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Lerntypen- Analyse über Twitter?

April 29, 2009

Nun beginne ich auch zu „zwitschern“.

Schon länger habe ich immer wieder von Twitter gelesen. Bestimmt schon vor über einem Jahr im  Forum der Textinen, habe damals auch kurz mal nachgeschaut und nachgefragt, aber so richtig erschloss sich mir der Sinn noch nicht.

Wie oft war meine 1. Reaktion erst einmal Abwehr oder zumindest Skepsis. „Schon wieder was Neues. Was soll das?“ Wieder Zeit und Arbeit investieren, um mich darin einzuarbeiten. Ich war doch schon so stolz, dass ich regelmäßig blogge- was für viele meiner Trainerkollegen immer noch Neuland ist.

Vor kurzem las ich dann wieder einen Beitrag über Twitter von Monika Birkner, die auch begonnen hatte zu twittern. Über Sinn und Nutzen erfuhr ich aber auch noch nicht so viel, da sie auch gerade erst begonnen hatte es zu testen.

Einige Tage später gab sie dann den Tipp für das Twitter- Buch. Das war’s! Sofort bestellte ich das Buch als E-Book, damit ich es sofort runterladen und lesen konnte.

Lerntypen

Da ich mich in meinem neuen Buch über Suggestopädie intensiv mit Lerntypen befasse, fiel mir sofort auf, dass ich hier wie ein visueller Lerner vorgehe. Ich arbeite erst das Buch über Twitter durch und mache mich dann an die Praxis.

Beim Blog war es aber genau anders herum. Da habe ich erst einmal gleich losgelegt und mir bei der Einrichtung des Blogs Hilfe von anderen Bloggern geholt. Danach erst habe ich einen Online- Workshop zum Thema Weblog gemacht und es verfeinert und ausgebaut. Das war der kinästhetische Ansatz.

Ich muss gestehen, ich bin immer noch  beziehungsweise wieder damit beschäftigt, meinen Lerntyp zu analysieren.

Klar ist, dass wir alle Mischformen sind. Niemand ist nur visuelle oder nur auditiv.

In einem Seminar bei Michael Grinder lernte ich, dass unter Stress unser Ursprungskanal deutlich wird. Das äußerst sich bei Kinästheten beispielsweise dadurch, dass sie sich stoßen oder etwas herunterschmeißen. Da fand ich mich sofort wieder und Michael outete mich vor 50 Teilnehmern als Kinästhetin.

Doch ich habe auch immer schon sehr starke visuelle Anteile gehabt. Von Kindheit an verschlinge ich täglich dicke Bücher (Kinästheten beschränken sich auf „Bilderbücher“ mit großer Schrift), schreibe ebenfalls von Kindheit an Tagebücher und Buchentwürfe, ich liebe es zu planen, schreibe täglich Mind Maps und Listen und bin sehr strukturiert. Alles visuelle Merkmale.

Visuelle sind sehr ordentlich, Kinästheten chaotisch. Diese beiden prallen bei mir ständig aufeinander. Ich brauche Ordnung, um mich wohlzufühlen und im Büro, um mich besser konzentrieren zu können. Der Kinästhet in mir schlägt aber immer wieder durch und schafft es in drei Minuten, alles wieder über den Haufen zu werfen (wörtlich).

Beispiel Gebrauchsanweisung

Typisch lässt sich der Unterschied am Umgang mit Gebrauchsanweisungen zeigen. Der Visuelle liest erst einmal die Gebrauchsanweisung und folgt ihr Schritt für Schritt.

Der Kinästhet probiert einfach rum und aus.

Beim Lernen

Auch beim Lernen erlebe ich bei mir beides. Ich muss bei einem Seminar alles aufschreiben (als Teilnehmerin), in Mind Maps, mit bunten Farben, sonst verstehe und behalte ich nichts. Nur zuhören reicht absolut nicht. (Wobei auch Auditive nicht nur durch Zuhören lernen, sondern vor allem selber über die Inhalte sprechen müssen).

Aber ich behalte und „begreife“ Dinge auch am besten, wenn ich sie selbst mache. (Kinästetisch). Beispielsweise Seminarspiele. Wenn ich sie einmal selbst erlebt habe und kurz darauf selbst zwei bis drei mal in meinen Seminaren eingesetzt habe, sind sie fester Bestandteil meines Repertoires. Dann genügt mir später ein Stichwort auf dem Seminarplan und ich weiß, wie es geht.

Also- ein immer noch spannendes Thema, mit dem ich mich in den nächsten Wochen beim Buch- Schreiben noch intensiv auseinandersetzen werde.

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