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Foto Zamyat

Kneipen- Massage, ein kreatives Geschäftsmodell

Oktober 01, 2009

Letzte Woche hatte ich ein Training in Köln. Abends gingen wir in ein Cafe- Restaurant, um gemeinsam zu essen und zu trinken.
Mitten in der angeregten Unterhaltung tauchten zwei junge Damen auf mit blauen T-Shirts, die die Auffschrift "Neck attack" trugen und boten Massagen an.

"8-10 Minuten- und Sie entscheiden selbst, was es Ihnen wert war."

Hier auf dem Stuhl, am Tisch, inmitten des Getöses (es war ziemlich laut, da es ein sehr großes Lokal mit vielen Menschen war).
Nach einigem Zögern ließen sich zwei Teilnehmer darauf ein. Zuerst noch mit offenen Augen, sogar weiter sprechend (wie kann man so Massage genießen?), zunehmend aber immer ruhiger werdend. Schließlich schlossen sie die Augen, der eine Teilnehmer ließ sich auf die Tischplatte sinken.
Und die Mädels massierten routiniert Rücken und Schulterpartie- offensichtlich gekonnt.

Obwohl ich Massage liebe, habe ich mich nicht dafür entschieden.
1. sind mir 10 Minuten zu kurz (ich bin da verwöhnt) und in der Umgebung hätte ich mich nicht gut entspannen können.
2. hasse ich es, wenn ich entscheiden soll, was es kostet. Wenn mir jemand einen Preis nennt, merke ich sofort: das ist mir zu teuer- oder das ist ok. Aber selbst bestimmen?

Das ist natürlich ein guter Trick: die meisten Leute bezahlen eher mehr, wenn sie selbst entscheiden "dürfen".

Dieses Geschäftsmodell braucht Selbstbewusstsein- und es fällt sicher leichter, zu zweit herum zu gehen.
Wenn einmal das Eis gebrochen ist, geht es leichter. Nach uns haben sich noch etliche Gäste massieren lassen. Sie waren sicher zwei Stunden beschäftigt.

Eine sehr kreative Idee!

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