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Persönliche Highlights der Petersberger Trainertage 2010

April 25, 2010

Wie jedes Jahr fanden die Petersberger Trainertage in Königswinter im Steigenberger Grandshotel statt- diesmal konnten wir bei strahlendem Wetter diese wunderbare Aussicht über den Rhein genießen.

Schon allein das Ambiente lockt mich alljährlich dort hin. Ein wunderbarer Rahmen um Trainerkollegen zu treffen und netzzuwerken.

Trotz des wunderbaren Wetters, wo ich mich am liebsten nur draußen mit Bogenschießen (wie immer mit der professionellen Betreuung von Bogenlust) und Sonnenbaden vergnügt hätte, habe ich etliche interessante Workshops und Vorträge besucht, die ich kurz vorstelle.

Da ich Freitag leider meinen Fotoapparat vergessen hatte, gibt es nur Bilder von den samstäglichen Veranstaltungen.

Friedensschlag

April 20, 2010

Gestern war ich in dem Film "Friedensschlag", der mich zutiefst bewegt hat.

Ich erfuhr über den Newsletter von BoomtownMedia davon, den ich beziehe, seit ich den Film "Rhythm is it" gesehen und weiter empfohlen hatte.

Sie produzieren sehr ungewöhnliche und mit Preisen ausgezeichnete Dokumentarfilme wie "Rhythm is it" und "Trip to Asia".
Ihr neuester Film "Friedensschlag" ist nun seit dem 15. April in den Kinos zu sehen.

Der Hintergrund

Es handelt sich um ein Projekt "Work and Box" vor den Toren Münchens, die mit gewaltbereiten männlichen Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren arbeiten.

Das Team aus Sozialpädagogen und Psychologen, Handwerksanleitern und Boxtrainern bereitet die Teilnehmer auf ein Leben innerhalb der Gesellschaft vor.
Das Projekt besteht seit 2003 und arbeitet mit einer Erfolgsquote von 80%. Die Jugendlichen haben Schulabschlüsse gemacht und einen Ausbildungsplatz bekommen.
Es handelt sich um Jugendliche, denen Gerichtsverfahren und Strafvollzug droht und die selbst teilweise massive Traumatisierungen erlebt haben.
"..zerbrochene Familien, Ausgrenzung als Migranten der zweiten oder dritten Generation, Verwahrlosung, Misshandlung. Integration findet auf keiner Ebene statt. Und: 97 Prozent der Gewaltstraftäter waren oder sind selbst Gewaltopfer."

Über den Film

Der Film hat mich in mehrfacher Hinsicht sehr beeindruckt und erschüttert.

Das Team von Work and Box

Beeindruckt haben mich die Mitarbeiter von Work and Box. Mit welch unerschöpflicher Geduld sie dran blieben, nicht aufgaben und nicht ausflippten, wo ich es als Zuschauerin schon kaum aushielt, still zu bleiben.

Mit welcher Klarheit sie gleichzeitig immer wieder aufzeigten, worum es geht und was die Jugendlichen selbst dazu beitragen müssen, um aus ihrem inneren Gefängnis von Gewalt herauszukommen.

Und vor allem: wie sie tatsächlich hinter all diesen Fassaden von Aggression und unflätigen Beschimpfungen es schafften, die andere Seite und die verborgenen Potenziale und Möglichkeiten der Jugendlichen wirklich zu erkennen und zu sehen. Anders ist solch eine Arbeit gar nicht möglich. Denn ich kann nichts fördern und entwickeln, wenn ich vermute, dass da gar nichts ist.

Film

Dokumentarfilme gehören sonst nicht zu meiner Haupt- Film-Kost. Dieser hier zeigte mir wieder einmal, wie spannend Dokumentarfilme sein können. Wie entscheidend auch hier das innere Verständnis und wirkliche Hinschauen ist. Die ruhige Kameraführung, wo wir sonst oft vor hektischen Schnitten kaum noch etwas sehen können. Lediglich die Musik war manchmal etwas zu laut und zu aufdringlich.

Ich habe mich keine Minute in diesem Film gelangweilt. Die Bilder, die Zusammenstellung von Interviews, Beobachtungen und Einblenden der Umgebung waren äußerst kunstvoll und hielten die Zuschauer gefangen.

Die Jugendlichen

Was mich persönlich am meisten erschütterte, waren nicht einmal die Gewalttaten der Jugendlichen, sondern ihre absolute Sprachlosigkeit. Anfangs ist es lediglich ein Gestammel, ein Aneinanderreihen von Beschimpfungen und Kurzformen. "Verpiss dich, ater Mann!" "Eh alter Mann, das ist langweilig."

Eine völlige Unfähigkeit, mit Worten auszudrücken, was sie wirklich erleben, fühlen, meinen. Wenn einer dreimal hintereinander nur brüllte:"Eh, das langweilt mich", so hatte er einfach keinen anderen Begriff auf Lager. Denn mit Langeweile hatte das am allerwenigsten zu tun.
Er konnte nicht ausdrücken (und es selbst auch gar nicht klar fühlen), dass er die Situation bedrohlich, unverständlich oder was auch immer fand.

Mir wurde klar: diese Sprachlosigkeit hat wohl weniger mit mangelnden Deutschkenntnissen zu tun, sondern damit, dass sie einfach in keinster Weise gewohnt waren, normal zu kommunizieren.
Und ich habe die Vermutung, dass Sprache damit zusammen hängt, was ich im Innern fühle, denke, meine. Wenn ich etwas sprachlich nicht ausdrücken kann, kann ich es auch nicht denken. Und umgekehrt.

Dieses innere Gefängnis des Nicht- Verstehens, dieser Panzer aus Gewalt gegen eine bedrohliche Welt und die Unfähigkeit, zu reflektieren, sich auszutauschen und an sich zu arbeiten- das fand ich das wirklich Erschreckende und Erschütternde.

Umso dankbarer bin ich, dass es solche Menschen wie das Team von "Work and Box" gibt, die mit einem ungeheuren Einsatz sich auf diesen sehr langen und mühseligen Prozess einlassen, diese Jugendlichen zu begleiten und zu unterstützen, sich mit sich selbst zu konfrontieren, sie aus der Sprach- und Verständnislosigkeit hinauszuführen und dabei zu helfen, dass sie Verantwortung für ihr Leben übernehmen und nicht in absoluter Hoffnungslosigkeit sich dem Gefängnis und weiterer Gewalt ausliefern.

Ebenso dankbar und erfreut war ich, dass es offensichtlich auch Unternehmen gibt, die bereit sind, solchen Jugendlichen eine Chance, einen Arbeitsplatz zu geben, damit sie neu starten können.

Ein Film also, der erschüttert, aber auch Hoffnung macht.

Der nichts gemeinsam hat mit den aktuellen Fernsehserien über spektakuäre Maßnahmen mit schwierigen Jugendlichen, die in die Wüste geschickt werden, sondern sich auf ruhige Art in die Tiefe wagt. 

 

Ungewöhnliche Akquise mit Spaß

April 15, 2010

Meine treuen LeserInnen wissen, dass ich vor Jahren die "Kalt-Akquise" beerdigt habe. Nach dem Motto: ich muss mich nicht gerade zu der Form von Akquise zwingen, die mir am schwersten fällt.
Es gibt unzählige andere Möglichkeiten- und man sollte das tun, was man am besten kann- und vor allem, womit man am erfolgreichsten ist.

Eins meiner Grundprinzipien und Überzeugungen ist außerdem, dass das Universum für einen Ausgleich sorgt. Wenn ich auf der einen Seite viel gebe, kommt oft von einer anderen Seite auch viel zurück.


So werde ich oft gefragt, ob ich keine Bedenken habe, so freizügig mit meinem Wissen und meinen Methoden zu sein. Nicht nur in meinen Büchern (woran ich immerhin ein wenig verdiene, wenn das auch mehr ein Taschengeld ist), sondern auch auf meiner Webseite, im Newsletter und im Blog. Ob dann nicht andere einfach hingehen und meine Methoden beispielsweise für ihre Arbeit nutzen.

Das ist aber genau mein Bestreben. Warum sollte ich all die schönen Methoden in meiner Schublade geheim halten?

Ich freue mich, wenn Trainer viel von dem umsetzen und helfe dabei gerne in einem angemessenen Rahmen.

Dabei greife ich auch durchaus schon mal zu ungewöhnlichen Mitteln. Wie beim Beispiel "Indianertanz", den ich in mehreren Büchern beschrieben oder zumindest erwähnt habe.
Durch das Lesen der Tanzschritte können andere Trainer ihn noch nicht durchführen- und selbst die Noten würden nicht jedem helfen. Daher biete ich immer an: "Rufen Sie mich an und ich singe Ihnen den Indianertanz auf Ihren AB. Dann können Sie ihn so lange abhören, bis Sie ihn gespeichert haben."

Darauf haben auch schon etliche Leserinnen zurück gegriffen (kein Mann hat mich jemals darum gebeten, fällt mir gerade auf :-).
Und wie ich in dem vorigen Beitrag beschrieben habe, hat das sogar einmal zu einem Auftrag für ein Train-the-Trainer Seminar geführt, das zu einem der erfreulichsten Seminare gehörte, das ich lange Zeit hatte.

Durch Indianertanz neue Aufträge

April 13, 2010

Heute habe ich ein Train-the- Trainer Seminar begonnen für den Berufverband Gedächtnistraining. 18 AusbildungstrainerInnen nehmen daran teil und es macht großen Spaß. Durch die Suggestopädie und meine früheren Lerntechniken- Seminare sind mir auch die Inhalte, die sie vermitteln, sehr vertraut.

In der Pause erfuhr ich dann, dass eine der Teilnehmerinnen vor langer Zeit eins meiner Bücher gelesen hat und dort auch den Indianertanz gefunden hat. Ich biete dort an, den dazu gehörigen Gesang auf AB zu singen, da ich im Buch nur die Tanz-Schritte beschreiben konnte.

Sie hatte mich angerufen und ich habe ihr dann wie versprochen auf den AB gesungen.

Das hat sie so beeindruckt, dass sie es ihrer Kollegin erzählt hat, die mich nun für dieses Training engagiert hat.

Ich war hoch erfreut über dieses Feedback und damit zu erleben, wie kleine Gefälligkeiten eine große Wirkung haben können.

Erste suggestopädische Online-Akademie

April 06, 2010

Nun ist es bald so weit: in Kürze eröffnet Zamyat-Web-Seminare die "Erste suggestopädische Online-Akademie".

Gleich im Mai startet schon das 1. Seminar für Trainer mit dem Thema "Einführung in suggestopädische Online- und Präsenzseminare".

Dieses Seminar ist offen für alle interessierten Trainer und gleichzeitig ein Einführungsseminar für Trainer, die in der Akademie zukünftig auch Seminare anbieten wollen.

Interessenten können sich ab sofort per E-Mail bei mir melden und erhalten dann genauere Informationen.

Welche Themen und Termine in der "Ersten suggestopädischen Online-Akademie" weiterhin angeboten werden, erfahren Sie in Kürze auf meiner Webseite und natürlich auch hier im Blog.
Es wird natürlich auch eine Eröffnungsfeier geben, zu der Sie dann auch alle herzlich eingeladen sind.

Wie Sie an dem Foto sehen können: einer der vielen Vorteile von Online- Seminaren ist es, dass Sie von jedem beliebigen Ort der Welt aus daran teilnehmen können!

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