Haben Sie eine Lieblingsmethode oder - materialien?
Februar 05, 2009In einem Blogkommentar schrieb ich neulich spontan:"Ich glaube, ich habe 100 Lieblingsmethoden. Oft sage ich in einem Seminar:'Jetzt kommt meine absolute Leib- und Magenmethode!' Und zwei Stunden später sage ich es schon wieder bei einer anderen..."
So kam ich auf die Idee, mal alles aufzuschreiben, was meine Augen leuchten lässt, worüber ich mich immer wieder freue, wenn ich es einsetze und benutze und dem Erzeuger oder Produzenten dankbar bin für eine solch tolle Erfindung!
Ich beziehe auch Materialien mit ein, die meinen Arbeitsalltag beleben oder erfreuen.
Hier eine Auswahl:
1 Die Mind Map Methode (diese benutze ich täglich und für unendlich viele Dinge von Arbeitsplanung über Seminarplanung bis hin zur Entscheidungsfindung).
2 Die Walt Disney Methode, die ich in Kreativitätsseminaren immer anbiete- sie ist wunderbar für wichtige und längerfristige Projekte und Ziele und ich erlebe das Durchlaufen der verschiedenen Räume und das Notieren (natürlich in Mind Maps) immer als "Kreativ- Rausch", aus dem ich mit vielen tollen neuen Ideen und Klarheit und starken Gefühlen wieder auftauche.
3 Brainstorming for one (entdeckt in einer alten Auflage von "Stroh im Kopf" von Vera F. Birkenbihl) - ebenfalls eine Methode, mit der ich wichtige Aktionen, Marketing oder anderes plane. Einen kleinen Einblick in die Methode bekommen Sie bei meinem Seminarbericht aus der Türkei.
4 Mentoren - Auch dies ist eine Kreativitätstechnik, die ich allerdings "geklaut" habe aus einem anderen Zusammenhang. Hier können Sie sich eine Gruppe von Mentoren zusammen stellen, die Ihnen rät und zur Seite steht- wunderbar!
Alle Methoden sind auch in meinen Buch: "Kreative Geister wecken" genau beschrieben, mit konkreten Beispielen.
5 Stockmar Wachsmalblöcke - Dafür bin ich meinem Kollegen Charly Meier- Gantenbein ewig dankbar, dass ich durch ihn diese tollen Teile kennen gelernt habe. Es sind sozusagen "Textmarker" für das Flipchart, mit denen man schnell und leicht Flipcharts in ansehnliche Visualisierungen verwandeln kann.
6 Calligraphy Pen 2.0 edding 1255 - ihn habe ich schon öfter besungen, damit male ich einfach wunderschöne Mind Maps, laut, kräftig und bedeutungsvoll :-).
7 Kleines Taschen- Time/System - früher hatte ich es nur als Ergänzung zu meinem Hauptkalender, es hat sich aber als unentbehrlich und wichtiger entpuppt. Nicht nur, dass ich ihn immer in der Tasche mittragen kann. Er hat vorne eine Jahresübersicht, wo ich mit einem Blick sehe, wo ich Seminare habe und wo noch eine Lücke ist (wenn Anfragen kommen).
Im Innenteil dann jeder Monat auf einer Seite - auch das unentbehrlich für einen blitzschnellen Überblick.
8 Talking Timer - das ist so eine Art Küchenwecker auf hohem Niveau. Ich habe ihn einmal gewonnen als beste Trainerin bei einem Spiele- Workshop :-), bis er mir auf einem Seminar abhanden kam. (Er fand wohl auch andere Interessenten).
Nun habe ich endlich wieder einen. Ich brauche solche Stopuhren in Seminaren, wenn die Murmelgruppen beispielsweise 3 Minuten Zeit haben oder beim Gruppen Mind Map. Und dieser Wecker klingelt nicht einfach, sondern er kann wie ein Wasserkessel pfeifen, eine Autohupe ertönen lassen und vieles andere mehr. Ich bevorzuge den Kuckuck.
Ja - und sprechen kann er auch - sie sagt laut die Uhrzeit!
9 - Textmarker - Lange Jahre habe ich Öko- Textmarker benutzt, die aussehen wie Buntstifte, aber markieren und nicht schmieren. Nun - in Zusammenhang mit dem Calligraphy- Stift setzt ich die knalligen üblichen Textmarker ein. Kinästheten brauchen öfter Abwechslung- hier sehe ich das wieder einmal an mir.
10 - Classei - Das ist ein Ordnungssystem mit Steh-Registraturen ( statt Ordnern) - auch seit Jahren mein bestes und absolut unverzichtbares System.
11 - Zimbeln - In Delhi auf der Straße gekauft tun sie in meinen Seminaren Dienst ähnlich wie der Talking Timer. Aber durchdringender. Nach Beendigung einer Übung oder einer Pause schlage ich die Zimbeln - und die Teilnehmer reagieren wie der Pawlowsche Hund und kommen. Sehr stimmschondend für Trainer.
12 - Tesakrepp - Das ist nun wirklich nicht prickeln, denken Sie vielleicht. Da leuchten meine Augen auch nicht unbedingt. Aber es ist soo hilfreich. Nicht nur, um Poster und Flipcharts an Wände zu hängen ( die dadurch auch nicht beschädigt werden, wenn man die richtige Sorte nimmt!), sondern in allen Lebenslagen hilfreich. In der Sahara ebenso wie in den Alpen, um Löcher in Luftmatratzen zu kleben, einen Schatten zu bauen oder Carokaffeedosen zu verschließen. Immer und überall.
13 - Lernlandschaft - zum Schluss noch mal eine Methode. Ich liebe es schon, bei der Planung zu einem Thema eine Lernlandschaft auszudenken und die entsprechenden verrückten Requisiten auszuwählen.
Lästig hingegen ist die Schlepperei und vor allem das Bücken beim Aufbauen im Seminar. Da muss ich noch rückenfreundlichere Varianten erfinden.
Was Sind Ihre Lieblingsmethoden und Materialien?
Vielleicht haben Sie auch Lust, eine solche Liste zu schreiben und mit uns hier zu teilen?