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Methoden, Anregungen und Tipps für Trainer, Coaches & Co

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01.07.-02.08.2013 (jede Woche 1 Lektion)
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24. Juni - 04. August 2013,
Einfache Tipps & schnelle Tricks für schöne Flipcharts
14.08. – 02.10.2013 ,,

Ist Kreativität trainierbar?

Januar 30, 2009

Nun kommen wir zum wichtigsten Punkt.

Wäre Kreativität nicht trainierbar, könnte ich meine Seminare und Trainings an den Nagel hängen!

Der Artikel trägt aber gerade zu dem Aspekt nicht viel Erhellendes bei. Nur weil ein Herr Hany behauptet, Kreativität sei nur bedingt trainierbar, ist das für mich nicht bewiesen.

Meine Erfahrung ist eine gänzlich andere.

Der Sinn all der Kreativitätstechniken ist es ja, jedem Menschen Handwerkszeug an die Hand zu geben, mit denen Kreativität trainiert und gefördert wird. Sie geben eine Struktur und Anregung, mit deren Hilfe die Gedanken einmal eine andere Richtung nehmen. Sie liefern Auslöser, die bewirken, dass ich Dinge zusammen denke, die normalerweise nicht zusammen gehören. Das wird auch in dem Beitrag als wichtige Voraussetzung für Kreativität benannt.

Für mich gehören aber noch ganz andere Aspekte hinzu, nämlich die innere Einstellung und fördernde oder hindernde Glaubenssätze. Gehe ich mit Ehrfurcht an kreative Prozesse heran und denke, dass nur Genies kreativ sind – und die sind es von Geburt aus?

Wage ich es, einfach mal verrückt zu spinnen, ohne dass sofort ein greifbares Ergebnis dabei heraus kommen muss? Habe ich Freude daran, einfach mal meine Phantasie sprühen zu lassen?
Denke ich, dass jeder kreativ sein kann – und so auch ich? Oder habe ich da meine tiefsten Zweifel?
Erlaube ich es mir?

Das sind alles große Kreativitäts- Blockaden – und durch das spielerische Herangehen in den Seminaren können diese aufgelöst werden. Die Erlaubnis, hemmungslos spinnen und träumen zu dürfen. Alles Verrückte ist erlaubt, das früher in der Schule verboten wurde. Man muss nicht „vernünftig“ sein. Man darf Dinge tun, die man eigentlich gar nicht „kann“ usw.

Für mich hat daher Kreativität viel mehr etwas mit der Freiheit des Geistes zu tun. Es ist ein Abenteuer, sich auf unbekannte Gebiete zu wagen, Forscher zu sein und Abenteurer. Daher habe ich als Seminarplan nicht zufällig eine Karawane in der Sahara. Die Kreativitätstechniken sind die Werkzeuge, mit denen wir die verborgenen Schätze bergen: das kreative Potenzial, das in jedem steckt.

 

Ist Kreativität messbar?

Januar 29, 2009

Die nächste Überschrift des Artikels lautet: „Kreativität ist nicht messbar“.

Vorweg schon mal ein kleiner Widerspruch, da sich die Thesen dieses Artikels ja auf eine Untersuchung stützen, in der Kreativität gemessen werden sollte.

Herangezogen werden Tests mit Kindern, die mal kreativer waren und mal weniger. Aha.
Demzufolge sei das wohl kein stabiles Merkmal.

Weiter wird die Frage erörtert, ob und wie Intelligenz und Kreativität zusammen hängen oder nicht.

Ich bin sowieso kein Freund von Tests. Zu oft (eigentlich bei jedem Test) habe ich selbst erlebt, dass sie nie wirklich das testen (können), was sie vorgeben. Ich musste oft Dinge ankreuzen, die überhaupt nicht stimmten, weil das, was zutraf, überhaupt nicht vorkam. Tests geben also meistens etwas vor, engen ein – damit sie später messbar und auszuwerten sind.

Und natürlich ist die Beurteilung schwierig, ob etwas kreativ ist.
Für mich stellt sich diese Frage beispielsweise bei moderner Malerei, wo jemand ein paar Kleckse malt oder eine blaue Fläche. Wenn das ein bekannter Künstler gemacht hat, ist es sehr viel wert und wird als höchst kreativ beurteilt, wenn es meine Nachbarin gemacht hätte, würde es belächelt. Das hat aber weniger mit Kunst und Kreativität zu tun als mit dem Markt.

Ansonsten finde ich, dass Kreativität durchaus festzustellen ist.
Hat jemand eine neue Idee entwickelt oder nicht? Findet jemand einen originelle Lösung aus einer Krise oder einem Problem? Ist das passiert, weil er plötzlich um die Ecke gedacht hat und gewohnte Denkbahnen verlassen hat? Weil er bisher zwei getrennte Dinge zusammen gebracht hat?“

Ich selber erlebe bei der Anwendung der Kreativtechniken oft eine Art "Kreativ-Rausch", ein Flow- Erlebnis vom feinsten. Da tauche ich dann nach einer Weile auf, völlig begeistert und beglückt- und sehe auf meinem Papier, dass ich kreativ war. Zwar wird in dem Artikel auch erwähnt, dass die Menge der Ideen ja noch kein Beweis für Kreativität ist.
Aber wenn in dieser Menge 5 völlig neue Ideen sind, die mein Projekt mit einem qualitativen Sprung nach vorne bringen, dann bin ich sicher, dass es "kreativ" war. Und auch viele der anderen Ideen nach und nach umgesetzt werden können.
Dazu brauche ich dann keinen Test.

Es gibt auch durchaus Literatur, in denen sehr differenzierte Tests vorgestellt werden. So beispielsweise in dem Büchlein von Hedwig Kellner: „Die besten Kreativitätstechniken in 7 Tagen“, mvg - Verlag. Dort stellt sie einen Denktypen-Test vor und verschiedene Aspekte, wie man einen „Kreativitäts-Quotienten“ messen kann.

Lesen Sie morgen weiter:
Ist Kreativität trainierbar?

Wie effektiv sind Gruppen- Brainstormings?

Januar 28, 2009

In dem gestern erwähnten Zeitungsartikel werden nun folgende Behauptungen aufgestellt:

„Kreativitätstechniken wie Gruppen- Brainstormings sind wenig effektiv“ 

1- Als Beweis wird hierzu ein Experiment angeführt, bei dem die Gruppe weniger Ideen produzierte als diejenigen, die einzeln darüber nachdachten.

2 - Außerdem wird der Verdacht geäußert, dass gerade in Unternehmen mit strengen Hierarchien die Mitarbeiter Hemmungen haben, sich wirklich offen zu äußern. Aus Angst vor Konkurrenz oder dem Chef gegenüber.

3 - Weiteres Argument: Die Wartepausen, in denen man den anderen zuhört, seien verschwendete Zeit.

zu 1 – Bei dem Experiment wurden ökologische oder soziale Probleme vorgegeben – und es ist nicht klar, woher die Probanden kamen. Die Untersuchung wurde an einer niederländischen Universität durchgeführt, daher weiß ich nicht, ob sie mit Studenten durchgeführt wurde oder gemischten Teilnehmern. Aber sie bekamen ein Thema vorgegeben, das nicht unbedingt ihr eigenes brennendes Interesse war.

In Kreativ- Teams, wie ich sie kenne, sei es in einem Unternehmen oder in einer Seminargruppe – werden Themen bearbeitet, die für die Beteiligten von echtem Interesse sind.
Sie entwickeln Ideen für ihre berufliche Zukunft oder ein konkretes Projekt. In einem solchen Zusammenhang bin ich sicher anders kreativ als bei einem x-beliebigen Thema, das mich persönlich gerade nicht besonders berührt. Es ist nicht eine bloße Fingerübung, sondern ich habe ein echtes Interesse.

Das ist ja auch beim Lernen so, dass ich dann qualitative Sprünge mache: lerne ich eine Sprache, weil ich am Land oder einem Menschen sehr interessiert bin oder als bloßes Gehirntraining?

zu 2 – Sicher ist es richtig, dass das Arbeitsklima im Team, das miteinander kreativ sein will, eine Rolle spielt. Doch gerade die Zusammenarbeit eines realen Arbeitsteams habe ich in meinen Seminaren als äußerst produktiv erlebt. Da es eben um ein reales Thema ging, das alle gemeinsam betraf und an deren Umsetzung sie nach dem Seminar gemeinsam weiter arbeiten konnten.

Und es gibt durchaus Unternehmen, in denen die Mitarbeiter kollegial und offen miteinander umgehen – und sich nicht die guten Ideen neiden! Die sogar freundschaftlich miteinander verbunden sind.

zu 3 – Da hat einer offensichtlich genau den „Trick“ und den Wert des Brainstormings nicht erkannt. Es ist keine „tote Zeit“, wenn ich den Ideen der anderen lausche. Sondern diese sind ja gerade die Auslöser, die bei mir wieder neue Ideen anstoßen. Und sei es, dass ich denke: “Nee, so nicht, aber....“ – und es fällt mir was anderes ein.
Was mir aber nicht eingefallen wäre, wenn ich die Idee vom Kollegen Schmitz vorher nicht gehört hätte.

Grundsätzlich möchte ich aber zu diesen Methoden sagen:

Es gibt Brainstormings, die man laut in der gesamten Gruppe praktiziert (das „klassische“ Brainstorming, das wohl gemeint ist) und es gibt viele Varianten. Beispielsweise beim „Gruppen Mind Map®“, wo alle gleichzeitig ihre Ideen notieren und das auch noch schweigend. Da kommen beide Effekte zusammen: ich kann erst einmal ungestört und unbeeinflusst von den anderen meine Ideen notieren, werde aber gleichzeitig durch die Ideen der anderen weiter angeregt.

Es gibt die Möglichkeit, die auch im Artikel empfohlen wird, dass erst jeder einzeln für sich Ideen sammelt und sie erst anschließend in der Gruppe zusammen getragen werden.

Nicht zuletzt gibt es das wunderbare „Brainstorming for one“, das ich schon oft erwähnt habe (von Vera F. Birkenbihl), wo ich den Effekt des Gruppen- Brainstormings erzeuge, obwohl ich gerade keine Gruppe zu Verfügung habe. Auch die Osborn- Technik (mit einer Liste) und viele andere Kreativtechniken beinhalten verschiedene Formen des Brainstormings.

Welche Variante die effektivere ist, lässt sich sicher nicht so generell und pauschal beurteilen. Es hängt von der Situation und vom Thema ab. Und – eins meiner Lieblingsthemen- auch vom Lerntyp.

Auditive Menschen erzeugen Ideen am besten im Austausch und Gespräch mit anderen. Visuelle machen wahrscheinlich lieber erst einmal für sich alleine ein Mind Map® oder eine Liste. Kinästheten probieren praktisch aus oder gehen spielerisch an das Ganze heran.

Lesen Sie morgen die Fortsetzung zur nächsten Überschrift des Artikels:

Ist Kreativität messbar?

 

Ist Kreativität harte Arbeit?

Januar 27, 2009

Vor einiger Zeit gab mir eine Freundin einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 16.01.2009. Überschrift: "Kreativität ist harte Arbeit".

Als ich den Artikel las, tauchte unentwegt Widerspruch in mir auf. Ich kann zwar nicht auf eine „wissenschaftliche“ Untersuchung zurückgreifen (die für mich auch wenig Beweisungs-Wert hat), aber auf viele Jahre Erfahrung mit Kreativitätstrainings und meiner eigenen Kreativität.

Das Fatale an solchen Beiträgen ist ja oft, dass sie nicht völlig falsch sind. Und sicher gehört das überspitzte Polarisieren dazu, um Leserschaft zu fesseln.

Aber ich mag es nicht, wenn Menschen entmutigt werden. Schon gar nicht dabei, ihre Kreativität zu entdecken, zu fördern und zu leben. Denn darin sehe ich sozusagen meine Lebensaufgabe- das klingt jetzt vielleicht etwas hochtrabend.

Es ist genau das, was mir meine Arbeit so wertvoll macht. Zu erleben, wie Menschen plötzlich entdecken, dass sie doch kreativ sein können. Zu sehen, welche Freude es macht, in so einen „Kreativrausch“ zu versinken und erfrischt daraus hervorzukommen, voller neuer Ideen.

Und ihnen den Mut mitzugeben, auch in ihrem beruflichen und privaten Alltag diese Kreativität weiter zu nutzen und zu fördern.

Natürlich ist auch die Frage, was wir unter „Kreativität“ verstehen. Ich denke nicht, dass jeder die Anlage hat ein Picasso oder Beethoven zu werden. Aber die Fähigkeit, kreativ Ideen entwickeln zu können, Probleme auf kreative Art zu lösen – die sind zu entwickeln.

Bei den Beduinen in der Sahara habe ich eine unglaubliche „Alltagskreativität“ entdeckt und bewundert – und in meinem Buch „Kreative Geister wecken“ einige Beispiele geschildert. Wie sie aus Nichts etwas zaubern können. Einfach weil sie lernen mussten, mit sehr wenig auszukommen und aus den unglaublichsten Dingen etwas zu machen. (Beispielsweise mit Hilfe von Kamelkötteln ein Schattendach befestigen). Einfach auch den Blick dafür zu haben, was so im Sand liegt, das später einmal nützlich sein könnte – und es im richtigen Moment einzusetzen. Völlig wesensfremd, aber genial.

Das ist ja auch ein Prinzip vieler Kreativtechniken: Dinge aus ihrem normalen Zusammenhang bringen und mit etwas völlig anderem in Verbindung bringen, gedanklich oder real.

Meine Grundthese ist es nämlich:

In jedem Menschen steckt Kreativität – und daher kann sie auch jeder trainieren- mit der richtigen Anleitung und den richtigen Werkzeugen. Kreativität ist eines der vielen Geschenke, die wir mitbekommen. Die Sufis sagen, es sind göttliche Qualitäten, die wir durch Übung entfalten können und sollen – denn das ist der Sinn unseres Daseins.

Wie sehen Sie das?

Lesen Sie morgen weiter über einzelne Punkte des Artikels.

 

Dringend zur Nachahmung empfohlen!

Januar 25, 2009

So übertitelt Hanspeter Reiter seine Rezension meiner DVD: "Das tanzende Kamel - Kreative und bewegte Spiele für Trainings und Seminare."

"Das ist natürlich ein besonderer Leckerbissen: Nachdem Zamyat M. Klein ihre Sammlung kreativer, spielerischer Seminarübungen für alle Phasen und im Grunde so gut wie alle Themen schon vor einiger Zeit in Buchform vorgelegt hatte, folgte nun die DVD.

21 MitspielerInnen haben die Aufzeichnung von 33 Seminarübungen erst möglich gemacht: Kreative und bewegte Spiele zum Wachmachen und zur Förderung der Konzentration in der Gruppensituation, Bewegungsspiele, Spiele voller Power, Spiele im Takt, Albernes und Begeisterndes.

Wer Zamyat M. Klein einmal erlebt hat - mit einem vollen Seminar oder in Schnupper-Einheiten, etwa bei einem Kongress von DGSL oder GABAL -, kann bestens einschätzen, welch ein Schatz hier verborgen liegt! Mitreißend, wie sie nun mal ist, verlockt sie nicht nur die Mitmacher" zum Mitspielen, sie lädt auch den Betrachter höchst motivierend dazu ein, möglichst bald das eine oder andere kreative Element ins eigene Seminar einzubauen.

Kupfern Sie das, was zu Ihnen passt - und natürlich zu Ihrer Gruppe. Seien Sie sicher, dass im Prinzip zu jedem Thema und für jeden Teilnehmerkreis etwas dabei ist, was Sie einsetzen können. Kaum mal 1:1 - ein wenig arbeiten müssen Sie schon. Und gut vorbereitet sein, damit das tanzende Kamel" auch bestens ankommt. Will sagen, für gute Laune und motiviertes Mitspielen sorgt, exzellente Voraussetzungen für gelingenden Lern-Transfer, wie wir wissen.

Wem übrigens das 80-seitige Begleit-Booklet (download-Link auf der DVD) nicht genügt, kann natürlich zum gleichnamigen Buch greifen, das ausführlich jede einzelne Übung so dokumentiert, dass die Umsetzung letztlich zum Kinderspiel wird. Wobei zu einigen Übungen natürlich Material gehört, lieber ein wenig mehr als zu wenig ...

Wer die Autorin (hier auch Regisseurin :) ...) persönlich erlebt hat, freut sich, wie gut sie auch am Bildschirm rüberkommt. Macht zugleich Appetit auf mehr - inzwischen sogar mit Seminaren im sonnigen Süden!"

Hanspeter Reiter (www.reiter-medienconsulting.de) ist GABAL- Vorstandssprecher und unter anderem auch Trainer.  Er hat auch gerade sein neuestes Buch veröffentlicht: "Effektiv telefonieren- Tools, Tipps und Gesprächstechniken für den Büroalltag,GABAL Verlag, 2008.
Eine Teil- Rezension wird in Bälde folgen.

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