Sommer genießen trotz Arbeit? - Work Life Balance im Arbeitsalltag
Ich bin ja so stolz auf mich...
Denn heute habe ich es mal wieder geschafft, den Moment wahrzunehmen und zu nutzen, um 7 Uhr den hochgefahrenen PC kalt lächelnd wieder auszumachen und über eine Stunde durch den strahlenden Sommermorgen zu walken, durch Wiesen und Felder. Und eine halbe Stunde auf einer Bank mit weiter Aussicht einfach nur zu sitzen...
Fast hätte ich mich schon wieder in den E- Mails verloren, als ich neidisch aus dem Fenster sah, wie ein Nachbar mit dem Fahrrad durch die Felder fuhr. Bis ich mir sagte: „Wieso nutzt du dieses herrliche Wetter nicht, um etwas für deinen Körper und deine (auch seelische) Gesundheit zu tun und gehst nicht aus raus? Kein Mensch zwingt mich um 7 Uhr früh am Schreibtisch zu sitzen!“
Es ist Sommerzeit, viele sind in Urlaub, ich habe einiges zu tun, aber Nichts, was ich nicht zwei Stunden später machen könnte...
Disziplin zur Arbeit oder zur Pause?
Oft werde ich gefragt, ob es mir als freiberufliche Trainerin mit Home- Office nicht schwer fällt, täglich diszipliniert zu arbeiten, ohne äußeren Zwang und Rahmen.
Das ist für mich überhaupt kein Problem. Meine Arbeit macht mir großen Spaß und ich neige eher dazu, zu viel zu arbeiten.
Ich brauche dagegen Disziplin, um regelmäßig Pausen einzuhalten und mir – regelmäßig- Zeit zu nehmen für Freizeit, Entspannung, vor allem aber auch Bewegung und Gesundheit.
Es fällt mir leicht, meine Urlaubszeiten ein Jahr im Voraus zu blocken und regelmäßig Urlaub zu machen. Da kann auch an Anfragen kommen was will – die Zeit ist unantastbar. (Wobei ich mindestens zwei Mal im Jahr Urlaub machen möchte – einmal zwei Wochen, einmal drei Wochen, mein Ziel ist drei Mal im Jahr!)
Doch das reicht nicht – und es entspricht auch nicht dem, was ich selbst in meinen Seminaren meinen Teilnehmern zum Thema „Work- Life- Balance“ vermittle.
Genauso wichtig ist es, täglich für eine ausgewogene Mischung von Arbeit und Entspannung zu sorgen. Und auch für körperliche Bewegung – als Ausgleich für das stundenlange Sitzen vor dem PC.
Und bei meinen Kreativitätsseminaren betone ich ebenfalls immer, wie wichtig Pausen auch für den Geist und für die Kreativität sind. Denn dann ordnen und sortieren sich die vielen Eindrücke und in der Entspannung haben wir einen leichteren Zugang zum Unbewussten und unseren kreativen Ressourcen.
All das weiß ich ja – und doch: wie schwer ist es immer wieder, mir „zu erlauben“ solche Pausen zu machen.
Auch hier ist es wohl wie mit allen anderen Dingen. Man muss es als Gewohnheit installieren, anfangs mit Disziplin täglich ausführen, bis es zur Routine geworden ist und nicht jedes Mal neue innere Kämpfe erfordert.
Da habe ich diese Woche schon einen guten Anfang gemacht. Zurück von einer längeren Seminartournee habe ich nun jeden Morgen Yoga gemacht – und bin auch schon einige Male längere Zeit gewalkt, was eine wunderbare Ergänzung ist. Weiter so!
Freitag, 25-07-08 00:48
genau, liebe zamyat: weiter so! we should practice what we preach... ;-) mir helfen ja bei den pausen die hunde sehr. die strukturieren mir die abwesenheitszeiten aus patientenkontakt und compiworks... meine "PTs" halt.. feru mich sehr auf unser treffen gleich (und die hunde bring ich ja mit - kannste dann mal probieren in der pause ;-)