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Suggestopädie für Sprachkurse

Jambo, bibi! Jambo bwana!

Nun habe ich Sie schon lange nicht mehr über meine Schreib- Schulter schauen lassen, dabei wächst und gedeiht das Buch mit jeder Stunde.

Ganz aktuell bekommen Sie alle Fortschritte übrigens mit, wenn Sie mir bei Twitter folgen- das nur so nebenbei.

Aktuell überarbeite ich gerade Kapitel 6: Ein suggestopädischer Kreislauf für Sprachkurse.

Ursprünglich wurde die Suggestopädie ja von ihrem Begründer Lozanov für den Sprachunterricht entwickelt, daher habe ich dieses Kapitel mit aufgenommen.

Im Kapitel davor habe ich ein Beispiel für einen Kreislauf gebracht, wie man ihn für Fachtrainings in Unternehmen durchführen kann- was der Hauptinhalt dieses Buches ist. 

Aber an dem Sprachbeispiel kann ich einen ganz "klassischen" suggestopädischen Kreislauf deutlich machen, so wie ich ihn 1986 bei Charles Schmid kennenlernte.

Später haben wir in der Lehrerfortbildung zum Thema Suggestopädie erst einmal zwei Tage "Selbsterfahrung" für die Lehrer eingebaut. Nicht im psychotherapeutischen Sinne, sondern sie sollten die Suggestopädie am eigenen Leibe erleben. Indem sie eine neue Sprache mit dieser Methode lernten.

Dazu hatten wir eine Einheit in Kiswahili entwickelt, weil meine damalige Kollegin diese Sprache studiert hatte und wir davon ausgehen konnten, dass niemand diese Sprache konnte. Bei Türkisch wären sicher einige dabei gewesen und das hätte den Selbsterfahrungseffekt etwas gehindert.

Das alles ist schon sehr viele Jahre her.

Umso mehr wundere ich mich festzustellen, wie viele der Begriffe ich doch noch behalten habe. Natürlich nicht alle 25 Berufe und alle Körperteile und Farben. Am besten erinner ich mich noch an den Dialog: Guten Tag, wie geht es dir? Wie heißt du... usw.

Das zeigt mir, wie gut diese Methode wirklich wirkt und Dinge im Langzeitgedächtnis verankert. In der Zwischenzeit habe ich natürlich nie wieder Kiswahili gesprochen oder gelesen. Normalerweise ist das aber so, wenn man eine Sprache lernt, dass man auch nach dem Unterricht noch damit zu tun hat. Was den Behaltenseffekt natürlich noch enorm steigert.

Jetzt kam mir auch mein Sammlertrieb noch einmal zu Gute. In den letzten Jahren habe ich zwar außerordentlich viel entrümpelt, aber zum Glück diese Unterlagen, Memorys, Lernposter und Arbeitsblätter noch aufgehoben. Es war zwar eine kleine Suchaktion, aber das meiste habe ich wieder gefunden.

Und bin auch hier ganz erstaunt und entzückt, was für nette Kärtchen wir gemalt haben und welch aufwändige Lernposter mit Klettband, so dass man Wort für Wort anheften kann. Eben die üblichen suggestopädischen Spielereien. :-)

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