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Lernlandschaft statt Power Point

Die suggestopädische Alternative zu einer Power Point Präsentation ist eine Lernlandschaft.
Sie dient dazu, in ein Thema einzuführen, einen Überblick zu geben und Interessen und Neugier bei den Teilnehmern zu wecken.
Durch die witzigen oder merk-würdigen Gegenstände können Informationen auch leichter behalten werden.

Daher empfiehlt sie sich vor allem bei abstrakten und trockenen Themen.

Lesen Sie weiter, wie Sie eine Lernlandschaft planen und durchführen.

Planung einer Lernlandschaft

*** Wenn Sie bei Ihrer Seminarplanung eine Lernlandschaft entwickeln, überlegen Sie als erstes, welche Punkte Sie erläutern möchten. Die Stichworte können Sie sich beispielsweise in einem Mind Map notieren.

*** Zu jedem Stichwort überlegen Sie dann, welchen Gegenstand Sie jedem Stichwort zuordnen. Sie können auch einfach durch Ihre Wohnung, Keller, Kinderzimmer oder Dachkammer streifen und sich inspirieren lassen.

*** Dann schreiben Sie jedes Stichwort auf eine Moderationskarte.

*** Die Gesamtübersicht können Sie zusätzlich noch auf ein Flipchart oder ein Lernposter schreiben. Auch das mache ich meist in Mind Map- Form.

Durchführung

Das Lernposter oder Flipchart mit der Übersicht hängt für alle sichtbar an einer Pinwand.

Wenn Sie nun im Seminar das Thema vorstellen, dann legen Sie nach und nach erst die Karte mit dem jeweiligen Flipchart auf den Boden und stellen oder legen dann den Gegenstand daneben. Dazu erläutern und erklären Sie, was Sie  zu diesem Themenschwerpunkt erläutern wollen.

So entsteht nach und nach eine Lernlandschaft.

Aufbau

Ich beginne damit meistens vorne vor meinem Stuhl und lasse sie dann immer weiter in den Raum wachsen.
Ob Sie die Karten und Gegenstände in einer Reihe legen oder wie ein Mind Map anordnen, können Sie je nach Thema frei entscheiden.

Sie können eine solche Lernlandschaft natürlich auch auf Tischen oder Stühlen aufbauen, Seile spannen und Plakate darüber hängen- die Form ist ganz frei.

Varianten

Sie können auch Teilnehmeraktivierende Elemente einbauen, so dass die Teilnehmer mit einigen Dingen spielen oder etwas machen können.

Sie können auch eine Kiste mit Requisiten hinstellen und die Teilnehmer selbst Gegenstände den Stichworten zuordnen lassen.

3 Antworten “Lernlandschaft statt Power Point”

  1. Dagmar von Consolati schrieb:

    Liebe Zamyat,
    ich finde schön, dass Du eine Lanze für die Lernlandschaft brichst und auch so ausführlich darstellst, wie man sie herstellt.
    Wenn die TeilnehmerInnen das "Arbeiten" mit einer Lernlandschaft erst einmal kennen gelernt haben, waren sie bisher restlos begeistert und merkten, wie viel mehr Lernen ihnen Spaß machte und wie viel besser sie sich zentrale Elemente merken konnten. Das geht der Power Point Variante leider ziemlich ab, sie hat jedoch andere Vorteile.
    Ich kombiniere gern beide Elemente an unterschiedlichen Stellen.

  2. Zamyat M. Klein schrieb:

    Liebe Dagmar,

    ja, das ist das Schöne, dass jeder es so variieren und kombinieren kann, wie es gerade passt und nützlich ist.

    Gerade hatte ich zwei Tage Kreativitäts-Training in einem großen Verlag - also keine Trainer, die Methoden- Interessiert sind. Und dennoch kam die Lernlandschaft auch gut an (sowie auch die anderen kreativen und spielerischen Seminarmethoden bis hin zu den Randstimuli-schön, wenn das auch wahrgenommen und gewürdigt wird).

  3. Monika Birkner schrieb:

    Liebe Frau Klein,
    danke für diese schöne Einführung ins Thema. Ich entdecke mehr und mehr, dass auch Menschen, von denen man es gar nicht erwartet hätte, für Spielerisches aufgeschlossen und manchmal sogar dankbar sind.

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