Der Weg
Mai 16, 2013
Der heutige 4. Tag trägt die Überschrift: „Der Weg“.
Nachdem wir mit der Walt Disney Strategie den großen Plan entworfen haben und ihm mit dem Brainstorming for one noch erweitert und vertieft haben, geht es nun darum, die Pläne konkreter zu fassen und sich auf den Weg zu machen, diese umzusetzen.
Als Methode nehmen wir hierzu eine Variante der Reizwort-Methode, die wir auch gestern Morgen schon beim Gang nach Olympos eingesetzt haben. (Darüber werde ich noch berichten).
Die Reizworte werden in diesem Fall auf dem Weg „gefunden“.
Wir sind heute einen wunderschönen Kanal-Weg entlang gewandert, der ca. 2 Stunden dauert.
Am Anfang des Weges formuliert jeder für sich ein Thema oder eine Frage, die mit dem geplanten Projekt in Zusammenhang steht.
Zeichen wahrnehmen
Dann gehen wir los, größtenteils schweigend, jeder für sich, um nicht durch Gespräche abgelenkt zu werden und offen zu sein, für die Zeichen, die einem auf dem Weg begegnen. Man kann auch schweigend viel intensiver die Natur wahrnehmen, hören, riechen.
Bei manchen Zeichen weiß man vielleicht noch gar nicht sofort, was sie einem zum Thema sagen. Aber man hat den Eindruck, dass es bedeutsam sein könnte. Dann kann man sich dieses Zeichen merken oder fotografieren.
Auf der Hälfte des Weges machten wir eine Pause und eine kurze Meditation.
Hier wurde wieder deutlich, dass dieser Tag offensichtlich unter einem guten Stern stand und wir diverse Geschenke vom Universum (oder auch konkreten Menschen) erhielten.
Kleine Wunder und Geschenke des Tages
Es begann schon am Anfang, als uns Shaban mit dem Auto die 5 km asphaltierte Straße hinauffuhr zum Eingang des Kanalwegs. Er wollte nicht einmal Geld dafür haben.
Nun, für unsere Pause, hatte ich nach einem passenden Platz Ausschau gehalten. Ich fand einen Platz, doch oberhalb auf dem Berg ertönten laute Baumsägen. Um sie nicht mehr zu hören, hätten wir aber noch lange weiterlaufen müssen. Daher entschied ich mich, trotzdem hier zu rasten.
Kaum saßen wir, verstummten die Sägen. Wir machten unsere Pause, eine kleine Übung und Meditation- und als wir uns zum Weitergehen bereit machten, fingen die Sägen wieder an. Danke schön!
Nach etwas über 2 Stunden kamen wir am Ende des Weges an, der auf eine Asphaltstraße führt. Dort steht ein kleines Restaurant, wo wir uns auf einem Köşk niederließen und frisch gepressten Orangensaft schlürften.
Nun mussten wir wieder 4-5 km diese doofe Straße entlang, in der Mittagssonne und immer bergab, was für meine Knie nicht sonderlich förderlich ist.
Daher war ich wild entschlossen zu trampen, notfalls würde ich auch alleine hinterher trampen, wenn wir nicht alle in ein Auto passten.
Und siehe da, das zweite Auto war eine Art Dolmuş mit 15 Plätzen, der uns bis zu den Pforten von Olympos fuhr.
Am Anfang stehen noch einige Baumhäuser aus den wilden Hippie-Zeiten, bunt bemalt und sehr geschmackvoll hergerichtet. Am Ende dann der Ausgang zum Meer, wo wir in einem Strandrestaurant unseren Weg feierten und unser Mittagessen genossen. Mit direktem Blick auf den Strand.
Danach hatten alle eine Pause verdient, bevor sich jeder einzeln an die Nach-Arbeit machte.
Nämlich alle Reizworte, Assoziationen, erste Ideen und Lösungsmöglichkeiten notieren, ordnen, auswerten.
Zum Abschluss eines sehr intensiven Tages, wo mit der Walt Disney Strategie die große Vision angegangen wurde, wanderten wir abends zu den Feuern von Chimära. Der Weg dorthin gehörte schon mit zum Ritual (man könnte sich auch fahren lassen), der Aufstieg auf den Berg ganz gewiss.
* Das Feuer der Reinigung
Der Abstieg ist für mich immer noch beschwerlicher als der Aufstieg. Danach noch einmal eine Stunde Heimweg, mit knurrenden Mägen. Das Abendessen hatten wir uns verdient.
Anschließend die Räume einrichten und installieren für die Walt Disney Strategie.
Kennenlernen der TeilnehmerInnen untereinander und der Umgebung, denn die gehört bei diesem besonderen Seminar dazu.
Den Einstieg gestaltete ich spontan komplett anders als geplant. Bevor wir mit einer kreativen Kennenlern-Übung begannen, führte ich eine kleine Meditation zum Ankommen durch. Vielleicht auch als Test, ob sich die Teilnehmerinnen darauf einlassen können. Sie konnten.
Ich zeigte ihnen einige Plätze und nette Menschen, mit denen wir es teilweise auch zu tun haben würden. Fotos wurden gemacht. Das Wetter war heute sehr gemischt, bewölkt, Sonnenschein- und beim Mittagessen brach ein heftiger Regen los. Strom weg, keine Internetverbindung- das Übliche.
Warum fahren wir in Urlaub?
auch früher bei meinen Wüsten-Tripps. Da fiel es mir überhaupt nicht auf, dass die Beduinen zerschlissene und fleckige Klamotten trugen. Das war irgendwie völlig normal. Zu Hause wäre mir das sofort aufgefallen.