meins. Ich bin eher ein Durcharbeiter, so ungesund es sein mag, und so ist die bessere Variante für mich vermutlich eine Form der Kurzarbeit. :-)

    Herzliche Grüße
    und schöne Feiertage zusammen
    Gitte

  4. Zamyat M. Klein schrieb:

    Ergänzung:

    Damit sich so eine neue Gewohnheit einschleift, empfiehlt der Autor 30 Tage.
    Jetzt über die Feiertage werde ich das Programm unterbrechen, da es da nicht viel Sinn macht und ich außerdem krank bin und Dauerpause mache :-). Gezählt und bei Twitter berichtet wird dann wieder ab 28.12. oder so...

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