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Vom guten Leben

Träume realisieren

Keine Angst: ich will Ihnen jetzt nicht 3 Wochen von meinem tollen Urlaub erzählen und Ihnen die Zähne lang machen. Im Gegenteil, ich möchte Sie ermutigen, auch Ihre Träume zu leben.

Wer würde es nicht als erstrebenswerten Traum ansehen, sein Büro oder sonstige Arbeitsfelder ans Meer und in die Sonne zu verlagern?

„Unmöglich!“ – „Bei mir geht das nicht“, werden sofort einige denken.

Und genau das ist der erste Schritt zur Realisierung solch scheinbarer unrealistischer Träume: sie wenigstens zu denken wagen! Einmal. Für 5 Minuten.

Normalerweise springt nämlich sofort der innere Kritiker auf und schreit: „Du bist verrückt!“ „Das geht nicht“. Daher verschwenden wir keine weitere Sekunde darauf, diese Idee weiterzudenken.

Durch meine langjährige Beschäftigung mit Kreativitäts- Techniken habe ich gelernt, diese Phasen sauber zu trennen. Hemmungsloses Träumen und Ideen spinnen, später den Part des Kritikers und Bewerters und dann konkrete Schritte zu Umsetzung zu planen.

Das „Verrückte“ ist: sowie ich beginne, solche Träume und Wünsche und Ziele zuzulassen, sie aufzuschreiben und ganz konkret erste Schritte zu überlegen, die mich in Richtung Ziel bringen, geschieht eine Wandlung.

Der „unrealistische Traum“ bekommt Konturen. Emotionen kommen hinzu, Begeisterung, Freude, die mir weitere Energie geben und meine Motivation steigern.

Im Grunde ist es also ganz einfach. Ich muss nur den allerersten kleinen Schritt wagen, das Rad anstoßen, dann rollt es los.

Alles Weitere ist dann viel Technik und Handwerkzeug, das Sie sich aneignen können oder schon besitzen. Sicher wird es nicht alles hundertprozentig und auch nicht immer einfach klappen. Es gibt Hindernisse und Rückschläge, wie sonst auch. Aber Sie werden immer wieder erleben, dass Sie Ziele erreichen, die Sie früher nicht für möglich gehalten hätten.

Ein weiterer positiver Aspekt:

Auch wenn Sie ein solches Ziel nicht genau so, sondern mit Veränderungen oder Einschränkungen erreichen, sind Sie näher dran als vorher.

Selbst wenn Sie es gar nicht erreichen oder sich Ihr Ziel geändert hat, haben Sie sich dennoch weiterentwickelt, hinzugelernt und verändert. Das allein ist schon wertvoll und fördert Ihr Wachstum.

Weil ich solche Prozesse wie oben beschrieben immer wieder durchlaufe, blogge ich jetzt gerade von der Türkei aus.

Ich habe schon viele Träume realisiert, die ich vorher jahrelang für unrealistisch hielt.

So war ich 10-mal mit Beduinen und Kamelen in der Sahara und habe dort Gruppen geleitet. Letztes Jahr hatte ich mein 1. Kreativitätsseminar in der Türkei und plane im Oktober dieses Jahres das zweite.

Mein vorletztes Buch habe ich in der Türkei fertig geschrieben, nun schreibe ich hier an einem neuen.

Auch das war mal ein ferner Traum: Bücher zu schreiben und auch zu veröffentlichen. Inzwischen sind es 12.

Sie sehen, dass ein Teil meiner Träume darin besteht, in südlicheren Gefilden nicht nur zu sein und Urlaub zu machen, sondern hier auch zu arbeiten und Geld zu verdienen.

Manche Menschen meinen zu mir: Nein, ich würde im Urlaub nicht auch noch arbeiten wollen!

Satt dessen ist es so, dass ich an einem Ort arbeite, wo andere Urlaub machen – und nehme mir zusätzlich Zeit für Urlaub.

Die Arbeit selbst erlebe ich kaum als Arbeit: ich liebe es, fernab vom Alltagsgeschäft, Telefon, E-Mails, Post und allem anderen mich in Ruhe mit einer Sache zu befassen, wie beispielsweise ungestört und mit voller Konzentration an meinem Buch zu schreiben.

So „träume“ ich weiter, spinne Ideen und erlebe schon den Prozess, Ideen zu entwickeln und die Umsetzung zu planen als lustvoll. Das Ergebnis nicht minder.

Querverweis

In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf das Buch von  Timothy Ferriss: “Die vier Stunden Woche“ und meine Beiträge dazu verweisen. Er bringt wunderbare Beispiele, wie selbst Angestellte sich sehr viel mehr Freiräume schaffen können als sie es je für möglich hielten.

Will ich nur noch 4 Stunden arbeiten?
Weniger arbeiten
Mehr verdienen
Nun habe ich auch Pareto kapiert

3 Antworten “Vom guten Leben”

  1. Mario Carla schrieb:

    Hallo Zamyat,

    du nutzt da einen Satz "Satt dessen ist es so, dass ich an einem Ort arbeite, wo andere Urlaub machen", den ich in ähnlicher Form auch nutze, wenn ich gefragt werde, warum ich in der Eifel wohne und häufig von dort nach Köln und zurück fahre: Ich lebe da, wo andere Urlaub machen.
    Ich glaube, dass es wichtig ist seine Träume zu leben und ich denke dir geht es so wie mir, was ich tue ist nicht Arbeit, sondern Lebensinhalt und daher zähle ich auch nicht die Stunden. Das unterscheidet für mich den Lebensunternehmer vom Lebensangestellten und Lebensunterlasser.

    Viele Grüße in die Türkei

    Mario

  2. Hüseyin Tepeli schrieb:

    Liebe Zamyat,
    ich finde deinen Blog und dich sehr inspirierend und finde du bist ein tolles Vorbild! Danke, dass du mit gutem Beispiel vorangehst und es nicht mit leeren Worten beläst. Für mich persönlich ist der Schritt, den Inneren Kritiker zu besänftigen der schwierigste. Ich habe Jahre lange in der Reklamationsbearbeitung gearbeitet und so was prägt. Ich bin also sehr gut darin, Dinge auseinander zu nehmen und zu hinterfragen. :)
    Weiter so und viel Spass und Freude in der Türkei!
    Liebe Grüße
    Hüseyin

  3. Zamyat M. Klein schrieb:

    Lieber Mario, lieber Hüseyin,

    Danke für euer positives Feedback, das gibt mir ja auch wieder zusätzliche Motivation.
    Das Verrückte ist auch, dass man manchmal aufpassen muss, dass die Träume dann nicht zu "normal" werden, sprich, dass man sie nicht mehr als das Besondere erlebt, das sie sind.

    Dazu verhilft dann wieder "Dankbarkeit" über all die täglichen kleinen Geschenke, die deutlich machen, wie priveligiert man doch ist.
    Auch wenn es schon mal kleine Ärgernisse "im Paradies" gibt.

    Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu rätselhaft:-).

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