Arbeiten im Flow - Workshop von Hartmut Wagner
Warum ich diesen Workshop ausgewählt habe?
Zum einen zieht mich das Wort „Flow“ an – das ist ein Zustand, wie ich ihn oft bei der Arbeit mit Kreativitätstechniken erlebe und genieße. Daher interessierte es mich auch, wie ich das vielleicht bei allen Arbeitsprozessen erleben kann.
Zum anderen wollte ich Hartmut Wagner noch einmal erleben und etwas besser kennen lernen. Der Name war mir schon sehr lange ein Begriff: er ist ein Urgestein der Suggestopädie in Deutschland, war einer der ersten, die mit Suggestopädie an die Öffentlichkeit trat und mit anderen Kollegen zusammen das SKILL- Institut gegründet hat, das maßgeblich für die Ausbildung von Suggestopäden zuständig war.
Inzwischen hat ABB viele dieser Bereiche übernommen, so zum Beispiel die Grundausbildung in Suggestopädie. SKILL gibt es aber in etwas veränderter Form immer noch- wenn auch ohne Hartmut Wagner.
Im Workshop stellte Hartmut das Team Management Rad (TMR) vor. Es bietet ein System für die verschiedenen Arbeitsfunktionen und dient dazu, die eigenen Arbeitspräferenzen zu erkennen.
Das ist hilfreich bei der Arbeitsverteilung in Teams.
Man kann das Modell aber auch auf unterschiedliche Weise für sich alleine nutzen.
Im Workshop näherten wir uns der Theorie natürlich ganz suggestopädisch:
Einsteigend mit einem Centering und dem Hinweis, dass man auch als Trainer erst einmal bei sich ankommen sollte. Es folgte eine Aktivierung, in der drei Gruppen klatschend zu einem gemeinsamen Rhythmus fanden.
Bei dem TMR- Modell geht es darum zu sehen, wie die persönlichen Arbeitspräferenzen verteilt sind, wie sie sich im Team für ein gemeinsames Ziel zusammenfügen können und sich die Präferenzen zu Kompetenzen entwickeln.
Nachdem Hartmut das Konzept vorgestellt hat, stellt sich jeder zu seiner Haupt-Präferenz. Wie immer bei mir, ist das nicht so eindeutig. Ich mache also einen Spagat zwischen gelb orange und rot lila. Denn ich bin einerseits sehr kreativ, setze aber auch (entgegen dem bestehenden Klischee) vieles um. Das heißt, ich sehe mich beim kreativen Innovator und entdeckenden Promoter ebenso wie beim zielstrebigen Organisator und dem systematischen Umsetzer.
Nach den Zuordnung bilden sich Gruppen zu den einzelnen Stichworten – ich gehe ich eine „Spagat- Gruppe“.
Unsere Aufgabe: non verbal unseren Schwerpunkt darzustellen bis zu einem Signal – und dann die Position einfrieren. Dann kommt die nächste Gruppe hinzu usw.
Wenn alle Gruppen im Kreis sind, soll sich eine gemeinsame Bewegung oder Aktion ergeben...
Unsere Spagat- Gruppe behängt sich mit Tüchern der entsprechenden Schwerpunktfarben und wandert immer rund durch den Kreis, miteinander verbunden.
Nach diesem kreativen Einstieg geht es nun darum, dieses Modell einmal konkret auszuprobieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:
- Zum Thema „Team- Bildung“ gibt es ein Kartenspiel, das einige Gruppen testen.
- Eine zweite Gruppe befasst sich mit dem Thema „Kommunikationspräferenzen“. Hier geht es darum eine „Betriebsanleitung“ zusammen zu stellen für den Umgang mit der eigenen Person.
- Ein dritter Schwerpunkt ist das Thema „Akquisition“ neuer Kunden. Dazu gibt es vorbereitete Übungsblätter mit Fragen, die zur Orientierung dienen.
Ich gehe in die letzte Gruppe und wir befragen uns gegenseitig. Aber so richtig bekomme ich in der kurzen Zeit nicht wirklichen Zugang dazu, habe aber dennoch die Idee, das es sehr hilfreich sein kann. Der Weg ist hierbei, alle Positionen nacheinander vorzunehmen und dazu entsprechende Gedanken und Ideen zu entwickeln.
Beim „Berater“ beispielsweise prüfen: „Was brauche ich an Informationen? Welche Informationen brauchen meine Kunden?“ „Welche Adressen habe ich?“ „Woher bekomme ich weitere?“ Denn das „Beraten“ wird in diesem Konzept gefüllt mit „Informationen sammeln und weitergeben.“
Resümee für mich
So habe ich vor, nach dem Kongress mich noch einmal in Ruhe damit hinzusetzen und ohne vorgegebene Fragen das Rad noch einmal zu meinem Thema zu durchlaufen und zu notieren, was mir dazu einfällt.
Ich denke, dass man dadurch eine Menge Anregungen erhalten kann, weil das Thema so von allen Seiten und sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird.
Sonntag, 23-11-08 10:41
Liebe Zamyat,
nur am Rande, aber wichtig: SKILL bietet nach wie vor und mit Überzeugung die Grundausbildung in Suggestopädie an – den Klassiker kann man sagen, denn das Grundkonzept stammt von unserem Firmengründer Hartmut Wagner. (Von Anfang an war übrigens das Thema „Weiterentwicklung der Suggestopädie“ ein Teil der Ausbildung.)
Unsere nächste SKILL Grundausbildung in Suggestopädie startet mit einem 5-tägigen Kompaktseminar vom 2.-6. Februar 2009, siehe DGSL-Seminarkalender und www.skillgmbh.de.
Helga Pfetsch
Sonntag, 23-11-08 15:33
Liebe Helga,
Danke für die Korrektur- dann hatte ich das damals falsch mitbekommen.