Spaß im Virtuellen Klassenzimmer
Fortsetzung der Beiträge zu Online- und Präsenzseminaren...
Meine bisherigen eigenen Erfahrungen hatte ich in Online- Seminaren gemacht, die in einem Forum stattfanden. Nun begab ich mich auf neues Terrain und machte eine Fortbildung zur Teletutorin bei der FAW.
Dort gibt es ein virtuelles Klassenzimmer mit sehr vielen unterschiedlichen Möglichkeiten. Ich will hier keine Kursfassung der Fortbildung wieder geben, sondern nur einige erste Erfahrungen mitteilen, an die sich methodische Überlegungen anschließen.
Miteinander sprechen per Audio- Funktion
Denn auch hier gibt es natürlich wieder Vor- und Nachteile. Beispielsweise die Möglichkeit, über Headset miteinander zu sprechen. Scheint auf den ersten Blick ein Vorteil gegenüber Online- Seminaren zu sein. Birgt aber auch so manche Tücken.
Da ich nicht mit Jugendlichen arbeite, ist die Gefahr vielleicht nicht so groß, dass alle durcheinander sprechen. Trotzdem ist es anders als in einem Präsenzseminar, wo die Teilnehmer ja mitbekommen, wenn jemand anders gerade das Wort ergreift.
Daher ist es üblich, die Audio- Funktion bei den Teilnehmern auszuschalten und ihnen nur gezielt und reihum diese Funktion zu öffnen.
Das ist natürlich stark reglementierend und gewöhnungsbedürftig.
Für mich als Trainerin kommt hinzu, dass die Sprachübermittlung oft unterbrochen ist, wenn ich gerade ein Dokument hochlade, mit dem wir arbeiten wollen. Das merke ich selbst nicht, muss aber die Teilnehmer vorher informieren, damit sie nicht irritiert sind. Und eben während dessen die Klappe halten und nicht schon etwas erklären.
Manches läuft eben etwas zeitverzögert. Auch das ist gewöhnungsbedürftig.
Schreiben und sprechen gleichzeitig
Während ich etwas auf ein Whiteboard schreibe, sehen die Teilnehmer erst einmal NICHTS. Sondern erst, wenn es fertig ist und ich Return drücke. Daher muss ich während dessen sprechen, damit sie sich nicht allein gelassen fühlen.
Können Sie gleichzeitig schreiben und sprechen?
Das Schreiben und Malen an einem Whiteboard ist erst einmal ziemlich tüftelig. Das braucht Routine.
Das ist überhaupt auch einer der großen Unterschiede zu Präsenzseminaren: Sie müssen sehr vieles erklären und erläutern, weil die Teilnehmer Sie nicht sehen. Und Schweigeminuten kommen im Klassenraum nicht so gut :-).
Gemeinsames Schreiben am Whiteboard
Ähnlich zeitverzögert geht es bei gemeinsamem Arbeiten am Whiteboard zu. Sie haben beispielsweise das grobe Gerüst eines Mind Maps auf die Tafel gelegt. Die Teilnehmer sollen nun Assoziationen zu den einzelnen Oberbegriffen ergänzen.
Sie können jeden Teilnehmer eine Schriftfarbe wählen lassen, damit Sie erkennen, wer was geschrieben hat. Die Teilnehmer schreiben also, veröffentlichen – und patsch: stehen zwei Wörter übereinander, weil sie zufällig an der gleichen Stelle geschrieben haben.
Fortsetzung folgt....
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