Aachener Friedenspreis 2009
August 29, 2009
Am 01. September, dem Anit- Kriegstag, wird in Aachen der jährliche Friedenspreis verliehen. Er geht dieses Jahr an an den bosnisch-serbischen Friedensaktivisten Zdravko Marjanovic und das Tourneetheater "Berliner Compagnie".
Weshalb ich darüber schreibe?
Zufällig habe ich hautnah die jahrelange Friedensarbeit mit serbischen und bosnischen Kindern und Jugendlichen mitbekommen. Eine meiner besten Freundinnen engagiert sich seit 10 Jahren in diesem Projekt. Als Therapeutin hat sie mit dazu beigetragen, dass Friedenserziehung da beginnt, wo sie Sinn macht: bei den Kindern und Jugendlichen.
Zdravko Marjanovic arbeitet schon seit Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Friedensprojekten, wo er für den Dialog von Menschen aus Serbien und Bosnien eintritt. Er organisierte u.a. Workshops und Seminare in gewaltfreier Kommunikation.
Der 68-Jährige hat sich schon vor den Balkankriegen gegen Hass unter den Bevölkerungsgruppen engagiert. Er gründete 1994 in Backa Palanka die Friedensgruppe "Gesellschaft für Toleranz" und die Zeitung "Tolerancija". 1996 organisierte er das erste Treffen von Muslimen und Serben in Bosnien.
Trotz zahlreicher Bedrohungen und Anfeindungen und eigenen schlimmen Erlebnissen hat er sich nicht abbringen lassen von seinem Engagement für den Frieden.
Durch meine Freundin habe ich mitbekommen, dass dies wirklich Friedensarbeit "von unten" ist, wo sich Menschen ehrenamtlich engagieren und schon sehr viel bewirkt haben. Es fanden zahlreiche Besuche, Hilfsaktionen und Begegnungen zischen der deutschen Gruppe "Brücken bauen" und den Menschen in Serbien statt. So organisieren sie unter anderem Jugendbegegnungen und Sommercamps.
Daher freut es mich sehr, dass diese unspektakuläre, aber beharrliche Arbeit auch einmal offiziell anerkannt wird.
Am 04.09. werde ich Gelegenheit haben, Zdravko Marjanovic persönlich kennen zu lernen in einer kleinen Runde, die meine Freundin eingeladen hat, um mehr über die Arbeit erfahren zu können.
So habe ich mir denn heute Morgen einen Spaziergang in der Sonne gegönnt- durch Felder und Wiesen- mitten in meiner "heiligen" Arbeitszeit.
Heute bin ich zufällig auf einen Blogbeitrag des