Seminare und Coaching in der Natur
Mai 29, 2012Schon länger plane ich ein Buch mit dem Arbeitstitel "Raus aus dem Seminar", in dem ich Methoden und Konzepte vorstellen möchte, in denen Natur in die Seminararbeit mit einbezogen wird.
Sei es, dass bestimmte Übungen draußen stattfinden- oder eben das ganze Seminar oder Coaching.
Was ist anders?
Nun plane ich ja auch wieder ganz konkret Seminare in der Türkei, die auch ausschließlich in freier Natur stattfinden (außer, wenn es regnet).
Es gibt dort keinen Seminarraum, keine Flipcharts und Pinwände.
Bei 20 Kg Gepäckbeschränkung kann ich auch keine Requisiten und Seminarmaterialien mitschleppen.
Und vor Ort gibt es nicht einmal Hefte, Papier oder Stifte zu kaufen.
Das heißt, von der Form und dem Rahmen her hat es einen ganz anderen Charakter als Seminare in Deutschland.
Und das ist gut so!
Denn auch der äußere Rahmen hat großen Einfluss auf innere Prozesse.
Ein veränderter Rahmen unterstützt innere Veränderungen und Entwicklungen.
Man klammert sich nicht an Gewohnheiten, sondern ist erwartungsvoll offen für das Neue, das sich entwickelt.
Sie erhalten durch ein verändertes Außen neue Anregungen und Impulse.
Warum in der TÜRKEI?
Abgesehen von meiner persönlichen Liebe zu orientalischen Ländern und speziell zu diesem türkischen Dorf (ein Schatz!) knüpft es an den Gedanken an, dass eine veränderte Location auch eine Veränderung des inneren Zustands und der Wahrnehmung unterstützt.
Die Begegnung mit einer anderen Kultur, mit geheimnisvoller Exotik oder auch irritierenden Bräuchen und Gewohnheiten erweitert buchstäblich den eigenen Horizont. Stellt eigene Gewohnheiten in Frage. Bietet dadurch mehr Wahlmöglichkeiten.
Wichtig ist dabei eine innere Haltung von Offenheit und Neugier, ein Forschergeist, der nicht gleich bewertet und in Schubladen steckt.
"Ach, so machen die das!" "Oh, das ist auch ne Variante- interessant!"
Jenseits von politischen, religiösen oder ideologischen Sichtweisen kann man einfach schauen und wahrnehmen:
Was ist anders? Was löst das in mir aus? Wozu regt mich das an?
Was ist mir fremd? Was reizt mich? Was würde ich vielleicht gerne aufgreifen und integrieren?
Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an meine 10 Reisen in die Sahara. Abgesehen von der Wüste und den Kamelen, die ich bezaubernd finde, haben mich vor allem die Beduinen sehr beeindruckt. Und ich habe eine Menge von ihnen gelernt, das ich auch wirklich in meinen Alltag integrieren konnte.
Vor allem ihre Alltagskreativität, mit der sie kleinere Probleme lösten. So hält bis heute ein Regal in meiner Dachkammer nur mit einen kleinen Asstück, das ich zwischen Regal und Wand geklemmt habe.
Seit Jahren schleppe ich im Urlaub Aquarellfarben und Utensilien mit in meine Urlaube, in der Hoffnung, hier noch einmal zum Malen zu kommen, was ich vor etlichen Jahren einmal sehr intensiv betrieben habe.
Vielleicht regt es sie ebenfalls zu einer kleinen Alltagskreativität an, die Ihren Tag bereichern, Ihnen einfach nur Spaß macht und anderen womöglich auch Freude bereitet.
Das ist nun bei den Steinen ganz anders.
Beim NLP habe ich die Bedeutung von "Locations" kennengelernt.
Im Seminar will ich all das nutzen und kombinieren:
Für die letzte Septemberwoche plane ich mein zweites
Seit vielen Jahren fahre ich nun schon zwei Mal im Jahr hier nach