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Die liebsten Verhinderungs- Strategien

Mai 30, 2009

Gerade habe ich aus Spaß getwittert:
"Ich könnte einen Beitrag schreiben- "77 Wege, wie man sich selbst daran hindert, die #Buchhaltung zu machen".

Und schon kam als nächste Idee, warum nicht wirklich darüber schreiben?

Natürlich nicht nur auf Buchhaltung bezogen.

Aber sicher hat jeder so seine (Verwaltungs-)Tätigkeiten, die er nicht so liebt. Viel lieber würde ich jetzt beispielsweise mit Schwung an meinem neuen Buch weiter schreiben. Hatte aber wie immer Samstagsmorgens die Buchhaltung auf dem Plan, bin seit 6:00 Uhr auf und war schon um 8:00 Uhr einkaufen. Ich könnte also locker damit fertig sein und entspannt ins Wochenende gehen.

Und statt dessen?

Mir fallen jetzt sicher aus dem Stand nicht unbedingt 77 Wege ein, aber ich kann ja mal zur Unterhaltung einige aktuelle Strategien aufzählen.

Sie können dann ja Ihre eigenen kreativen Wege noch im Kommentar ergänzen.

1** Erst mal muss der Schreibtisch aufgeräumt werden, sonst habe ich keinen Durchblick und dann macht es auch mehr Spaß.
2** Als ich in der Wiedervorlage-Mappe blättere, die links liegt, fallen mir uralte Papiere in die Hand.
3** Die muss ich erst mal einsortieren oder entsorgen.
4** Dabei fällt mir der neue GABAL-Katalog in die Hände und ich frage mich, wo ich meinen jährlichen Bücher-Gutschein habe.
5** Ich mache mich auf die Suche nach dem Bücher- Gutschein.
6** Dabei fällt mir ein altes Schreiben vom GABAL- Verlag in die Hände, ob ich schon auf der neuen Webseite mein Autoren-Profil aktualisiert habe.
7** Ich gehe auf die Webseite, um das zu überprüfen. Ja, ist aktuell. Schön!
** Da kann ich doch auch gleich mal nach meinen Büchern schauen und nach der Vorschau der neuen CD- Roms zu "Kreative Seminarmethoden"
8** Warum finde ich die nicht auch unter dem Stichwort "Train the Trainer"? Ob ich mal an den Verlag schreibe?
9** Ich finde den Bücher- Gutschein und suche mir im Katalog was aus.
10** Ich fülle ihn aus und faxe ihn an den Verlag. Hörbücher für lange Autofahrten.
11** Mal eben die E-Mails checken, samstags ist ja sicher nicht viel.
12** Eine Xing-Kontaktanfrage eines Twitter- Followers, also schnell zu XING rüber und nette Mail schreiben und bestätigen.
13** Von da aus kann ich dann auch mal eben bei Twitter vorbei schauen.
14** Da finde ich eine DM, wie ich vielleicht das Twitter-Widget in meinen Blog einbinden kann.
15** Gehe auf die Seite, verstehe nix und lasse es wieder.
16** Krame das Buch über Twitter raus und versuche, mich da schlau zu machen.
17** Probiere wieder rum, stoße aber an meine Grenzen, weil Typo3 leider nicht im Angebot ist und ich da auch nicht alleine weiter komme.
18** Inzwischen sind noch neue Followers angekommen, die ich mir ja auch ansehen muss.
19** Noch eine DM, wodurch ich erfahre, dass eine Mail mit Rechnung von mir nie angekommen ist.
20** Also gehe ich in mein Adressmanagement- System und forsche nach. Entdecke, dass ich bei der E-Mail Adresse einen Fehler gemacht habe.
21** Schicke also Mail und Rechnung und Erklärung noch mal.
22** Schicke eine DM, dass es nun geklärt ist.
23** Twittere dann, dass ich bestimmt einen Beitrag schreiben könnte mit "77 Wege..."
24** Zwischendurch kam noch ein Anruf von meinem Nachbarn, ob ich die Blumen gießen könnte. Na klar. Ich habe hier auch diverse Schlüssel, mal sehen, ob seiner dabei ist.
25** Gehe nach nebenan, der Schlüssel passt, lasse mir Blumen etc. zeigen und knutsche die Maus, mein allerliebstes Lieblingskind, das gerade anfängt zu sprechen, wo ich mich nur kringeln könnte. Erzählt mir anschaulich und strahlend, wie sie die Treppe runtergefallen ist, bum bum und dabei mit dem Kopf schlagend...
26** Kehre in meine Büro zurück und sehe, dass der Schreibtisch noch nicht komplett aufgeräumt ist.
27** Auf der Fensterbank liegt auch noch was..
28** Zwischendurch noch mal in Blogs geschaut und Kommentare geschrieben
29 ** Auf die Uhr schauen, ich nähere mich rasant der Mittagsessenszeit
30 ** Schreibe Blogbeitrag: "Die liebsten Verhinderungsstrategien..."

Das alles vor dem Hintergrund, dass ich das Gefühl habe: ach, heute kommt es nicht so drauf an, es kommen ja die Pfingstfeiertage, da habe ich noch Zeit. Wobei ich diese eigentlich ja auch als "Feiertage" begehen möchte und höchstens nett was schreiben, wenn ich dazu Lust habe, aber nicht Buchhaltung machen.

Zu meiner weiteren Entschuldigung für diesen extremen Auswuchs von Prokrastination (was für ein Wort!) sei noch angeführt, dass ich nach drei Wochen Türkei-Aufenthalt noch nicht so ganz wieder meinen Arbeitsrhythmus gefunden habe- und es ja außerdem Samstag ist.

Und ich empfinde immer ganz deutlich eine völlig andere Energie in der Atmosphäre, wenn es Samstag oder Sonntag oder Feiertag ist.

Von daher sehen meine Samstagvormittage oft so ähnlich aus- weshalb ich schon darauf hin arbeite, die Buchhaltung Freitagnachmittags zu machen- und mich dann Samstagvormittag meinem Haushalt und Balkon widmen zu können. Das passt für mich energetisch besser und da kann mir das dann in Maßen sogar Spaß machen.

Und somit komme ich mir gerade selbst auf den Trichter:

ich finde dann keinen richtigen Tritt, wenn ich das Gefühl habe, dass jetzt "eigentlich" was Anderes dran wäre.
Ich kann nicht entspannt Hausarbeit machen in einer Zeit, die ich als "Arbeitszeit" werte, mir fallen ja auch Pausen extrem schwer. Außer meiner ausgiebigen Mittagspause inklusive Siesta.
Ich kann aber offensichtlich auch nicht gut arbeiten, wenn ich denke, jetzt ist eigentlich Privat-Zeit!

Das sollte ich also zukünftig in meiner Wochenplanung konsequenter berücksichtigen.

Und was mache ich jetzt mit der Buchhaltung (mit knurrendem Magen)?

Ich weiß, man sollte in Blogs eigentlich Tipps und Appelle schreiben, wie man diese Untugend überwindet, aber so als Glosse finde ich es auch mal nett, so richtig aus dem Vollen zu schöpfen, was es an kreativen Verschiebetaktiken gibt.

Von daher meine Bitte: Teilen Sie doch mit uns, welche Strategien  Sie bevorzugen, um sich von einer ungeliebten Arbeit abzuhalten? Und was sind die Dinge, die Sie besonders ungern machen?

Sind Sie kreativ?

Mai 29, 2009

Ab jetzt erscheint jeden Mittwoch ein Beitrag von mir auf der Webseite und im Online-Magazin von "Trainertreffen Deutschland".

Der erste Beitrag hat das Thema: "Sind Sie ein kreativer Mensch?"

Wie funktioniert das mit den Erinnerungen?

Mai 29, 2009

Ich weiß nicht, ob Sie dieses Phänomen kennen?

Ich sitze irgendwo und plötzlich erinnert mich ein Geruch, ein Geräusch, eine Körperempfindung oder eine Mischung aus alledem an eine andere erlebte Situation. Und erzeugt ein spontanes Glücksgefühl.

Dabei erinnere ich dann oft gar keine konkrete Situatione, sondern nur so ein bestimmtes Gefühl, das jetzt so eine positive Erinnerung auslöst.
Beispiel: Ich rieche Rauch von einem Feuer und bin schlagartig in der Sahara. Dort haben wir jeden Tag am Feuer gesessen und ich mochte diesen Geruch von brennendem Holz.
Es ist also keine spezifische Erinnerung an eine spezielle Situation, sondern eine verallgemeinerte.

Oder ich sitze morgens in der Türkei am Strand, um nach dem Yoga zu meditieren. Es ist ruhig, Vogelgezwitscher und Meeresrauschen. Es ist noch so eine frische Kälte und gleichzeitig wärmt die Sonne schon die Haut.
Diese Mischung aus friedlicher Stille, sanfte Wärme auf der Haut mit kühler klarer Luft löst bei mir auch manchmal Empfindungen aus der Wüste aus.
Oder auch an ein Meditationscamp in den Alpen, das ich oft besucht habe.

Was ich mich dabei immer frage:

Habe ich diese Situationen, die ich jetzt als so überaus beglückend empfinde, damals auch schon in der Situation selber so bewusst erlebt und genossen?

Oder ist es nur eine Ansammlung von Erlebnissen, die mein Unbewusstes gespeichert hat und als Essenz dann manchmal wieder nach oben trägt?

Und wieso löst die Erinnerung. "Das ist ja wie in der Wüste" jetzt Glücksgefühle aus und nicht die aktuelle Situation:"Ich sitze in der Türkei am Strand". Brauchen wir immer solche Vergleiche?

Ich genieße ja durchaus auch die aktuelle Situation.
Aber diese speziellen Flashs sind noch etwas besonders.

Kennen Sie das auch?

Brauchen wir immer solche Vergleiche?
Oder i

Warum schreiben Sie keine Kommentare?

Mai 26, 2009

Wenn Sie diesen Beitrag lesen, so lesen Sie ja immerhin schon in einem Blog- und gehören daher schon zu einer erlauchten Minderheit!

Das tun nämlich noch erstaunlich wenige Trainer, viele wissen nicht einmal, was ein Blog ist, wenn ich das in Seminaren erwähne.

Als Unterschied zur Webseite erkläre ich dann immer, dass ein Blog keine statische Sache ist, in der ich nur schlaue Dinge einstelle, sondern das Schöne an einem Blog ist, dass die Leser sich einmischen können, Kommentare schreiben, Fragen stellen oder auch untereinander diskutieren können.

So setze ich mich gerade in einem meiner Lieblings- Blogs mit einem Kommentator darüber auseinander, ob Entspannungsübungen sinnvoll sind oder nicht.

Manchmal gebe ich mir irre Mühe mit einem Thema, schreibe seitenlang, pro und kontra, stelle am Ende Fragen an die Leser - und:NICHTS. Kein Kommentar wird geschrieben.

Bei anderen Themen plötzlich geht ein wildes Kommentieren los, wie beim Thema "Mittagsschlaf", womit ich nun überhaupt nicht gerechnet hatte.

Daher möchte ich diesem Geheimnis auf die Spur kommen.

Warum Kommentare für einen Blogger wichtig und erfreulich sind

Ein Blog lebt sehr von den Kommentaren. Kommentare ziehen andere Leser an.

Es entstehen oft spannende Diskussionen und Fragen, die den Blogschreiber wieder auf interessante Themen stößt.

Der Blogschreiber bekommt ein Feedback und bekommt eine Ahnung, was für seine Leser nützlich und hilfreich, interessant und lesenswert ist.

Er bekommt überhaupt mit, DASS seine Beiträge gelesen werden. Auf die Dauer kann das sonst schon manchmal frustig sein, wenn man das Gefühl bekommt, man schreibt so in den Äther hinein...

Es macht Spaß, mit seinen Lesern in Kontakt zu kommen, sie ein wenig kennen zu lernen und nicht so anonym vor sich hin zu schreiben.

Warum Kommentare für die Schreiber sinnvoll und nützlich sein können

Für Sie kann regelmäßiges Kommentieren ein preiswertes Marketing-Instrument sein.
Bei jedem Beitrag können Sie ja Ihren Namen mit Ihrer Webseite oder Blogadresse hinterlegen. Wenn dann andere Leser Ihren Kommentar interessant finden (oder mehrere), dann klicken Sie auf Ihren Namen und landen auf Ihrer Webseite.
So können Sie sogar an neue Kunden kommen.

Ich selbst habe zahlreiche interessante Kontakte mit Kollegen und auch schon Kunden-Interessenten nur über Kommentare bekommen.

Sie können hier Fragen stellen, die entweder der Blogbetreiber oder andere Leser beantworten können, Hilfen und Tipps bekommen.

Sie können in eine interessante Diskussion mit Kollegen treten.

Sie lernen interessante und nette Menschen kennen.

Was also hindert Sie?

Ich kann hier nur vermuten, was denn Hindernisse sein könnten:

- Nicht alle Menschen schreiben so einfach frei Schnauze herunter, was sie denken und meinen, wie ich das hier tue. Sie meinen, sie müssten sich "viel Arbeit machen" und erst mal was weltbewegendes Schreiben.

- Für manche Menschen hat das geschriebene Wort eine gewichtigere Bedeutung, sie meinen, dass da alles stimmen und perfekt sein muss.

- Sie meinen, dass sie nichts Wichtiges oder Bedeutendes zu sagen/ schreiben haben.

- Sie mögen es nicht, dass es veröffentlicht wird und allen zugänglich wird. (Da ich persönlich gerne jede Gelegenheit für Marketing nutze, habe ich natürlich gar nichts gegen Ver-öffentlich-ung.)

- Sie meinen, dass das zu viel Zeit kostet.
Ich persönlich versuche mir eine begrenzte Zeit des Tages für das Lesen von Blogs und Foren etc. zu nehmen. Ob ich in der Zeit nur lese oder auch 5 Minuten einen Kommentar schreibe, macht da keinen Unterschied.

In einem Kommentar gestern schrieb Herr Rittstieg, dass meine Beiträge vielleicht nicht provokativ genug seien?

Ja, kann man denn nur was schreiben, wenn man widersprechen will?
Ich frage ja durchaus öfter am Ende von Beiträgen, was Ihre Erfahrungen zu dem Thema sind oder was Sie dazu meinen. Das kann doch auch interessant sein, ohne dass es eine Auseinandersetzung ist.
Wir lieben doch auch Bestätigung! :-)

Meine Frage an Sie Leser, aber Nicht- oder Kaum- Kommentatoren ist nun:
Woran liegt es, ob Sie einen Kommentar schreiben oder nicht?

Geben Sie sich doch ein einziges Mal einen Ruck und klären uns auf. Darüber würde ich mich sehr freuen. Und Sie können es ja auch anonym machen!

Fan- Post

Mai 26, 2009

Das ist ja mal schön:

gestern komme ich aus meinem Türkei-Urlaub zurück und in dem Körbchen voll Post findet sich eine ganz "normale" handgeschriebene Postkarte:

"Sehr geehrte Frau Klein,
mal nicht im Blog, mal keine Mail: Danke für all Ihre Tipps, Ihre Gedanken und Ihren Buch Tipp speziell für mich. Bin ein FAN Ihres Blogs.
Liebe Grüße aus...

Also, das hat mich ja riesig gefreut!

Ich weiß ja nie, wer und wieviele in meinem Blog lesen und ob sie was damit anfangen können. Denn die wenigsten schreiben (leider!!) Kommentare, so dass sie unsichtbar bleiben.

Um so schöner, dann ein so persönliches Feedback zu bekommen.
Danke! Das beflügelt mich zu weiteren Taten.

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