Was haben Tango, Türkei und Reinkarnation miteinander zu tun?
Juni 19, 2009Gestern habe ich im Kölner Ludwig Museum einen Film gesehen, der mich sehr berührt hat. "Zwei halbe Leben sind kein Ganzes" von Servet Ahmet Golbol.
Ich hatte die Vorankündigung nur überflogen und die zwei Stichworte „Türkei“ und „Reinkarnation“ hatten ausgereicht, um mich höchst neugierig zu machen.
Denn im traditionellen Islam hat Reinkarnation genau so wenig Platz wie im Christentum. Diesen Begriff kannte ich eher aus dem Buddhismus und Hinduismus.
Und warum vorher und nachher eine Tango- Gruppe Musik spielte, hatte ich auch nicht verstanden- aber warum nicht…
Flüchtiges Lesen hat ja so seine Nachteile: ich war über eine halbe Stunde zu früh da. Nichts ahnend tapperte ich in den leeren Saal und wunderte mich, wieso da Musiker auf der Bühne standen und probten, fand das Ganze aber schon äußerst spannend. Eine Harfe, ein Bass und ein Akkordeon. Und der vermeintliche Regisseur, der erst in den Reihen saß und Kommentare gab, ging plötzlich auf die Bühne und spielte Saxophon.
Richtig, der Regisseur des Films ist ja Türke…