Heiseres Training
Ich liebe ja Wärme und genieße es, wenn auch in Deutschland mal Sommer ist. Meine sonnenungewohnten Landsleute fangen dann regelmäßig an zu klagen: „Mein Gott, ist das heiß!“
Und im Seminarhotel werden die Klimaanlagen angeschmissen. Wenn ich eins hasse, dann sind es Klimaanlagen.
Ich fröstele und friere, meine Schleimhäute werden gereizt.
Nachdem ich gerade vor einem Tag eine aufkeimende Halsentzündung auskuriert hatte, werde ich nun wieder brutal diesen kalten Luftströmen ausgesetzt. Im Zimmer kann ich die Klimaanlage kurzerhand ausstellen. Im Seminarraum geht das nur über den Haustechniker.
Und schon kommen dann Beschwerden von den Teilnehmern. Es ist zu warm. Fenster auf ist zu laut. Also Klimaanlage wieder an- vielleicht kann man sie etwas schwächer stellen?
Das Ende vom Lied: schon abends sind die Halsschmerzen wieder da, in der Nacht steigern sie sich. Am nächsten Tag ist die Stimmfähigkeit schon sehr eingeschränkt und ich bekomme leichte Panik. Denn Halsschmerzen waren bei mir oft der Start zu einer umfassenderen Erkältung bis hin zu Bronchitis. Das kann ich jetzt nun gar nicht gebrauchen, denn jetzt habe ich nach diesem Training in dichter Folge noch zwei weitere. Es wäre also äußerst ungünstig, ausgerechnet jetzt krank zu werden.
Aber ich bin ja ein positiv denkender Mensch. Ein Tag Ruhe nach dem Seminar (naja, die habe ich nicht so ganz, morgens hospitiere ich noch in einem Training für Programmierer) und nachts Quarkwickel um den Hals- dann bin ich –inshallah!- wieder fit.
Und was lerne ich daraus? Trainer müssen sich für ihre Teilnehmer gesundheitlich aufopfern? Oder lernen „egoistischer“ zu sein?
Wie sehen Sie das?
Freitag, 01-08-08 12:47
Letzteres
Freitag, 01-08-08 17:15
Und immer ein dünnes Tuch dabei haben, hilft Wunder gegen Klimaanlagen, wenn das mit dem Egoismus dann doch nicht so klappt
Montag, 04-08-08 08:06
Und natürlich vor allem ein Intensiv-Stimmtraining ;-))), damit die (erkältungs- oder zug-bedingt) angekratzte Stimme nicht auch noch funktionell schlecht behandelt wird.
Stimmige Grüße
Joachim Beyer
Die Macht der Stimme