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Kein Tag ohne Mind Map

In der Online- Messe, die ich vor zwei Tagen euphorisch beschrieben habe, kam unter anderem im Cafe das Thema „Mind Map“ zur Sprache.

Ursprünglich ging es um „Zeitmanagement und Arbeitsorganisation für Freiberufler“. Eine Frau bat um Tipps, wie wir das denn managen und den Überblick behalten über die vielen Aufgaben, die ständig anstehen.

Da pries ich, wie immer und überall, die Mind Map® Methode an, die ich als Kompass durch den Dschungel nutze. Ohne Mind Map® wäre ich verloren.

„Was, das geht auch für Zeitmanagement? Ich dachte, das sei nur eine Methode um ein Brainstorming zu machen?“

So geht es mir auch oft in Seminaren, wenn ich die Methode anspreche. Viele sagen erst einmal, dass sie die Methode kennen. Wenn ich dann nachfrage, wer sie denn auch anwendet, sind es schon deutlich weniger.

Und von den wenigen kennen die meisten eben auch nur ganz bestimmte Anwendungsbereiche.

Mind Maps® kann man für (fast) Alles einsetzen

Meistens sind die Teilnehmer verblüfft, wofür man diese Methode noch alles nutzen kann.

Auf der Online- Messe hatte ich versprochen, heute einen Beitrag darüber zu schreiben, wie man MM auch für Zeitmanagement und Arbeitsplanung einsetzen kann. Doch zuvor möchte ich einen groben Überblick geben, wofür es überhaupt einsetzbar ist.

Bei Interesse könnte ich dann ja jede Woche einen Schwerpunkt vornehmen und ausführlicher erläutern.

Hier ein Überblick:

• Ideen zu einem Thema sammeln

• ein Brainstorming zu einem Problem machen

• Planungen jeglicher Art durchführen:

im privaten Bereich: Umzug, Urlaub, Geburtstags- oder Weihnachtsfest, Renovierung, Ausflug

im Beruf: Sitzungen, Besprechungen, Projekte, Themen, Referate, Vorträge, Seminare, Unterricht ...

• Mitschriften und Protokolle anfertigen von Besprechungen, Sitzungen, Vorträgen, Seminaren

• Literatur erarbeiten

• Ausarbeitung (Gliederung und Planung) für Berichte, Aufsätze oder Bücher

• Arbeitsorganisation und Zeitplanung entwickeln und im Blick haben

• Lernen

·        Sie können alle Wissensgebiete und auch Sprachen mit Mind Maps® lernen:
- Fachliteratur durcharbeiten und Mind Maps® als Exzerpte anlegen

- anhand der Mind Maps® sich den Lernstoff einprägen

- mit Mind Maps® den Lernstoff wiederholen

 Zeitmanagement und Arbeitsorganisation

Monats- Mind Maps®

Ich habe ein Stehmappen- System von Classei und dort für jeden Monat des Jahres eine Mappe angelegt. Wenn mir jetzt irgendwas einfällt, was ich in drei Monaten machen möchte, dann schreibe ich das schon mal auf das Mind Map®, das in der Mappe Februar liegt. Hier sammele ich kunterbunt, was mir im Laufe der Zeit so einfällt oder wo ich weiß, dass diese Aufgabe da ansteht.

Wochen- Mind Maps®

Zum Ende einer Woche plane ich die nächste Woche (manchmal auch erst Montagmorgen).

In einem Wochen- Mind Map® werden die anstehenden Projekte festgehalten und Erledigungen, Kontakte und Vorhaben.Feste Termine kommen in den Terminkalender.

Tages- Mind Maps®

Das Tages- Mind Map® ist mein wichtigstes Instrument. Denn hier lege ich auch schon die zeitliche Reihenfolge und die Prioritäten fest, wie Sie ein Beispiel im Foto sehen können.

Die Zeitangaben schreibe ich nicht immer, nur an solchen Tagen, wo ich komplett im Büro bin und mir die Zeit so wunderbar einteilen kann.

 

Durch Farben kann ich die Prioritäten deutlich machen: Rot ist ganz klar wichtig, also A  oder auch B- Aufgaben (im Sinne von Coveys 4 Quadranten!).

 
Da ich ein absoluter Morgenmensch bin, stehen diese wichtigen Dinge am Anfang- und sorgen dafür, dass ich abends zufrieden das Büro verlasse, weil ich zumindest das Wichtigste geschafft habe.

Verrückterweise ist es an solchen Idealtagen auch oft so, dass ich auch den Kleinkram wie E-Mails und Telefonate gut hinbekomme. Umgekehrt haut es meist nicht so hin, wie man ja auch an dem schönen Beispiel von Covey mit den Steinen im Glas sehen kann.

Beispiele

Auf Wunsch gibt es hier noch eine PDF mit Beispielen, wo Sie die Fotos auch in groß sehen können.

Sie können hier einige Beispiele sehen.

Bei Themen, die immer wieder kommen, wie eben Zeit- und Arbeitsplanung, lohnt es sich auch, mit Symbolen zu arbeiten. Das spart unnötige Schreiberei.

Hinzu kommt noch die Zuordnung von Farben, die Sie nach inhaltlichen Kriterien vornehmen können.

Bei mir haben die Farben eine festgelegte Bedeutung. Mehr als bei der Zeitplanung aber bei den Mind Maps®, mit denen ich meine Seminare plane, wie ich es in einem früheren Beitrag beschrieben habe.

Schauen Sie sich die Beispiele an, ich denke, dass sich der Rest von selbst erschließt. Wenn nicht, können Sie gerne Ihre Fragen im Kommentar schreiben, die ich Ihnen dann hier beantworte.

  

 

8 Antworten “Kein Tag ohne Mind Map”

  1. Elke schrieb:

    Guten Morgen Zamyat,

    vielen Dank, dass du direkt so einen ausführlichen Artikel über die Mind Maps geschrieben hast. An deinen Beispielen kann ich schon recht gut sehen, was du meinst. Die Kombination Farben und Symbole finde ich genial. Mit Mind Maps scheint ja tatsächlich einiges möglich zu sein.

    "Bei Interesse könnte ich dann ja jede Woche einen Schwerpunkt vornehmen und ausführlicher erläutern."

    DAS fände ich prima - ich bin dafür!

    Und ich werde mir einen Bereich aussuchen, in dem ich das einfach mal ausprobiere. Mal gucken, ob ich als trockene Rationalistin soviel Kreativität aushalten kann :-).

    Ganz ganz herzlichen Dank, dass du dir sooo viel Arbeit machst!

    Viele Grüße
    Elke



  2. Zamyat M. Klein schrieb:

    Guten Morgen Elke,

    das freut mich, dass dir das etwas weiter hilft. Welche der anderen Bereiche würde dich denn besonders interessieren?

    Als Einstieg würde ich dir eine ganz einfache Übung empfehlen, damit du einfach ein Gefühl dafür bekommst.
    Lege ein DIN A 4 Blatt quer, schreibe ein Wort in die Mitte (beispielsweise "Sonne" oder "Urlaub") und eine Wolke drumherum. Dann verschiedene Strahlen (Zweige) davon ab- und an das Ende einfach Assoziationen und Begriffe schreiben, die dir dazu einfallen.

    Es können auch halbe Sätze sein, ich sehe das nicht so eng.

    Wenn dir dann zu einem der Begriffe noch ein Unterbegriff einfällt, hängst du ihn an den entsprechenden Ast (bzw. Oval oder Wolke, ich mag diese Zweige nicht)- und siehe da, so entsteht in 5 Minuten (!) dein erstes Mind Map.
    Und die Struktur erschließt sich ganz von selbst.

    Ansonsten was das Thema Zeitmanagement angeht, kannst du es ja genauso machen.
    Schreibe einfach Mittwoch in die Mitte- und häng an die Zweige, was du heute alles machen willst.
    Am besten, ohne dich anfangs zu stressen, dass das schon eine Ordnung haben muss. Einfach drauf los.
    Dann kannst du in einem zweiten Schritt sehen, welche Oberbegriffe oder Symbole denn für dich sinnvoll wären.

    Beispiel:
    Telefonieren
    Schreiben
    andere Aufgaben (ich kenne ja deine Arbeit nicht)
    Kleinkram
    etc.
    und da hängst du dann die einzelnen Sachen dran.

    Einfacher geht es nimmer.... und es ist mitnichten chaotisch, nur ungewohnt! Es ist ungeheuer strukturiert- es ist sogar die gleiche Struktur wie eine Gliederung. Das kannst du spätestens erkennen, wenn du ein Mind Map PC- Programm hast, dort ein Mind Map schreibst und dann auf "Gliederung" klickst. Dann erscheint Wolke 1 als Punkt 1, die Unteräste als 1.1 und 1.2 usw.
    Es ist nur sehr viel offener, d.h. du kannst jederzeit ergänzen und siehst schneller Zusammenhänge, Abfolgen, logische Verbindungen etc., als das bei einer linearen Aufzeichnung und Liste möglich ist.

    Oje, schon wieder ein Lobgesang auf das Mind Map :-).

    Viel Freude beim mappen!

    Mit mappigen Grüßen
    Zamyat
    P.S. Und in meinem Spamfilter steht gerade das Wort "erwecke"- hatte in Gittes Blog schon die Idee, dass wir ein Spamwort- Orakel machen können.

  3. Schreiberling schrieb:

    Hallo Zamyat,

    toll, dass Du an den Beitrag zu den Mind Maps gedacht hast.

    Sehe ich das richtig: Du machst Deine Mind Maps auf Papier und nicht am PC, oder? Und empfiehlt sich immer Din A4, oder nutzt Du auch mal größeres / kleineres Papier?

    Wäre es möglich, dass Du 2-3 Deiner Mind Maps zum Download anbietest? Ich kann die kleinen Bilder schlecht lesen, wäre aber dankbar für ein paar visuelle Anregungen :-) .

    VG
    Schreiberling

  4. Zamyat M. Klein schrieb:

    Hallo Schreiberling,

    schön, dich wieder hier zu treffen.

    Ich mache beides: MM auf dem Papier (die finde ich einfach immer noch viel schöner und ich kann die Wölkchen hinschieben wo ich will), ich habe aber auch ein PC- Programm, an dem ich MM zur Seminarplanung oder meine Check"Listen" für Seminarmaterial etc. mache. Also Dinge, die ich immer wieder brauche und wo sich aber kleine Dinge ändern.
    Dann brauche ich sie nicht immer wieder neu zu machen.

    Andererseits habe ich gemerkt, dass es für mich eine gute Einstimmung auf das Seminar ist, wenn ich es kurz vorher noch mal mit Hand male. Ich kann es auch einfach besser lesen (weil größer, fetter, bunter)- und die Wolken eben hinschieben wo ich will.

    Wahrscheinlich bin ich in das PC Programm noch nicht genügend eingearbeitet. Aber es sieht für mich einfach nicht so schön aus :-).

    Das mit dem Hochladen- muss ich mal sehen,ob und wie das hier im Blog geht. Sonst mache ich es auf meiner Webseite als PDF und verweise von hier darauf hin.

    Schöne Grüße
    Zamyat

  5. Schreiberling schrieb:

    Danke für die super schnelle Antwort :-) !

    Ich glaube, ich bin auch jemand, der lieber zu Papier und Stift greift. Ich habe FreeMind installiert, aber bisher nur max. 2-3 mal genutzt.

    Wobei es dort halt klasse ist, wenn man etwas ändern möchte. Wie Du auch schreibst, wenn sich Kleinigkeiten ändern, ist das schnell erledigt.

  6. Zamyat M. Klein schrieb:

    PDF mit größeren Fotos

    Ich habe eine PDF mit größeren Fotos eingestellt, den Link dazu finden Sie oben unter der Überschrift "Beispiele".

    Fröhliches Mappen!

  7. Elke schrieb:

    Hallo Zamyat,

    danke für die pdf-Datei. Damit werden deine Mind Maps ja wirklich selbst erklärend. Schön übersichtlich - und ja, ich glaube, so langsam lasse ich mich überzeugen!

    Liebe Grüße
    Elke

  8. Zamyat M. Klein schrieb:

    Liebe Elke,

    am besten überzeugst du dich selber, in dem du es einfach selbst ausprobierst und erlebst, wie es funktioniert- und womöglich Spaß dabei hast?!

    Vorsichtig, Suchtfaktor!
    Kein Tag ohne Mind Map...

    Herzliche Grüße
    Zamyat

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