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Was motiviert Sie zum bloggen?

Bei einer meiner leidenschaftlichen Entrümpelungsaktionen fiel mir eine alte "Wirtschaft und Weiterbildung" 03_2008 in die Hände, mit einem Lesezeichen auf einer Seite: "Was motiviert eigentlich Blogger?"

"Interessante Frage" dachte ich - und nahm den Artikel mit zum Frühstück.

Dem Artikel liegt eine Studie der Uni Augsburg zugrunde und ein Vortrag von Dr. Gabi Reinmann.

Zusammengefasst motiviert Blogger:

*** Wissen zur Schau stellen
Es geht darum, die eigenen Kompetenz nach außen zu tragen, aber auch sich selbst zu zeigen, indem man beispielsweise eine Sammlung seiner Beiträge anlegt.

*** Soziale Eingebundenheit
Über die Blogs werden eine Vielzahl von sozialen Kontakten geknüpft, da die meisten Blogger ja nicht nur ihr eigenes Blog schreiben, sondern auch bei anderen lesen und kommentieren.

*** Bedürfnis nach Autonomie
Die meisten bloggen freiwillig, zu Themen, die sie interessieren.
Ein eigenes Blog regt auch zur Reflexion an.

*** Bloggen stärkt die Persönlichkeit
Vor allem bei intrinsischer Motivation sieht Pichler, der Autor des Artikels, eine Stärkung der Persönlichkeit. Es geht um die Freude am Tun oder um das Interesse am Thema.

Wenn ich mir meine Motive anschaue:

*** Mir macht Schreiben Spaß.
Bloggen ebenso wie Bücher schreiben oder Kommentare in anderen Blogs oder Foren schreiben.
Das heißt, es geht um die Tätigkeit des Schreibens, das Erleben, wie mir beim Schreiben Ideen kommen. Es geht aber auch um Kommunikation und Austausch mit anderen, Anregungen durch andere.

*** Ich teile gerne (Methoden, Ideen, Tipps) mit anderen
Wenn ich von einer Sache begeistert bin, dann muss ich es gleich überall rumerzählen und weiter empfehlen. Und dabei ist es mir gleich, ob es Produkte, Dienstleistungen oder Ideen von anderen sind oder meine eigenen.

*** Beim Bloggen gefällt mir die lockere und ungezwungene Art
Wobei ich das ohnehin zu meinem Markenzeichen gemacht habe.

Nachdem ich mir einmal die Erlaubnis gegeben habe, nur noch Fachbücher zu lesen, die ich ohne Lexikon verstehe und die sogar interessant geschrieben sind, locker und persönlich, habe ich ebenso beschlossen, selbst so zu schreiben.

Die Resonanz meiner LeserInnen gibt mir Recht: es gibt noch mehr solche Menschen, die mit Spaß lernen wollen - und es sich erlauben.

*** Ich persönlich erlebe auch die Bloggerszene als sehr hilfsbereit und großzügig
Natürlich ist da mein Horizont sehr beschränkt, da ich nicht dazu komme, regelmäßig sehr viele Blogs zu lesen. Aber die, auf denen ich mich häufiger herumtreibe, sind ebenso freigiebig, haben tolle Tipps von anderen parat, teilen Ihre Erkenntnisse und Erlebnisse freizügig.

Kurzum: Bloggen macht mir Spaß!

Und was sind Ihre Motive zu bloggen?

7 Antworten “Was motiviert Sie zum bloggen?”

  1. Heide schrieb:

    Hallo Zamyat, schöne Zusammenfassung, danke. ich habe gerade in den letzten Wochen festgestellt, dass sich meine Einstellung zum Bloggen immer wieder mal verändert. Anfangs war ich noch recht zweckorientiert und habe das Blog vor allem als Marketinginstrument verstanden. Entsprechend lasen sich auch die meisten Beiträge: sehr nach "Blogger-Lehrbuch", mit vielen "How-to"-Beiträgen und Listen ("10 Tipps , dies oder jenes zu tun" etc.).

    Inzwischen bin ich einerseits viel persönlicher geworden, und die Lust daran, die eigenen Gedanken und Ideen zu teilen, steht stark im Vordergrund. Und andererseits formuliere ich inzwischen gerne auch mal etwas pointierter oder provokanter und bin erstaunt, wie viel Resonanz gerade auf solche Artikel kommt (aktuell wird gerade das Thema der Selbstdarstellung auf der Homepage Heide schrieb:

    ... hoppla, da ging ein Teil verloren - kann man hier keine html-Links einfügen?

    Wollte jedenfalls auf eine aktuelle Diskussion bei mir auf dem Blog hinweisen:
    http://www.heide-liebmann.de/blog/2009/02/nur-pseudo-professionell-ihr-profil-in-der-3-p[..] ergänzen, dass auch mir das Bloggen sehr viel Spaß macht - und solange das so bleibt, bin ich gespannt auf weitere Entwicklungen!

  2. Zamyat M. Klein schrieb:

    Hallo Heide,

    ja eine spannende Diskussion habt ihr da- habe auch gleich meinen Senf dazu gegeben :-).

    Stimmt, ich werde in meinem Blog auch immer persönlicher. Am Wochenende gibts ja sogar nun immer Geschichten und Schwanks (aus der Sahara) zur Unterhaltung - oder eben auch mal Einlagen aus dem "Traineralltag" wie endlose öde Zugreisen oder was man sonst als Trainerin so erlebt.

    Da ich gerne auch immer von anderen so Döneken lese, hoffe ich, dass es auch meine Leser erheitert. So richtig weiß man es ja nie.

  3. Michael (Baudax) schrieb:

    Mir geht es ähnlich wie Heide. Der Grund des Baudaxblogs war, mehr Aufmerksamkeit durch Google zu erhalten und durch Links Interessenten in einen unserer Shops zu leiten.
    Das war anfänglich eine dröge Geschichte und ich dachte, dass es keinen regelmäßigen Leser geben würde. Bis ich die Statistik installiert hatte und einen Riesenschreck bekam, wieviele Menschen täglich mitlesen. Zur gleichen Zeit sagte mir ein Kunde am Telefon, er würde regelmäßig lesen und ich sollte doch mehr über uns und unsere Arbeit schreiben, das Blog also mehr personalisieren. Nicht einfach, denn es passieren ja nicht jeden Tag erwähnenswerte Dinge. Seit der Zeit versuche ich den Spagat zwischen der Produktinfo und den persönlichen Geschichten - und tatsächlich, die Besucherzahl stieg noch einmal an. Schwerpunkt aber bleibt der Marketinggedanke und die Menschen zu zeigen, die sich hinter den Shops "verbergen".
    Leider fehlt mir die Zeit in Lillysblog regelmäßig zu schreiben, da bekomme ich ständig Mails, dass die Leser mehr Geschichten wollen.
    Da zu schreiben fällt mir leichter und das Block ist eine Hommage an eine besonders liebenswerte Hündin.

    Täglich eine Stunde Blogs lesen, das ist schon Standard und bereichert enorm.

  4. Monika Birkner schrieb:

    Bei mir gibt es ähnliche Motive wie bei Ihnen, Frau Klein. Das schließt allerdings nicht aus, mein Blog auch unter Marketinggesichtspunkten zu sehen. Ich vertrete ja die Philosophie, dass Marketing Spaß machen kann und darf. Die Freiheit und Abwechslungsmöglichkeit im Stil sind wesentliche Elemente dafür, dass mir das Bloggen Spaß macht. Ein Blog sehe ich auch als eine Art Experimentierfeld, wo ich Verschiedenes ausprobieren kann, während die Website demgegenüber doch statischer ist.

  5. Zamyat M. Klein schrieb:

    Hallo Herr Lalk,

    ständig eine Stunde Blog lesen- alle Achtung! Bei mir geht es immer nur schubweise. Wenn ich unterwegs auf Trainings bin wie gerade, dann schaffe ich abends mal gerade die wichtigsten E-Mails - und wenn ich Glück habe, noch einen eigenen Blogeintrag.

    Schön, dass ich so von Lillys Blog erfahren habe- der war mir bisher noch nicht begegnet! Aber zwei Blogs ist wirklich viel - ich habe es eine Weile auch mal probiert und hatte noch einen zweiten (fast anonymen) Blog mit dem Titel: "Ich werd (nicht) älter!" Das hat schon auch Spaß gemacht, aber mein Business-Blog war mir dann doch wichtiger... und manchmal muss man ja Prioritäten setzen :-).

  6. Petra Schuseil schrieb:

    Liebe Zamyat, ich bin ja noch relativ neu in der Blogger-Szene und bin mehr als erstaunt und fröhlich, was sich so tut .... und fühle mich deshalb um so mehr bereichert und dankbar über die vielen Impulse und Gedanken ... von Dir und auch von anderen, die ich regelmäßig lese. Ich versuche 1 Stunde maximal täglich selbst zu schreiben oder zu lesen ... Ein ganz wichtiges Bedürfnis habe ich mir mit dem Schreiben erfüllt! Das tut meiner Seele gut. Ich schreibe auch schon mein Leben lang und suche immer nach dem nächsten Schritt. Außerdem mag ich gerne meine LeserInnen informieren rund um das Lebenstempo und was mich hier beschäftigt, bewegt, verändert hat ... ich gebe Impulse und sehe an der Statistik, dass sie sich eingependelt hat, was mich sehr freut. Ich finde es sehr bemerkenswert, wie locker und informativ Du schreibst ... ich bin auf dem Weg und freue mich in so einem netten Blogger-Kreis zu sein. Herzlich. Petra

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