3. Woche Resümee: Magisches Experiment
Zeitweilig war der Schwung und die Begeisterung der ersten beiden Wochen bei mir etwas abgeschwächt, es traten in den ersten Tagen der Woche vielleicht nicht so viele spektakuläre Ereignisse ein (was ja auch gar nicht der Sinn, sondern ein toller „Nebeneffekt“ war).
Dadurch entwickelte sich dann aber noch eine neue Variante:
Ich schrieb quasi von hinten herum über das, was mir im Moment gerade nicht so gut gefällt und berichtete aus der Rückschau (also aus der Sicht in zwei bis drei Jahren) wie sich das geändert hat.
Somit entwickelte ich damit unbemerkt Lösungsvorschläge oder einfach Handlungsanweisungen und Verhaltenstipps, wie ich eine Situation, die mir im Moment nicht so gefällt, verändern kann.
Das wiederum finde ich genial (an diesem Experiment)! Sozusagen mal eben eine neue Kreative Lösungstechnik entwickelt.
Die dann einen ähnlichen Effekt hat wie die vorherigen positiven Visionen. Es geht mir gleich besser. Durch das Schreiben und beim Schreiben. Ich muss jetzt nur noch tun, was ich da Schlaues geschrieben habe- und habe natürlich auch gleich Lust und den Schwung dazu...
Dann tauchte für mich die Frage auf: ist das für mein Unbewusstes nicht ungünstig, wenn ich in der Vergangenheitsform schreibe? Ich hatte beim mentalen Training, NLP und Positivem Denken gelernt, dass man nicht in der Zukunft formulieren soll, da das Unbewusste dann brav auf die Zukunft wartet. Also nicht: „Ich werde die Prüfung bestehen“ oder „Ich werde schlank und schön“, sondern: „Ich bestehe die Prüfung“ oder „Ich bin schlank und schön“! Vielleicht ist es daher auch nicht gut, in der Vergangenheit zu schreiben, so als sei es schon eingetreten?
Was meint Ihr/ meinen Sie dazu??
Und ich habe diese Woche wieder erlebt: es gelingt mir am besten (das heißt ich schreibe am feurigsten und habe die besten Ideen), wenn ich morgens früh als erstes schreibe. Wenn ich es irgendwann später reinquetsche, wird es eher so eine Pflichtnummer- wo mir der nächste Termin vielleicht auch schon im Nacken sitzt.
Außerdem bringt das gleich einen positiven Start in den Tag, der mir noch mehr Energie für mein Tagesgeschäft bringt.
Sonntagmorgen kam mir dann ganz zum Schluss- ich war eigentlich schon fertig- wieder einmal eine ganz neue und absolut geniale Idee (die ich hier aber noch nicht verrate), wo ich sofort auch noch einen weiteren Energieschub verspürte und am liebsten sofort loslegen wollte.
Und auch heute wurden gleich zwei neue Buch-Ideen geboren, die ich einfach nur klasse finde- und die mir auch eine neue Zielgruppe eröffnen werden. Nur Trainer als Zielgruppe ist einfach zu eng.
Diese Art des Schreibens scheint einfach noch ganz andere Ecken meiner Kreativität zu erreichen als die, die ich bisher beackert habe. Und die waren ja auch schon nicht ohne.
Veränderungen schon jetzt
Auf der „äußeren“ Ebene, was Ereignisse und auch mein eigenes Verhalten angeht, gibt es auch nach wie vor wunderschöne und verblüffende Dinge, die ich auch alle mit diesem Experiment in Verbindung bringe. Sie schon als Ergebnis dieses magischen Experiments sehe. Ich habe wunderbare Erlebnisse und ich gehe radikal Projekte an, die mir vor zwei Wochen noch unvorstellbar schienen, mit Schwung und Elan.
Auch darüber wird später noch zu berichten sein, ein wenig Geheimnis muss ja noch bleiben :-)
Von daher kann ich nur nach wie vor alle Mit- Experimentierer und vielleicht auch neu Hinzugekommene weiterhin animieren:
Gönnen Sie sich diese Zeit, täglich an ihrer Zukunft zu basteln auf eine so leichte und beglückende Weise. Es trägt die Früchte schon unmittelbar.
Es ist wie eine Wellness- Behandlung für die Seele, den Luxus sollten Sie sich täglich gönnen- und Sie können es. Denn es „kostet“ nicht einmal etwas, Sie gewinnen nur etwas hinzu.
Fülle
Dienstag, 14-07-09 22:02
Hallo Zamyat,
Du fragst, ob es für Dein Unterbewusstes nicht ungünstig sei, über Dinge so zu schreiben, als lägen sie in der Vergangenheit. Ich glaube nein, und zwar aus drei Gründen. Erstens schreibst Du selbst ja, dass Du dabei ganz wie nebenbei Lösungen entwickelt hast. Es hat Dich also offensichtlich nicht gebremst oder blockiert. Zweitens ist das so ähnlich als Intervention in dem Buch "Minimax-Interventionen" von Manfred Prior beschrieben. Und drittens weiß ich aus eigener Erfahrung: wenn ich formuliere "ich habe mich bisher immer soundso negativ verhalten", dann stelle ich mir sofort die Frage "und wie verhalte ich mich jetzt statt dessen?" Selbst wenn ich mich faktisch immer noch so (negativ) verhalte, allein durch die Formulierung in der Vergangenheit mache ich mir damit im Kopf die Möglichkeit für Veränderung auf. Hm. Ich hoffe, das ist einigermaßen nachvollziehbar formuliert - die Wärme macht mir das Hirn etwas weich ;-)
Liebe Grüße
Angela
Mittwoch, 15-07-09 14:36
Hallo Ihr Lieben,
meine Erfahrung zeigt mir, dass es nicht funktioniert, wenn man in der Zukunft schreibt. Z. B. "wir werden im eigenen Haus wohnen" - Wünsche und Ziele in allen Lebensbereichen sollten im "finish" formuliert sein. Denn das Unterbewußtsein setzt deine Ziele zu 100% um - und in diesem Fall hieße dass, dass wir nie im eigenen Haus wohnen werden - denn ich kann ja nur im heute leben. Ist aber dein Ziel im finish formuliert "wir leben in einem entzückenden, weißen Haus mit farbenfroher Inneneinrichtung und einem saftig grünen und üppig blühendem Garten" dann setzt das Unterbewußtsein ebenfalls zu 100% um. Und du kannst zusehen, wie das Haus in der Realität entsteht. Und übrigens verliert sich dann auch nicht die intrinsische Motivation (auch nicht nach 6 Jahren).
Ich grüße euch alle .... alles Liebe
Hannelore
Mittwoch, 15-07-09 16:24
Hallo Angela, hallo Hannelore,
Danke für Eure Gedanken und Rückmeldung.
Ich habe auch unbewusst gespürt, dass es wohl in Ordnung ist, in der Vergangenheit zu schreiben, da ich es damit schon manifestiert habe. Ihr habt mir das letzte bisschen Unsicherheit über diesen Punkt genommen- und so lass ich die Texte weiter fließen und entstehen, wie sie es gerade tun.
Alles Liebe
Zamyat