Beduinen- Networking
Januar 24, 2009Wochenend-Serie: Geschichten aus der Sahara
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Ich als Kamelführer
Was bei uns in den letzten Jahren als neuer Trend publiziert und gepriesen wird, ist bei den Beduinen schon lange üblich. Networking vom feinsten.
Beduinen- Networking
Wenn du irgendetwas brauchst, es gibt immer einen, der einen kennt, der mit einem verwandt ist, der das hat, was du brauchst.
Das kann ausgesprochen praktisch und hilfreich sein. Davon berichte ich weiter unten.
Doch manchmal treibt es seltsame Blüten. Seit Jahren "organisierte" ich die Karawane mit Lamine, einem Beduinen, der bei meiner allerersten Tour dabei war. So gehörte es auch zum Ritual, dass wir ihn vor der Karawane zu Hause besuchten, seine Frau und Töchter für uns kochten und uns bewirteten und meine Teilnehmer einmal bei "richtigen Beduinen" zu Gast waren.
Burnus kaufen
Wir wollten aber auch nach Douz, Burnusse kaufen.
Ein Burnus ist ein dicker gewebter Wollumhang mit Kapuze, den man sich umhängt.
Er ist in der Wüste unverzichtbar.
Nachts schlafe ich darunter (und er ist so schwer, dass keine Tiere drunter krabbeln können), bei Sandsturm kann ich ihn auch über das Gesicht legen und bekomme trotzdem noch Luft. In der Hitze kann man ihn über einen Strauch legen und er spendet Schatten. Bei Sandsturm wickelt man sich darin ein. Bei Regen hält er auch ziemlich dicht. Und früh morgens und abends schützt er vor der Kälte und man kann sich bei der Meditation feste darin einmuckeln.
Daher empfahl ich immer allen Teilnehmern, bevor die Karawane losging, einen Burnus zu kaufen. In Douz gibt es einen kleinen Bazar, da konnte man sie vereinzelt kaufen. Es war aber immer Glückssache, wie viele gerade da waren und welche Farben und Größen sie hatten. Oben sehen Sie mich in einem knallroten Burnus, was eine absolut ungewöhnliche Farbe war. Normalerweise sind sie braun oder naturfarben.
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