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Methoden, Anregungen und Tipps für Trainer, Coaches & Co

Seminare der Online Akademie
Online-Trainer-Ausbildung: Kreativ und mausgeklickt
2. Halbjahr 2013,1. Modul: 22.-26. Juli 2013,2. Modul: 19.-23. August 2013,3. Modul: 21.-25. Oktober 2013,
Schreibworkshop für Trainer und Coaches
17.06.-26.07.2013
Sich selbst Flügel verleihen
01.07.-02.08.2013 (jede Woche 1 Lektion)
Twitter für Trainer
24. Juni - 04. August 2013,
Einfache Tipps & schnelle Tricks für schöne Flipcharts
14.08. – 02.10.2013 ,,

Der Weg

Mai 16, 2013

Der heutige 4. Tag trägt die Überschrift: „Der Weg“.

 Nachdem wir mit der Walt Disney Strategie den großen Plan entworfen haben und ihm mit dem Brainstorming for one noch erweitert und vertieft haben, geht es nun darum, die Pläne konkreter zu fassen und sich auf den Weg zu machen, diese umzusetzen.

 Als Methode nehmen wir hierzu eine Variante der Reizwort-Methode, die wir auch gestern Morgen schon beim Gang nach Olympos eingesetzt haben. (Darüber werde ich noch berichten).

 Die Reizworte werden in diesem Fall auf dem Weg „gefunden“.

Wir sind heute einen wunderschönen Kanal-Weg entlang gewandert, der ca. 2 Stunden dauert.

 Am Anfang des Weges formuliert jeder für sich ein Thema oder eine Frage, die mit dem geplanten Projekt in Zusammenhang steht.

Zeichen wahrnehmen

Dann gehen wir los, größtenteils schweigend, jeder für sich, um nicht durch Gespräche abgelenkt zu werden und offen zu sein, für die Zeichen, die einem auf dem Weg begegnen. Man kann auch schweigend viel intensiver die Natur wahrnehmen, hören, riechen.

Bei manchen Zeichen weiß man vielleicht noch gar nicht sofort, was sie einem zum Thema sagen. Aber man hat den Eindruck, dass es bedeutsam sein könnte. Dann kann man sich dieses Zeichen merken oder fotografieren.

Auf der Hälfte des Weges machten wir eine Pause und eine kurze Meditation.

Hier wurde wieder deutlich, dass dieser Tag offensichtlich unter einem guten Stern stand und wir diverse Geschenke vom Universum (oder auch konkreten Menschen) erhielten.

Kleine Wunder und Geschenke des Tages

Es begann schon am Anfang, als uns Shaban mit dem Auto die 5 km asphaltierte Straße hinauffuhr zum Eingang des Kanalwegs. Er wollte nicht einmal Geld dafür haben.

Nun, für unsere Pause, hatte ich nach einem passenden Platz Ausschau gehalten. Ich fand einen Platz, doch oberhalb auf dem Berg ertönten laute Baumsägen. Um sie nicht mehr zu hören, hätten wir aber noch lange weiterlaufen müssen. Daher entschied ich mich, trotzdem hier zu rasten.

Kaum saßen wir, verstummten die Sägen. Wir machten unsere Pause, eine kleine Übung und Meditation- und als wir uns zum Weitergehen bereit machten, fingen die Sägen wieder an. Danke schön!

Nach etwas über 2 Stunden kamen wir am Ende des Weges an, der auf eine Asphaltstraße führt. Dort steht ein kleines Restaurant, wo wir uns auf einem Köşk niederließen und frisch gepressten Orangensaft schlürften.

 Nun mussten wir wieder 4-5 km diese doofe Straße entlang, in der Mittagssonne und immer bergab, was für meine Knie nicht sonderlich förderlich ist.

Daher war ich wild entschlossen zu trampen, notfalls würde ich auch alleine hinterher trampen, wenn wir nicht alle in ein Auto passten.

Und siehe da, das zweite Auto war eine Art Dolmuş mit 15 Plätzen, der uns bis zu den Pforten von Olympos fuhr.

 Am Anfang stehen noch einige Baumhäuser aus den wilden Hippie-Zeiten, bunt bemalt und sehr geschmackvoll hergerichtet. Am Ende dann der Ausgang zum Meer, wo wir in einem Strandrestaurant unseren Weg feierten und unser Mittagessen genossen. Mit direktem Blick auf den Strand.

 Danach hatten alle eine Pause verdient, bevor sich jeder einzeln an die Nach-Arbeit machte.

Nämlich alle Reizworte, Assoziationen, erste Ideen und Lösungsmöglichkeiten notieren, ordnen, auswerten.

Feuer-Rituale

Mai 15, 2013

Zum Abschluss eines sehr intensiven Tages, wo mit der Walt Disney Strategie die große Vision angegangen wurde, wanderten wir abends zu den Feuern von Chimära. Der Weg dorthin gehörte schon mit zum Ritual (man könnte sich auch fahren lassen), der Aufstieg auf den Berg ganz gewiss.

unser Feuer-Ritual hatten wir schon nachmittags vorbereitet und kleine Zettel zu verschiedenen Kategorien geschrieben.

* Das Feuer der Reinigung
Was will ich loslassen, hinter mir lassen, verbrennen? Altes, Überholtes, aber auch Ängste und Hindernisse...

* Das Feuer der Begeisterung
Wofür will ich das Feuer der Begeisterung entfachen? (Immer bezogen auf das Projekt, das jeder bearbeitet).

* Das Feuer der Disziplin
Der Begriff kommt ja erst mal nicht so gut. In der Yoga-Philosphie gibt es den Begriff "tapas", der sowohl Askese als auch inneres Feuer meint. Das genau ist damit gemeint. Wenn ich wirklich von etwas begeistert bin, dann habe ich auch genügend Motivation und Durchhaltevermögen und nehme auch einmal Anstrengungen in Kauf.

* Das Feuer der Wahrheit
* Das Feuer der Liebe

usw.

Das Ritual war sehr bewegend! Und auch sehr warm :-), ich saß nämlich direkt über einer kleinen Feuerhöhle.

Der Abstieg ist für mich immer noch beschwerlicher als der Aufstieg. Danach noch einmal eine Stunde Heimweg, mit knurrenden Mägen. Das Abendessen hatten wir uns verdient.

Auch wenn ich heute Muskelkater hatte, meinten die TN, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Es ist viel geklärt worden, Prozesse sind deutlich in Gang gekommen.


Ich selbst liebe solche Rituale, wenn ich auch nie übermäßig daran geglaubt habe. Und bin dann jedes Mal wieder verblüfft, welche tiefreifende Wirkung sie doch haben.

Der große Plan

Mai 14, 2013

In der Hängematte unter Palmen arbeiten...Das kann ich! Und das tu ich gerade.

Heute, am 2. Tag des Orient-Express-Seminars wurde mir noch einmal bewusst, wie unglaublich mein aktueller Arbeitstag ist.

Morgens von 7:00-8:00 YOGA am Strand. Das mache ich ohnhin täglich für mich, heute eben mal mit den TN (=TeilnehmerInnen) zusammen.

Einstieg in das Seminar auf dem Kösk, mit einer Entspannungsübung auf dem Rücken liegend. Den Kopf frei machen für die große Vision.

Anschließend die Räume einrichten und installieren für die Walt Disney Strategie.

Den Raum des Träumers

Je nach Wahl in der Hängematte, auf der Liege oder auf dem Kösk.

Der Raum des Handelnden
An den Tischen

Der Raum des Kritikers
Stühle unter Palmen

 

So schaukele ich also in der Hängematte und mindmappe mein nächstes Projekt, wie ich noch mehr und regelmäßig Seminare in der Türkei und im Winter in Tunesien durchführen kann. Die Seiten füllen sich, auch bei den TN. Sie haben alle größere berufliche Veränderungen vor und heute geht es erst einmal um den großen Wurf. Was könnte alles möglich sein? Wohin weist die Sehnsucht? Was wäre das große Herzensprojekt?

Zu so einer weiten Planung gehört Mut. In so einer Umgebung, mit Distanz zum Alltag, fällt es leichter. Die Seiten füllen sich bei allen.

Nachmittags kommen dann Elemente und Methoden hinzu, wo wir mit den Händen kreativ werden. Steine bemalen und der erste Ring des Lebens-Mandalas.

Abends dann eine Wanderung zu den Feuern von Yanartas oder auch Chimära, wo wir in einem Ritual Altes loslassen und verbrennen, aber auch das Feuer der Begeisterung für die nächsten Schritte entfachen werden.

Ich muss los....


Hier noch ein Blick auf mein Zimmer, wo ich derzeit auf dem Balkon ins Laptop hämmere..

 

Orientierung

Mai 13, 2013

1. Tag des Seminars "Orient-Express zur beruflichen Erfüllung"

Am ersten Tag ging es um Kennenlernen, Orientierung und Themenfindung.

Kennenlernen der TeilnehmerInnen untereinander und der Umgebung, denn die gehört bei diesem besonderen Seminar dazu.

Das ganze Seminar findet ja draußen in der Natur statt. Als Einstieg trafen wir uns auf unserem Kreativ-Diwan (Foto: Kurz vor dem Start sitze ich da in froher Erwartung :-).


Zum Einstieg gibt es erst einmal für jeden Geschenke von mir:

Ein Gedicht zu jeder Teilnehmerin, das ich schon zu Hause geschrieben habe, indem ich mich auf jede eingestimmt habe. Das ist für mich immer ein großes Experiment, da ich sie ja vorher gar nicht kannte. Es funktioniert aber trotzdem immer wieder, dass sie sich gesehen fühlen.

Dazu einen von mir mit einem Mandala bemalten Stein.

Den Einstieg gestaltete ich spontan komplett anders als geplant. Bevor wir mit einer kreativen Kennenlern-Übung begannen, führte ich eine kleine Meditation zum Ankommen durch. Vielleicht auch als Test, ob sich die Teilnehmerinnen darauf einlassen können. Sie konnten.


Es erschien mir einfach passend, in dieser friedlichen Morgenstimmung nicht gleich loszureden, sondern einfach mal zu lauschen auf die Stimmen der Vögel, das Meeresrauschen und all die anderen Geräusche. Den Wind und die Sonne auf der Haut zu spüren, die Gerüche von Holzfeuer und Rosen aus dem Garten wahrzunehmen. Und erst überhaupt einmal anzukommen.

Nach der Kennenlern-Runde gab es dann eine Führung einmal rund ums Dorf. Ich zeigte ihnen einige Plätze und nette Menschen, mit denen wir es teilweise auch zu tun haben würden. Fotos wurden gemacht. Das Wetter war heute sehr gemischt, bewölkt, Sonnenschein- und beim Mittagessen brach ein heftiger Regen los. Strom weg, keine Internetverbindung- das Übliche.

So fand die zweite Runde am Nachmittag in meinem Zimmer statt, das war kuschliger.

Welche Themen haben die Teilnehmer mitgebracht, was wollen sie bearbeiten. Und schwupps- kam auch hier  völlig ungeplant noch ein neues Thema hinzu, das ich flexibel aufgreifen konnte. Dank Laptop hatte ich alle Infos dabei.

Heute Abend gibt es zum Abschluss noch das "Sterne gucken". Dazu legen wir uns mit dem Rücken direkt ans Meer, etwas weg von den Häusern und Lichtern und schauen in die Sterne. Ich weiß von früher, dass man da richtig besoffen werden kann. Natürlich schweigend!

 

Im Urlaub ist alles ganz anders?- Gewohnheiten und Rituale

Mai 09, 2013

Warum fahren wir in Urlaub?

Die Motive sind ganz unterschiedlich. Die einen wollen sich erholen, die anderen einmal etwas anderes sehen und Abwechslung in ihr Leben bringen. Natürlich kann auch beides miteinander kombiniert werden.

Manche Mensche brauchen immer wieder neue Urlaubsziele und finden es langweilig, zwei Mal an den gleichen Ort zu fahren.

Ich wiederum genieße es seit Jahren hier an diesen Ort zu fahren, den ich als kleines Paradies erlebe.

Ist das nicht langweilig?

Nein, für mich überhaupt nicht. Gerade die Mischung von Bekanntem und Neuem macht für mich den besonderen Reiz aus.

Vertrautes

Dass ich mich hier auskenne, viele Menschen kenne, weiß, wo ich lecker essen gehen kann- all das macht mir die Entspannung leichter. Ich kann sofort vom ersten Tag an loslegen mit Urlaub, muss mich nicht erst orientieren, wo was ist. Das verschafft mir Sicherheit, zumal ich meist alleine reise.

Fremdes

Gleichzeitig macht ein groß Teil des Urlaubsgefühls die Tatsache aus, dass es hier eben vollkommen anders als zu Hause ist. Staubige Wege statt asphaltierter Straßen, alles sehr einfach, das ganze Leben findet draußen statt und der Umgang miteinander ist ein sehr anderer. Der Lebensrhythmus ist ebenfalls verschieden. Wenn man das alles mit zu Hause vergleichen würde, käme sicher nicht bei allen was positives raus. "Mein Gott, ist das primtiv!" könnte da mancher sagen. Und es gibt sicher viele Touristen, die hier die Nase rümpfen würden und lieber in All Inclusive Ghettos ihre Zeit verbringen, wo alles so ist wie zu Hause.

Andere Wahrnehmung

Ich erlebe bei mir immer, dass ich solche Filter hier schlagartig verliere. Oder auch früher bei meinen Wüsten-Tripps. Da fiel es mir überhaupt nicht auf, dass die Beduinen zerschlissene und fleckige Klamotten trugen. Das war irgendwie völlig normal. Zu Hause wäre mir das sofort aufgefallen.

Und so lege ich hier auch ganz andere Maßstäbe an bzw. habe einfach automatisch eine andere Wahrnehmung.

Mir drängt sich daher der Gedanke auf:

Vielleicht hilft so eine Distanz, eine Reise in ein fremdes Land auch, sich wirklich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren. So dass Kleidung und Ausstattung keine Rolle spielen. Sondern die menschlichen Begegnungen, die schöne Landschaft, das angehme Wetter und wie ich mich hier fühle. Nämlich meist entspannt, ohne Termindruck oder Pflichentkalender im Kopf (obwohl man das auch im Urlaub prima hinkriegen kann). Mir es auch gestatte, mal einen Tag wie heute einfach zu "verplempern", also nicht mal das mache, was ich selbst sonst unter "Urlaub machen" verstehe. Einfach in der Hängematte schaukele, mal ein bisschen lese, dann einfach ungeplant durch den Ort laufe, Bekannte treffe, zum Tee eingeladen werde, wieder zurück trotte, ein bisschen lese und ein bisschen e-Mails checke.

Also weder richtig am Strand verbringe noch wandere noch...

Ich denke, das macht vor allem längerfristig die Erholung aus. Sich aus gedanklichen Zwängen zu befreien, von inneren Programmen, was wie zu sein hat. Ob im Außen oder im eigenen Verhalten.

Da scheine ich schon auf einem guten Weg zu sein.

 

 

 

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