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Methoden, Anregungen und Tipps für Trainer, Coaches & Co

Schwarzer Freitag oder Wege aus der Katastrophe

Juli 20, 2016

Noch am Donnerstag sprach ich mit einer Freundin darüber, wie toll im Moment alles fluppt und wie gut es mir geht, beruflich und privat. Und sie empfahl mir noch, diese positive Energie zu nutzen für weitere Projekte.

Freitag ging es dann los, dass sich so ziemlich alles gegen mich verschwor, was es nur so gibt. Verschwörungstheorien liegen mir nicht, in der Häufung fand ich es nur doch bemerkenswert und daher gibt es diesen Beitrag.

Zuerst mit dem Gedanken, mit Ihnen gemeinsam (d.h. beim Schreiben) kreative Lösungen und  Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Inzwischen könnte aber dank lustiger Kommentare bei Facebook noch mehr draus werden. Dort schrieb nämlich eine Kollegin: Zamyat wird bestimmt ne kreative Methode daraus basteln. Eine andere schrieb, ich könnte daraus eine Seminarmethode entwickeln und die dritte schlug ein Spiel vor.

Das reizt mich nun natürlich. Aber das kommt erst später. Erst einmal die Chaos-Schilderung und die Bewältigungsstrategien.

Neue positive Gewohnheiten einrichten

Juli 11, 2016

Was bereitete Ihnen Freude? Was tut Ihnen richtig gut?

Bevor Sie weiterlesen, nehmen Sie sich doch ein Blatt Papier und schreiben Sie einfach auf, was Ihnen zu diesen Fragen in den Sinn kommt. Dabei ist es ganz gleich, ob es Dinge sind, die sie schon ewig nicht mehr oder vielleicht noch nie gemacht haben.

Fertig? Ok, dann geht’s weiter.

Ich habe bei mir festgestellt, dass es Dinge gab, die mir Freude bereiteten und die mir gut taten, die ich aus irgendeinem Grund dennoch kaum tat. Bis ich für mich dazu einiges herausfand, das Ihnen vielleicht auch helfen kann.

Mir erschien es nur immer völlig unverständlich: Warum mache ich das nicht öfter, wo es mir so viel Spaß macht???
Mich interessiert wie es kommt, dass es offensichtlich Verhinderer gibt, obwohl es nicht um eine anstrengede Diät oder unerfüllbare Sportvorsätze ging, sondern um etwas, das ich liebe.

Damit es noch verständlicher und konkreter wird, nehme ich konkrete Beispiele von mir.

Ich mache seit ca. 40 Jahren Yoga, habe vor langer Zeit auch mal eine Yogalehrer-Ausbildung gemacht und einige Zeit Yogakurse gegeben und später auch  noch lange Zeit bei anderen Lehrern Yogakurse besucht.
Ich mache Yoga total gerne und es tut mir nur gut.

Trotzdem hatte ich es ein paar Jahre lang nicht mehr als tägliche Gewohnheit. Und habe es dann aber mit der Mini-Handlung (siehe unten) geschafft, wieder als tägliche abslolut liebe Gewohnheit einzurichten.

Hier meine Überlegungen und Lösungsschritte:

Blaumachen als Freiberufler

Juni 13, 2016

Als Freiberufler verfügt man ja theoretisch über seine Zeit und könnte sich von daher immer wieder auch mal freie Zeiten gönnen. Auch zu ungewöhnlichen Zeiten, mitten am Tag oder mitten in der Woche.

Aber wer macht das?

Mir gelang es vor vielen Jahren mal, aber auch nur wieder als Bestandteil einer Übung, eines Experiments: „Ein freier Tag in der Woche“.

Aber einfach mal so spontan sagen: „Ach, ich hab jetzt keine Lust, das Wetter ist so schön oder ich bin gerade müde“ und den Stift fallen lassen bzw. das Laptop schließen? Ich kann mich nicht erinnern, das je getan zu haben.

Doch in den letzten Tagen hatte ich da einige erhellende Erlebnisse, die es mir mal wieder vor Augen führten, dass das ja durchaus möglich – und vielleicht sogar auch sinnvoll – ist.

Nach meiner Rückkehr aus der Türkei war ich erst mal ganz schön durch den Wind. Der nächtliche Flug, der andere Lebensrhythmmus, das steck ich alles nicht mehr so locker weg.

Die Chefin fragen

Zwei Tage gab ich mir, dann ging es wieder ganz normal im Büro los. Und dann las ich bei Facebook, wie Gitte Härter schrieb, sie hätte ihre Chefin gefragt und die habe ihr den Nachmittag frei gegeben.

Das hat mit sehr inspiriert, so dass ich daraufhin auch spontan meine Chefin fragte. Draußen war nämlich strahlendster Sonnenschein und der Kontrast zur Türkei, wo ich immer draußen war zu meinem stundenlangen sitzen im Nord-Büro war schon groß. Und siehe da, sie erlaubte mir nicht nur, eine Stunde zu walken, sondern ermutigte mich sogar. Denn das war einer meiner Vorsätze, die ich aus der Türkei mitgebracht hatte.

Das war ja aber im Vergleich noch harmlos, wenn auch eine nette Variante mit der Chefin-Befragung.

Einen ganzen Tag blau machen

Letzte Woche erlebte ich nun aber etwas für mich gänzlich neues. Ich machte einfach blau. Vorher war ich drei Tage im Training gewesen und spät nach Hause gekommen. Stundenlange Zugfahrt (ausnahmsweise pünktlich!) und am nächsten Tag erst mal mit Kopfschmerzen aufgewacht. Da ich mein Handyaufladekabel wohl im Hotel vergessen hatte, musste ich als erstes losfahren, um ein neues zu besorgen. Dann könnte ich ja auch gleich richtig einkaufen!
Das mache ich normalerweise nie vormittags in meiner „heiligen Arbeitszeit“. Aber zwei Mal ins Dorf fahren war mir schon zu blöd. Also erst mal einkaufen.

Zuvor gab es natürlich erst einmal Frühstück und danach war ich plötzlich so müde, dass ich mich kurz aufs Sofa legte. Und tatsächlich wohl einschlief.
Danach dann einkaufen – und  anschließend erst mal mit einem Kaffee auf den Balkon, denn es schien so schön die Sonne. Und meine Wetter App drohte mit zwei Wochen Bewölkung und Regen. Ich las ein wenig- und wurde wieder müde. Also kurzes Nickerchen.

Und so ging es den ganzen Tag. Nachmittags hatte ich noch einen Termin mit meiner PC-Support-Fee, die mich in die Geheimnisse der Tablets einführte (nun will ich mir doch endlich eins kaufen, für die Türkei einfach wunderbar!), danach setzte ich mich dann vors Haus in die Sonne und wollte lesen.

Da kam eine Nachbarin mit ihrem Hund vorbei, ob ich Lust hätte, mitzugehen. Auja, ich hatte das Walken ja schon wieder geschwänzt. So gingen wir wenigstens den Hügel hoch und ich erfuhr die neuesten Neuigkeiten aus dem Dorf.

Kurz und gut. Ich habe einen ganzen Tag nicht gearbeitet. Mitten in der Woche.

Resultat erfrischend

Ich bin selbst noch ganz verblüfft, dass ich es tatsächlich gewagt habe. Und- ist was Schlimmes passiert? Mitnichten. Nix. Also, das kann ich wirklich öfter mal machen. Andere in meinem Alter sind in Rente und verdaddeln alle Tage so. Also warum nicht hin und wieder mal „Rentnerin“ spielen? Gefällt mir ganz gut – so ab und zu.

Vor allem aber denke ich, dass es sehr gut ist, hin und wieder mal auf seinen Körper zu hören. Ich war ganz offensichtlich erschöpft und normalerweise hätte ich wie immer drüber gepowert. Doch es schadet sicher nichts, wenn ich das mal nicht so mache, sondern mir Erholung gönne - um dann wieder mit neuer Frische an die Arbeit zu gehen.

Heute habe ich dann mit ziemlichem Schwung ein neues Seminar geplant, was ich noch mal sehr reizvoll finde. In einem Präsenzseminar Trainer zu Online-Seminaren zu motivieren und sie zu informieren, was es da so alles gibt. Das finde ich ziemlich spannend, nachdem ich meine erste Verblüffung überwunden hatte, dass das ganze nicht online stattfinden soll.

Offensichtlich finde ich nun noch einmal ganz neue Wege zur eigenen „Lebens-Balance“ und möchte Sie ermutigen, ebenfalls damit zu experimentieren. Sie wissen ja: das Leben besteht nicht NUR aus Arbeit!

Ein Lob auf Gittes Plankton

Mai 19, 2016

Gerade erlebe ich es schon wieder, wie schon etliche Male vorher.

Ich überlege, welche Blogbeiträge ich zum Thema Online-Seminare schreiben kann, die  für meine Leser (potenziellen oder schon praktizierenden Online-Trainern) nützlich sind.

Die erste Idee ist, dass ich konkrete Beispiele aus meiner Online-Trainer-Ausbildung nehme. Zum einen ist das Konkrete schon planktoninitiiert, aber auch mir Kinästhetin geschuldet. Ich brauche und liebe immer konkrete Beispiele. Davon lerne ich am meisten.

So schaue ich also in mein letztes Online-Trainer-Seminar und bleibe gleich beim ersten Thema hängen (Trainerleitfaden für Online-Seminare).

Schwupps merke ich: das sind mindestens zwei Themen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob ich einen Trainerleitfaden für ein Webinar oder für die Arbeit in einem Forum schreibe.

Und während ich damit beginne, purzeln mir noch etliche weitere Planktonthemen über den Bildschirm. (Ich habe gerade das 8. Dokument geöffnet!).

Somit habe ich schon mal eben locker Blogbeiträge und Newsletter-Themen für die nächsten 2 Monate – und singe mal wieder ein Loblied auf Gitte und ihr Plankton. Hollodrio!

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Verbindlichkeit und kostenpflichtig?

April 30, 2016

Mein voriger Beitrag „Nehmen Sie sich genügend Zeit für eine Online-Fortbildung?“ richtete sich an Sie als Teilnehmer.

Hier nun geht es um die Perspektive als Online-Trainer. Und die Frage, was können Sie tun, damit sich Ihre Teilnehmer wirklich die notwendige Zeit für die Fortbildung nehmen und aktiv mitmachen.

Auch hier gehe ich wieder gesondert auf Webinare (Live-Online-Seminare) und die Arbeit im Forum ein.

Live-Online-Seminare (Webinare)

Wenn Sie schon einige Webinare gehalten haben, dass kennen Sie das sicher auch:

Manche Teilnehmer kommen zu spät, andere müssen früher weg, manche tauchen erst gar nicht auf.

Wie viele nebenher noch ganz andere Dinge tun, bekommen Sie als Trainer auch nicht unbedingt mit, vor allem, wenn sie nicht viele interaktive Übungen machen, wo sich die Teilnehmer beteiligen.

In einem Webinar bekommt der Trainer lediglich mit, ob sich ein Teilnehmer eingeloggt hat oder nicht. Bei interaktiven Übungen merkt er natürlich auch, ob der Teilnehmer überhaupt noch da ist und sich beteiligt oder nicht.

Deshalb gibt es eine Vereinbarung, dass Teilnehmer mit einem Icon mitteilen, wenn sie mal zwischendurch verschwinden müssen. Sei es, dass es an der Tür klingelt und ein Paket abgegeben wird oder was auch immer.
Das kann eine Kaffeetasse sein oder ein anderes Zeichen, das ist je nach Webinarplattform verschieden.

Das ist dann hilfreich, wenn man im Webinar zum Beispiel eine Runde macht und x-mal vergeblich einen Teilnehmer anspricht und sich wundert, wenn er nicht antwortet. Ich komme mir dann jedenfalls immer sehr merkwürdig vor: „Frau Schmitz, können Sie bitte kurz mal rückmelden, ob Sie mich hören??“

3 Varianten von Abwesenheit und eine Anwesenheit

Gar nicht kommen

Man sollte meinen, wenn sich jemand zu einem Webinar von 60 – 90 Minuten anmeldet, dass er sich die Zeit dann im Terminkalender blockiert.
Bei den meisten Webinarplattformen bekommt man auch immer noch mal eine Erinnerungsmail. Von daher dürfte die Gefahr, es zu vergessen, eher gering sein.

Doch auch das passiert oft. Nämlich dann, wenn sich Teilnehmer mal wieder zu einem (wahrscheinlich  kostenlosen) Webinar angemeldet haben, weil sie flüchtig dachten: „Ach, das könnte ja interessant sein. Da schau ich mal“. „Wenn ich nichts besseres zu tun habe“, müsste dann eigentlich noch ergänzt werden.

Denn ist es dann so weit, hat so jemand den Termin oft vergessen oder doch was anderes vor oder die Sonne scheint so schön....

Nicht wirklich anwesend sein

Dann gibt es noch viele, die zwar an den Termin denken und sich auch einloggen, aber nicht wirklich dabei sind. Nebenher mal die E-Mails checken, bei Facebook daddeln, vielleicht auch schon zeitgleich bei Twitter einen Tweet ablassen, dass das ja wieder mal ein langweiliges Webinar ist – oder nebenher mit dem Kind beschäftigen oder was auch immer.
Die sich somit selbst vielleicht einreden, dass sie ja was für ihre Fortbildung tun- sich aber nicht wirklich engagieren. Weder zeitlich noch geistig.

Sie werden dann nicht viel davon profitieren.

Passiv anwesend

Dann gibt es einige, die dabei sind, auch nichts anderes nebenher machen, sich aber nicht zeigen. Weder in schriftlichen noch in mündlichen Beiträgen, wenn sie dazu aufgefordert werden. Die sich vielleicht auch unter einem anderen Namen anonym einloggen und einfach nur „schauen“ wollen.
Ich habe keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt. Befürchten sie wirklich irgendwas? Dass ihnen etwas passiert? Soll niemand mitbekommen, dass sie sich für das Thema interessieren? Oder wollen sie nur schauen, wie andere das machen und vielleicht Ideen klauen? Ich weiß es nicht, finde es auf jeden Fall sehr merkwürdig.

Teilnehmer

Das ist nun die Gruppe, um die es eigentlich geht. Jemand hat Interesse an einem Thema, möchte dazu etwas lernen und meldet sich bewusst zu einem Live-Online-Seminar an. Er nimmt teil mit voller Konzentration, beteiligt sich an Übungen und Aufgaben und Interaktionen und nimmt so viel wie möglich für sich daraus mit. Er stellt Fragen und stellt Verbindungen zu seinen eigenen Themen her, so dass er vom Seminar profitiert.

Und Sie?

Wenn Sie mal kurz in die Teilnehmer-Rolle schlüpfen (denn auch Trainer besuchen ja Fortbildungen):

Bei welchem Typ finden Sie sich am ehesten wieder? Prüfen Sie genau: Was ist Ihr Interesse am Thema? Haben Sie zu der anberaumten Zeit wirklich Zeit und auch den Kopf frei? Oder ist es Ihre Mittagspause, die Sie dringend brauchen?

Bezahlte oder unbezahlte Webinare

Ich denke mal, die ersten drei Teilnehmer-Varianten findet man eher bei kostenlosen Webinaren. Doch nicht nur. Es gibt auch Menschen, die für ein Online-Seminar bezahlen und trotzdem nicht das Optimale für sich rausholen.

Weil sie unbewusst einem Irrtum aufsitzen.

Der Irrtum lautet: „Ich habe mich zu dem Seminar angemeldet- und damit werden die Inhalte mir automatisch intravenös zugänglich gemacht“ – oder so ähnlich.

Ich habe es einmal in einem Zeitmanagement-Seminar (sogar in einem Forum) erlebt, dass sich einer angemeldet hat, aber so gut wie keine Aufgabe und Übung gemacht hat. Dann auch irgendwann spurlos verschwand. Der hatte ganz sicher nichts an Inhalten und Anregungen mitgenommen – wie auch. Wobei mir einfällt: er war von seinem Chef geschickt worden!

Grundsätzlich denke ich, sind die Chancen bei kostenpflichtigen Online-Seminaren größer, dass Teilnehmer es ernst nehmen und wirklich mitarbeiten. Und nur so auch davon profitieren können.

 

 

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