Seminarlogistik - Transport mit Kamelen?
Immer wieder mein Lieblingsthema:
wie schaffe ich meine suggestopädischen Materialberge an den Seminar- Ort, wenn ich mit dem Zug anreise?
Meine Autofahr –Angst habe ich zum Glück in den letzen Jahren überwunden, so dass ich nun viel öfter mit dem Auto zu den Seminaren fahre. Aber manchmal ist es mir doch zu weit, dann fahre ich lieber mit dem Zug. Zumal ich im Zug prima arbeiten und lesen kann, wenn ich nicht dauernd umsteigen muss.
Koffer und Mappe vorausschicken
Schon vor längerer Zeit habe ich nach vielen Tests ebenfalls die für mich optimale Verschickungsvariante gefunden: Koffer mit Büchern, Material und Deko sowie die Mappe mit Flipcharts und Postern schicke ich mit TNT voraus. Die holen es pünktlich ab und es reicht, die Sachen einen Tag vorher zu verschicken.
Nun habe ich völlig gegenläufig zum Trend im so genannten Sommerloch ein Seminar nach dem anderen. Und zwar so dicht, wie ich es nieeee mehr machen wollte (von wegen Work-Life-Balance). Wenn aber an den Terminen beim besten Willen nicht zu rütteln ist, bringe ich es dann doch nicht zu sagen: “Nö, das Seminar mache ich nicht, ich möchte mehr freie Tage dazwischen.“
Ja- und da ergibt sich außer meiner knappen Erholungszeit noch ein weiteres Problem. Vieles von dem, was ich zu Seminar A schicke, brauche ich auch bei Seminar B – aber längst nicht alles. Wenn es ein anderes Thema ist brauche ich andere Bücher, Unterlagen, Ordner, Requisiten usw. Einige grundlegende Dinge wie CD’s (für meine Energieaufbauübungen), Zimbeln, Nadeln, Tesakrepp etc. brauche ich in jedem Seminar.
Wenn die Zeit zwischen den Seminaren aber so knapp ist, ist es auch mit TNT nicht zu schaffen.
Im konkreten Fall diese Woche habe ich dann aber eine Lösung gefunden.
Zum 1. Seminar bin ich ohnehin mit dem Auto gefahren. Zum 2. Seminar wurde eben von TNT das Gepäck abgeholt. Da ich zwischen dem 2. und 3. Seminar aber nur einen Tag zu Hause bin, werde ich dann gleich vom 2. Seminar den Kram mit TNT zum 3. Seminar schicken – wohin ich wiederum mit dem Auto fahre. Da kann ich dann alles umpacken, nach dem Seminar wieder einladen und mit nach Hause nehmen.
Packorgien
Und das ist ja überhaupt der Teil an meinem Job, den ich gar nicht mag. Das stundelange Packen und schleppen. Leider sehe ich da auch kaum Möglichkeiten, zumindest das Packen zu delegieren. Bis ich da jemanden eingewiesen habe, welche Requisite ich für welche Übung brauche und wo das in welchen Kisten ist, da habe ich dann schon drei Mal selbst gepackt.
Trotzdem gebe ich auch hier die Hoffnung nicht auf, das noch optimieren zu können.
Checklisten (bei mir in Mind Map Form) sind natürlich obligatorisch. Auch die Ordnung der Requisiten ist fortgeschritten (in Kisten mit Beschriftung). Vielleicht gibt es noch weitere Hilfen?
Wie machen Sie das?
Sonntag, 06-07-08 11:03
Hallo Frau Zamyat,
ja, das Problem kenne ich ebenfalls und auch ich empfinde diesen logistischen Teil unserer Tätigkeit eher als zwangläufiges Übel. Meine Lösung sieht etwas einfacher aus, da wir glücklicherweise einen größeren Teil an offenen Seminare und firmeninternen Trainings in der näheren Umgebung durchführen. Wenn es dann auf Reisen geht, nutze ich bis vier/fünf Stunden Reisezeit in der Regel das Auto. Bei allem was darüber liegt meist das Flugzeug.
Da die Aufträge in der Regel von großen Firmen gebucht werden, setzte ich so viel wie möglich auf meine Anforderungliste an das Hotel. Seminarunterlagen, die nicht vom Veranstalter gedruckt werden, versende ich meist mit der guten alten Deutschen Post.
Da ich heutzutage fast alle zusätzlichen Unterlagen, die wichtig werden könnten und alle meine Präsentationen in meinem Laptop mitnehme empfinde ich als sehr angenehm, obwohl ich großer Fan der Flip-Chart bin.
Herzliche Grüße aus dem hohen Norden
Nils Schulte am Hülse