Ankunft am Brunnen
Nach der zweitägigen Karawane erreichen wir schließlich unseren "Retreat- Platz". Es ist natürlich nicht wirklich ein Platz, für die Ankommenden unterscheidet er sich sicher nicht von anderen Stellen in der Wüste.
Aber- und das ist das Entscheidende für unseren längeren Aufenthalt- hier ist ein Brunnen. Denn wir brauchen in den 14 Tagen natürlich viel Wasser zum Tee und Essen kochen.
Das Waschen ist in der Regel sehr reduziert, denn je nach Lage der Dinge, müssen wir mit dem Wasser sparsam umgehen. Wenn es lange nicht regnet, kann der Brunnen nach einiger Zeit leer sein. Vor allem wenn viele andere Karawanen und Ziegenherden vorbei kommen.
Doch nun sind wir erst einmal angekommen. Nach zwei Tagen Karawane verschwitzt, dreckig und erschöpft.
Da werden dann (fast) alle Hemmungen erst einmal beiseite geschoben und die Gruppe startet ein wonnevolles Duschen.
Da der Platz ja öffentlich ist und unsere Beduinen auch in der Nähe das Lager für unsere Versorgung aufschlagen, werden mit vorgehaltenen Decken provisorische Duschen gestaltet.
Das Wasser muss mit einem Eimer aus dem Brunnen gezogen werden. Der Eimer hängt an einem Seil, sonst gibt es da keine Vorrichtung.
Auch das bedarf erst mal der Übung, den Eimer so geschickt und mit Schwung in den Brunnen zu schmeißen, dass er umkippt und Wasser hineinlaufen kann.
Das Gekreische und Gejubel ist wahrscheinlich meilenweit zu hören, denn in der Wüste werden Geräusche und Klänge sehr weit getragen.
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