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Kritische Selbstbesinnung - Trainer im Stress

August 04, 2010

Normalerweise schickt man ja als Trainer/in eher Erfolgsmeldungen in die Welt - und ich berichte hier ja auch gerne von schönen Projekten.

So ist unter anderem letzte Woche endlich mein neues Buch "Zauberwelt der Suggestopädie" erschienen, das mir seit Jahren ein großes Anliegen war. Darüber werde ich noch berichten.
Doch die Freude und der Stolz darüber werden leider durch andere Dinge etwas gedämpft- was ich ändern will.

Für viele Trainer ist im Sommer das berühmte Sommerloch, bei mir ist es grad anders rum. Im Juli hatte ich jede Woche Training, eilte von einem zum anderen, war kaum zu Hause.

Auch wenn die Trainings alle erfreulich gut liefen - diese Häufung geht an die Substanz. Seminartätigkeit ist ungeheuer intensiv, ich bin die ganze Zeit auf 150% und wenn dann zwischen den Seminaren keine Zeit ist, den Motor wieder runter zu fahren, dann spürt man das.

Mehr als nur eine Häufung von Terminen

Und das Trainerleben findet ja nicht im luftleeren Raum statt.

Parallel zu den Seminaren läuft der weitere Aufbau der Online- Akademie, wo sich "natürlich" gerade in solchen Zeiten technische Schwierigkeiten auftun.

In meinem Alter kommt dann auch noch das Thema "Krankheit" und "Sterben" dazu. Die Eltern (inzwischen nur noch mein Vater) werden älter und kränker. Wie sich auch noch darum kümmern? Der äußere Druck wächst (unter anderem von Geschwistern), obwohl ich schon bis an die Grenze belastet bin.

Schlimmer erlebe ich aber den inneren Druck (denn Arbeit hat mich noch nie geschreckt). Das schlechte Gewissen (ich müsste mich mehr kümmern), den Ärger (wie soll ich das denn auch noch schaffen), das verzweifelte Ringen um ein wenig Freizeit und Erholung (das ist nun aber wirklich egoistisch!), die Unsicherheit: Wo sollte/ darf ich mich abgrenzen, wo muss ich Abstriche machen usw.

Da ich denke, dass ich mit diesem Thema nicht alleine stehe, frage ich die Leser dieses Blogs:
Kennen Sie ähnliche Situationen? Wie gehen Sie damit um?
Vielleicht können wir uns ja gegenseitig unter die Arme greifen :-).

Schluss mit der Sklavenhaltung

Juni 24, 2010

Tipp für Selbständige - Arbeitsvertrag mit sich selbst

Auch wenn Sie nicht erst in der Gründungsphase sind, kann ich Ihnen diesen Newsletter empfehlen. Es sind immer wieder inspirierende und nützliche Informationen enthalten und er gehört zu den wenigen, die ich ziemlich regelmäßig lese.

In dem aktuellen Newsletter von Andreas Lutz (News2Use) stieß ich auf einen Tipp, den mir meine Freundin und Kollegin Doro schon einmal vor langer Zeit gab- und der mir auch immer wieder mal geholfen hat.

Sie hatte es "Geschäftsvereinbarung mit sich selbst" genannt und es geht um das Gleiche.

Gerade Selbständige neigen dazu, sich selbst auszubeuten, über ihre Grenzen zu gehen oder keine Grenzen zu setzen. So vage Vorsätze wie "Das nächste Wochenende arbeite ich aber mal nicht so viel" helfen da nicht wirklich.

Viel eindrücklicher und klarer ist es, mit sich selbst einen schriftlichen Vertrag abzuschließen. Seine Kollegin Kristin Schwemmle orientiert sich bei ihren Vorschlägen an normalen Arbeitsverträgen.

Darin sollte enthalten sein:
* Die Arbeitszeit
* Urlaub
* Arbeitsort und Ausstattung
* Gehalt
* Kündigungsfrist

Raus aus dem Büro!

Juli 15, 2009

Haben Sie schon mal Schule geschwänzt?

Ich habe das früher nie gemacht- vielleicht fällt es mir daher so schwer als Selbständige, mir mal einfach einen Tag frei zu nehmen.

Gestern habe ich mir aber einen Urlaubstag genommen. Es ist Sommer, seit zwei Tagen scheint endlich mal wieder die Sonne, viele sind in Urlaub- warum sollte ich mir nicht mal eine Kreative Auszeit gönnen?

Ich habe früher schon einmal ein Experiment mit mir gemacht:"Ein freier Tag in der Woche." Da bin ich dann aber meist nach Köln gefahren, zu kulturellen Unternehmungen oder shoppen, Freunde besuchen und Neues erkunden.

Gestern habe ich einen richtigen Ferientag eingelegt. Ich bin ich nach Ahrweiler gefahren, wo ich als Kind immer meine Ferien bei Verwandten verbracht habe. Ich bin vormittags mit meiner Kusine einige Stunden gewandert und nachmittags nach dem Essen noch mal eine Radtour.

Gestartet sind wir am "Maibachklämmchen", wo wir als Kinder immer gespielt haben. Ein lauschiger Weg an einem Bach entlang, der ständig über kleine Holzbrückchen führt. Die Bäume und Sträucher bilden eine Gasse. Dann weiter durch Wiesen und Felder und an Weinbergen entlang. Ich liebe Wege mit Weitblick.

Nachmittags dann auch auf vertrauten Pfaden, über Walporzheim an der "Bunten Kuh" vorbei, einem Felsvorsprung, über Dernau nach Resch.

Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne schien, und es war einmal wunderbar, nicht über die Arbeit zu sprechen, sondern einfach zu sehen, zu spüren, zu riechen. Eine Kreativ- Kur für den Geist.

 

 Bunte Kuh

Ein spielerischer Anstupps

Juli 06, 2009

Ich liebe ja spielerische und kreative Anregungen- vor allem, wenn sie einen dann auch noch entscheidend weiter bringen.

So bin ich mal wieder völlig begeistert von einer tollen Idee, gefunden auf dem Blogbeitrag von Gitte Härter- mit "Bastelvorlage".
Sie können dort Los-Vorlagen downloaden, drucken und ausschneiden zu den Themen: Akquise und Kundenbindung, Arbeitsorganisation, Work-Life-Balance und Motivation.

Wenn Sie jeden Tag eins der Lose ziehen und tun, was drauf steht, werden Sie nicht nur weiter kommen, sondern auch noch jede Menge Spaß haben. Mir haben jedenfalls eben beim flüchtigen Drüberlesen schon einige ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Und eine Idee für ein Seminar habe ich auch gleich geboren...

1. Woche Resümee: Magisches Experiment

Juni 30, 2009

Heute vor einer Woche habe ich das magische Experiment begonnen: "Mein ideales Leben in zwei bis drei Jahren."

Inzwischen sind viele Menschen dazu gekommen, die es auch für sich durchführen möchten.

Daher hier noch einmal ein paar kurze Erklärungen zum Ablauf- und dann mein Resümee der 1. Woche.

Es ist sehr ausführlich geraten- das kann jeder aber handhaben, wie er will.
Für mich habe ich gemerkt, dass mir dieses Resümee noch einmal zusätzliche Kraft und Begeisterung gegeben hat, als ich mir klar gemacht habe, was da alles passiert ist.
Sie müssen Ihr Resümee natürlich auch nicht veröffentlichen, können aber- wenn Sie möchten- ein paar Erkenntnisse, Erfahrungen oder Schlussfolgerungen mit-teilen ohne konkrete Inhalte.

Zum Ablauf

Es kann jeder mitmachen bzw. das Experiment für sich selbst machen, der möchte - und auch jederzeit einsteigen.
Es ist ja kein gemeinsamer Kurs mit Anfangs- und End- Datum.

Ich hatte lediglich die spontane Idee, andere an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.
Zum zweiten biete ich hier im Blog die Möglichkeit, sich gemeinsam darüber auszutauschen, von Erlebnissen zu berichten, Fragen zu stellen und zu beantworten.

Aber auch das ist keine Verpflichtung für eine Teilnahme, sondern eben ein Angebot für die, die das möchten.
Es muss sich auch niemand hier anmelden.

Manche haben mir per E-Mail geschrieben, dass sie es auch durchführen möchten, andere haben letzte Woche im Kommentar dazu geschrieben.

Das Angebot, hierzu Kommentare zu schreiben, hat auch den Effekt, dass man sich in einer Gruppe fühlt und das Experiment nicht alleine durchzieht.
Das hilft vielen Menschen, dran zu bleiben und ist somit schon durch die bloße Existenz eine Unterstützung.

Nutzen und handhaben Sie es so, wie es für Sie passt.

Und hier kommt nun mein Resümee von der 1. unglaublichen Experiment- Woche:

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